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Hereafter - Das Leben danach

Intensives Drama von Clint Eastwood über drei Menschen in drei verschiedenen Ländern, die nach unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Jenseits nach Katharsis streben.


Hereafter - Das Leben danach

Leihvideo

Erhältlich seit:
03.06.2011

Originaltitel: Hereafter

Drama/ Mystery

USA 2010
Laufzeit: 124 Min.
FSK: ab 12

Cécile de France
Thierry Neuvic
Cyndi Mayo Davis

Regie: Clint Eastwood
Warner Home Video Germany

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Hereafter - Das Leben danach

Die französische Fernsehjournalistin Marie wird beim Urlaub in Thailand vom Tsunami überrascht, von der Flutwelle mitgezogen und ertrinkt - bis sie nach mehreren Minuten ins Leben zurückgerissen wird. Die Zwillinge Marcus und Jason in London müssen ihr Leben in London meistern - bis ein Unfall ihre Existenz völlig auf den Kopf stellt. Der Fabrikarbeiter George in San Francisco kann mit den Toten kommunizieren, was es ihm unmöglich macht, normale Beziehungen zu führen. Auf verblüffende Weise streben die Figuren aufeinander zu.

Clint Eastwood wagt sich auch mit 80 Jahren noch auf Neuland: Nach einem Drehbuch von "Die Queen"-Autor Peter Morgan erzählt er parallel die Geschichte von drei Menschen, die Erfahrungen mit dem Jenseits machen mussten. Nach einem Paukenschlag zum Auftakt - die komplexeste Effektszene in Eastwoods Laufbahn - folgt er seinen Protagonisten, darunter Matt Damon und Cecile de France, bei ihren Versuchen, ihr Leben zu meistern. Dabei geht es weniger um die Beantwortung von Fragen über den Tod, sondern um Katharsis und Erlösung.

Hereafter - Das Leben danach

So also sieht es aus, wenn sich Clint Eastwood dem Jenseits annimmt, wenn sich das Urgestein des amerikanischen Erzählkinos dem Genre des fantastischen Films annähert.

Er fängt mit einem großen Knall an - in der vermutlich komplexesten Effektszene seiner Laufbahn - und lässt sich danach nicht mehr aus der Ruhe bringen, ohne Tricks und doppelten Boden, immer ganz nah dran an den Protagonisten, deren Suche nach einer Erklärung für ihre Erlebnisse ihnen keine Ruhe lässt. Nach einem Drehbuch von "Die Queen"-Autor Peter Morgan folgt er parallel drei Menschen in drei Ländern, die nach Erfahrungen mit dem Jenseits nicht mehr zu Ruhe kommen und nach Katharsis streben. Mit wunderbarer Kratzbürstigkeit widersteht Eastwood dem Druck, im Verlauf der Geschichte noch ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern. Der Gimmick ist, dass es keinen Gimmick gibt, höchstens ein paar Zufälle und ein gewisser Glaube an Vorbestimmtheit, vor allem aber ein Gespür dafür, dass das Bedürfnis nach einer Auseinandersetzung gerade in turbulenten Zeiten wie diesen, in denen die Angst vor Naturkatastrophen und Terrorismus die Menschen beschäftigt und verstärkt die Auseinandersetzung mit dem Tod suchen lässt. Hauptdarsteller Matt Damon sagte, dass "Hereafter" Eastwoods "europäischer Film" sei - und meint damit nicht nur die Locations, sondern den erzählerischen Ansatz, dessen Mangel an Effekthascherei einem so zu Herzen geht.

Wie auch nicht? Was seine Figuren erlebt haben, muss sie zwangsläufig aus der Bahn werfen: Da ist der Fabrikarbeiter George in San Francisco, gespielt von Damon, der seit seiner Kindheit die Gabe besitzt, mit den Toten zu kommunizieren, aber an dieser Fähigkeit zu zerbrechen droht, weil es ihm unmöglich ist, andere Menschen zu berühren. In London muss ein zehnjähriges Zwillingsbrüderpaar den Alltag mit einer zwar liebenden, aber drogenabhängigen Mutter meistern, bis ein Unfall ihr Leben auf grausame Weise auf den Kopf stellt. Und schließlich ist da die erfolgreiche französische Fernsehreporterin Marie, dargestellt von Cecile de France, mit deren Geschichte "Hereafter" mit einem großen Knall beginnt: Sie ist 2004 im Urlaub in Thailand, als der Tsunami ihren Urlaubsort verwüstet. Sie selbst wird von der Flutwelle mitgerissen, eine Straße entlanggespült und schließlich bewusstlos geschlagen. Sie ertrinkt, ist tot, mehrere Minuten lang, erlebt das Jenseits, bis sie wieder ins Leben zurückgerissen wird. Weil sie von diesem Erlebnis nicht mehr losgelassen wird, lässt sie ihre Karriere und ihr altes Leben in Paris zurück und begibt sich auf die Suche - wie auch die beiden anderen Hauptfiguren. Viel Zeit verbringt Eastwood mit seinen Figuren, folgt ihnen durch ihren Alltag, zeichnet ihre wachsende Verzweiflung und Frustration auf, keinen Platz mehr im Alltag zu haben. Bis sich ausgerechnet Charles Dickens als vereinendes Bindeglied ihrer Odyssee erweist.

Eastwood wäre nicht Eastwood, wenn er sich wirklich für Antworten auf Fragen über das Jenseits interessieren würde. In seiner Charakterstudie geht es schließlich um Katharsis und Erlösung, um einen Ausweg aus dem Chaos. Das rückt den stilistisch und inhaltlich so anderen Film dann doch wieder ganz nah an Eastwood-Filme wie "Gran Torino" oder "Million Dollar Baby", die auf ihre Weise auch Reflektionen über das Sterben waren. Weil "Hereafter" zwar nach Resolution strebt, aber auf einen leicht verdaulichen und bequemen emotionalen Höhepunkt verzichtet, fühlt sich der Film auf faszinierende Weise unfertig an: Schließlich geht es um eine einfache Berührung und nicht mehr. Aber wie Eastwood sich mit 80 Jahren als Regisseur noch einmal auf Terra incognita bewegt, wie er Neues ausprobiert und sich nicht mit dem Erreichten zufrieden gibt, bestätigt einmal mehr, dass er in seiner eigenen Liga spielt. ts.

Hereafter - Das Leben danach

George (Matt Damon) ist ein amerikanischen Arbeiter, der seit seiner Kindheit eine besondere Verbindung zum Jenseits besitzt. Die französische Journalistin Marie (Cécile de France) wird durch ein Nahtoderlebnis traumatisiert. Und als der Londoner Schuljunge Marcus (Frankie/George McLaren) den Menschen verliert, der ihm am nächsten steht, lässt ihn das Unerklärliche fast verzweifeln. Alle drei sind auf der Suche nach der Wahrheit, und als sich ihre Wege kreuzen, machen sie kraft ihres Glaubens an ein Leben nach dem Tod fundamentale Erfahrungen. Oscar[r]-Preisträger Clint Eastwood inszenierte diese eindringliche, authentische Geschichte nach dem Drehbuch des zweifachen Oscar[r]-Kandidaten Peter Morgan. In weiteren Rollen zu sehen sind Jay Mohr, Bryce Dallas Howard, Marthe Keller und Derek Jacobi.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Cécile de France   als Marie LeLay
  Thierry Neuvic   als Didier
  Cyndi Mayo Davis   als Hotelangestellte
  Matt Damon   als George Lonegan
  George McLaren   als Marcus/Jason
  Frankie McLaren   als Marcus/Jason
  Jay Mohr   als Billy
  Bryce Dallas Howard   als Melanie
  Marthe Keller   als Dr. Rousseau
  Charlie Holliday   als Union Rep
  Stéphane Freiss   als Guillaume Belcher
  Mylène Jampanoi   als Reporter Jasmine
  Lyndsey Marshal   als Jackie
  Joe Bellan   als Tony
  Jenifer Lewis   als Candace
  Sean Buckley   als Dr. Meredith
  Selina Cadell   als Mrs. Joyce
  Derek Jacobi   als Derek Jacobi
 
Regie:  Clint Eastwood  
Buch:  Peter Morgan  
Kamera:  Tom Stern  
Produzent:  Clint Eastwood  
  Kathleen Kennedy  
  Robert Lorenz  

Warner spendet "Hereafter"-Einnahmen

Nach dem Erdbeben und Tsunami in Japan hatte Warner den neuen Clint-Eastwood-Film "Hereafter" umgehend aus den japanischen Kinos genommen. Nun will der Major einen Teil der Einnahmen aus den DVD- und Blu-ray-Verkäufen an die Betroffenen spenden.

Soll Spenden für Japan generieren: "Hereafter" (Foto: Warner) Großansicht

Soll Spenden für Japan generieren: "Hereafter" (Foto: Warner)

Nach dem Erdbeben und Tsunami in Japan hatte Warner den neuen Clint-Eastwood-Film "Hereafter - Das Leben danach" umgehend aus den japanischen Kinos genommen. Der Fantasythriller mit Matt Damon enthält Szenen einer fiktiven Tsunami-Katastrophe. Nun will der Medienkonzern Berichten zufolge auch im Zuge der Videoveröffentlichung den Opfern in Japan seine Anteilnahme ausdrücken: Ein Teil der Einnahmen aus den DVD- und Blu-ray-Verkäufen soll an die Betroffenen gespendet werden. Genaue Details zum Spendenvolumen wurden nicht bekannt, laut "Los Angeles Times" soll sich der Betrag jedoch im Bereich von einer Million Dollar bewegen.

"Die Zerstörung und die Verluste in Japan sind unfassbar", kommentiert Eastwood. "Ich freue mich, Warner bei dieser Aktion unterstützen zu können." In den USA erschien "Hereafter" am 15. März auf DVD und Blu-ray. In Deutschland kommt der Film voraussichtlich am 3. Juni 2011 ins Heimkino.

 

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