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Helen

Sandra Nettelbecks englischsprachiges Debüt ist ein schonungslos offenes Drama über Depression.


Helen

Leihvideo

Erhältlich seit:
28.05.2010

Drama

Deutschland/USA 2009
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 12

Ashley Judd
Goran Visnjic
Lauren Lee Smith

Regie: Sandra Nettelbeck
Warner Home Video Germany

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Helen

Musikprofessorin Helen scheint in ihrem Leben nichts zu fehlen. Sie hat einen liebenden Mann, eine aufgeweckte Tochter, Freunde und lebt im Wohlstand. Ein Treffen mit einer jungen Frau wirft sie aus der Bahn. Ihr Umfeld, selbst ihr Mann David, merkt davon zu Anfang nichts, bis krassere Symptome einer Depression bei Helen nicht mehr zu übersehen sind. Als auch Medikamente nichts helfen, entfernen sich Helen und David immer mehr voneinander, und auch zu ihrer Tochter verliert Helen jeden Bezug.

Sandra Nettelbeck, die sich mit "Bella Martha" einen Namen machte, wendet sich in ihrem englischsprachigen Debüt einem bitterernsten Thema, der Erkrankung an Depression, zu. Mit schonungsloser Offenheit schildert sie deren katastrophalen Auswirkungen. In Ashley Judd fand sie die ideale Titelheldin. Jede Nuance der Qual wird in deren Gesicht lesbar, ihre Verzweiflung genauso erfahrbar wie ihre verstörende Art, die Familie zurückzustoßen. Nettelbeck greift einen klinischen Fall auf und inszeniert dennoch intim und aufrichtig.

Helen

Was richtet eine Depression an? Sandra Nettelbeck gibt in ihrem englischsprachigen Debüt eine schonungslos offene Antwort.

So viel Publikumswirksamkeit wie nötig, so viel ehrliche Einsicht in die psychische Hölle wie möglich. So könnte Nettelbecks Motto für ihr - entgegen früherer Werke wie dem heiteren Erfolg "Bella Martha" - forderndes Drama über ein tragisches Thema lauten. "Helen" war für sie zugleich eine Herzensangelegenheit: Eine Freundin hatte sich einst nach langem Kampf gegen ihre Depression das Leben genommen. Ihr ist der Film gewidmet. In Ashley Judd, die aus ähnlichen Gründen selbst kürzlich in Behandlung war, wurde die perfekte Besetzung gefunden. Jede Nuance der Qual wird in ihrem Gesicht lesbar, ihre Verzweiflung genauso erfahrbar wie ihre verstörende Art, die eigene Familie zurückzustoßen.

Nettelbeck gelingt es, einen klinischen Fall aufzuzeigen und dennoch ganz intim und aufrichtig zu inszenieren, sich ganz ohne Hollywood-Gloss auf - der gedrückten Stimmung angepasstes - dunkles Interieurs zu verlassen, in ruhigen, unspektakulären Bildern dem widersprüchlichen Charakter viel Entfaltungsraum zu geben und sich stilistisch weit zurückzunehmen. Sie leistet Aufklärungsarbeit, frei von jedem Selbsthilfetonfall: Judd ist als erfolgreiche Musikprofessorin Helen ins Leben integriert. Es fehlt augenscheinlich an nichts, Familie, Freunde, Wohlstand. Als sie der jungen Cellistin Mathilda (verstörend: Lauren Lee Smith) begegnet, fällt sie in ein schwarzes Loch, aus dem sie nicht mehr herausfindet. Zunächst bleibt ihre Verzweiflung unerkannt; niemand fängt sie auf, während bei ihr immer extremere Symptome auftreten.

Feinfühlig folgt ihr Nettelbeck in die innere Isolation, liefert einen Katalog fehlerhaften Verhaltens ab, das eine Depression erst richtig gefährlich macht: Goran Visnjic als ihr Mann begreift zu spät und kann zudem damit nicht umgehen. Helen durchläuft die Stationen Klinik, wirkungslose Medikamente, Zwangseinweisung, Rechtsstreit und Selbstmordversuch. Das Konzept des Für-seine-Frau-Kämpfens läuft ins Leere, die Familie bricht auseinander - nicht nur hier räumt die differenzierte Studie mit einigen Klischees auf. Sie verzichtet auf Schuldzuweisungen oder darauf, die Krankheit zu erklären, die alles zerstört, einschließlich der Liebe zu Mann und Tochter. Allein die psychisch kranke Mathilda versteht, was Helen durchmacht, und wird zur mysteriösen Vertrauten. Doch für manche gibt es aus der Hölle nur einen Ausweg.

tk.

Helen

Helen ist attraktiv, intelligent und hat alles, was man zum Glück braucht: sie führt eine wunderbare, leidenschaftliche Ehe mit David, hat ein liebevolles Verhältnis zu ihrer halbwüchsigen Tochter und als Musikprofessorin ist sie beliebt und erfolgreich. Aber Helen hat ein Geheimnis, das ihre vermeintlich heile Welt zu zerstören droht. Sie leidet unter Depressionen. Plötzlich muss sie feststellen, dass die Krankheit nicht nur sie selbst, sondern vor allem ihr Lebensglück, ihre Ehe, ihre Familie und ihre gesamte Existenz zu zerstören droht. Verständnis findet Helen bei der sensiblen Studentin Mathilda, die ihr Schicksal teilt. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine tiefe emotionale Freundschaft. Helen schwankt, ob sie sich für Mathilde entscheiden soll oder ob sie aus Liebe zu ihrer Tochter gegen die Krankheit ankämpfen will und Davids hingebungsvollen und unentwegten Bemühen um den Erhalt ihrer Ehe nachgeben kann.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Ashley Judd   als Helen
  Goran Visnjic   als David
  Lauren Lee Smith   als Mathilda
  Alexia Fast   als Julie
  Alberta Watson   als Dr. Sherman
  David Hewlett   als Frank
  Leah Cairns   als Susanna
  David Nykl   als John
  Chelah Horsdal   als Kara
  Malcolm Stewart   als Dr. Lambert
 
Regie:  Sandra Nettelbeck  
Buch:  Sandra Nettelbeck  
Kamera:  Michael Bertl  
Produzent:  Judy Tossell  
  Christine Haebler  
 

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