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Zhang Yimous grandioses und starbesetztes Meisterwerk ist ein aufwändiger Martial-Arts-Film über Liebe, Eifersucht, Treue und Intrigen um den ersten Herrscher Chinas.


Hero (Premium Edition, 2 DVDs)

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Erhältlich seit:
30.10.2009

Originaltitel: Ying xiong

Action/ Abenteuer

Hongkong/China 2002
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)

Jet Li
Tony Leung Chiu-wai
Maggie Cheung

Regie: Zhang Yimou
Lighthouse Home Entertainment Vertriebs GmbH & Co. KG

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Action-Gott Jet Li entführt in Zhang Yimous Oscar-nominiertem Epos als rätselhafter Schwertkämpfer ins antike China der Mythen und Legenden.

Nameless ist der Schlüssel zum Mysterium (Foto: Constantin) Großansicht

Nameless ist der Schlüssel zum Mysterium (Foto: Constantin)

Spätestens seit Ang Lees "Tiger & Dragon" wird auch die kunstvolle Variante des chinesischen Martial-Arts-Kinos im Westen gewürdigt. Traumwandlerisch sicher folgt nun der dreifach Oscar-nominierte Regisseur Zhang Yimou, bisher eher für seine Dramen wie "Happy Times" bekannt, diesen Pfaden.

Die teuerste Kinoproduktion aller Zeiten aus dem Reich der Mitte schildert mit einem chinesischen Schauspieler-Allstar-Team - neben Martial-Arts-Ikone Jet Li tummeln sich Tony Leung Chiu-wai, Maggie Cheung, Zhang Ziyi und Donnie Yen - die teils historisch verbürgte, teils Mythen umrankte Gründung des Kaiserreichs China.

Mit Hilfe von Wong Kar-wais Haus- und Hof-Kameramann Christopher Doyle komponiert Zhang eine atemberaubende Symphonie aus artistischer Choreographie, schillerndem Farbenspiel, bombastischen Massenszenen und eiskaltem Stahl.

Jede Geschichte besitzt eine Hauptfarbe, die die Stimmung der jeweiligen Episode widerspiegelt (Foto: Constantin) Großansicht

Jede Geschichte besitzt eine Hauptfarbe, die die Stimmung der jeweiligen Episode widerspiegelt (Foto: Constantin)

Geschichten aus dem Osten

Mit einem wuchtigen Einstieg katapultiert der Regisseur das Publikum ins antike China des Jahres 300 v. Chr. König Quin will seinen Anspruch auf die Herrschaft über ganz China gegen seine Konkurrenten durchsetzen und Kaiser werden. Einzig und allein drei legendäre Kämpfer, Sky, Broken Sword und Flying Snow, hat er zu fürchten, weswegen seit über zehn Jahren niemand in seine Nähe gelangen darf.

Umso überraschender ist es, als eines Tages der unbedeutende Beamte Nameless auftaucht und die Waffen der gefürchteten Kämpfer präsentiert. In einer Reihe von Rückblenden und Erzählungen berichtet Nameless von den spektakulären Siegen über die drei.

Jede Geschichte bringt ihn dabei gemäß der ausgelobten Belohnungen für die Köpfe der drei Kämpfer näher an den König. Es entspinnt sich ein Gewirr von Liebe und Verrat, Intrigen und Eifersucht um Nameless, Sky, Broken Sword und Flying Snow. Doch auch der König hat eine Geschichte zu erzählen...

Broken Sword und Flying Snow sind als Paar kaum zu besiegen (Foto: Constantin) Großansicht

Broken Sword und Flying Snow sind als Paar kaum zu besiegen (Foto: Constantin)

Die Macht der Farben

Wenn in dem rauschenden Bildersturm aus Regentropfen todbringende Projektile werden, Heerscharen schwarz gewandeter Soldaten die Erde zum Beben bringen und Wände von schwirrenden Pfeilen ganze Städte zertrümmern, droht schier die Leinwand zu zerbersten.

Im Kontrast dazu inszenieren die Kämpfer die atemberaubenden Gefechte - ob real oder als "fight in mind" - in Form eines schwerelos stilisierten und höchst dynamischen Luftballetts.

Die Grundstimmung der verschiedenen Episoden wird durch prachtvolle Farbgebung visualisiert und die poetische Grundhaltung durch grandiose Landschaftsaufnahmen untermalt. Zhang gelang ein opulentes Meisterwerk, das in Asien bereits alle Kassenrekorde brach, mit Auszeichnungen überhäuft wurde und völlig zurecht auch für den Oscar nominiert wurde.

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Können zwei so konträre Materialen wie Seide und Eisen harmonieren? Den Beweis erbringt Zhang Yimou, Chinas führender Visionär und Rebell in Sachen Film, mit seinem historischen Martial-Arts-Film "Hero". Ein ästhetisches Luftballett mit atemberaubend symmetrisch durchkomponierten Bildern entführt den Zuschauer für gut zwei Stunden in eine Welt der tausend Legenden, die von Liebe, Eifersucht, Treue und Intrigen durchwoben ist. Der zweimal für den Oscar nominierte, bisher vorwiegend in der Arthouse-Nische arbeitende Zhang ("Happy Times", "Rote Laterne") begibt sich mit seinem über Jahre gereiften, auf den Ideen der Wuxia-Romane basierendem Epos auf das Terrain der Kampfkunstfilme und trifft damit wie Ang Lees "Tiger & Dragon" ins Schwarze.

Die Handlung setzt ein mit der Ankunft des Schwertkämpfers Nameless (Jet Li) im düsteren kaiserlichen Palast von Qin (wie überhaupt des Kaisers Umgebung in Schwarz gehüllt ist, vom Palast über die Krieger bis hin zu den Pferden). Durch seine angebliche Heldentat, drei seit Jahren gesuchte, nach des Kaisers Leben trachtende Mörder getötet zu haben, wird ihm Audienz und die Erlaubnis gewährt, Qin in nur zehn Schritten Entfernung den Tathergang schildern zu dürfen. Drei Versionen bekommt der Zuschauer von der Legende um die drei Krieger Sky (Donnie Yen), Broken Sword (Tony Leung) und Flying Snow (Maggie Cheung) erzählt. Und jedes Mal ist sie in eine andere Farbe getaucht, aus einer anderen Stimmung heraus erzählt: Von leuchtendem Rot über Blau bis hin zu Weiß mit einem weiter zurückreichenden Flashback in Grün. Die besten Schauspieler Ostasiens - Actionstar Jet Li, Maggie Cheung und Tony Leung (nach "In The Mood For Love" wieder gemeinsam vor der Kamera), sowie die hübsche Zhang Ziyi ("Tiger & Dragon") als Schülerin von Broken Sword - brillieren in grandios eingefangenen Kampfszenen, die sie und das Publikum ins Schwerelose versetzen, Laubstürme entfachen und Wassertropfen in Waffen verwandeln.

Mit einem Budget von rund 30 Mio. Dollar der teuerste chinesische Film aller Zeiten, mit fantastisch choreographierten Schwertkampfszenen (Tony Ching), noch fantastischeren Farbkompositionen, einer unglaublich präzisen Kameraführung (Christopher Doyle, Leibkameramann Wong Kar-Wais) sowie aufwändigen Visual Effects und herrlichen Kostümen (von Oscar-Preisträgerin Emi Wada) verwirklichte sich Zhang einen Kindheitstraum und brach damit schon am Starttag den ersten Besucherrekord. Durch die Tür, die "Tiger & Dragon" vor zwei Jahren in den Filmmarkt der westlichen Hemisphäre öffnete, tritt nun erhabenen Schrittes sein Meisterwerk, das sich internationaler Anerkennung sicher sein darf.

Die ganze Geschichte, in der Historie und Legende eng verflochten sind, wird vermittelt durch den von Zhang streng geregelten Einsatz von Farben und durch die Harmonie zwischen Landschaft, Dekor, Kostümen, Musik und Choreographie. Als geschichtlicher Hintergrund dient die Zeit von Chinas erster, gewalttätiger Vereinigung durch Kaiser Qin Shihuang im 3. Jh. v.Chr., der für seinen Frieden "all under heaven" Massaker verschuldete und zum Schutz seines Reiches den Bau der chinesischen Mauer veranlasste. Diese historisch verbrieften Tatsachen und etwaige Bezüge zur gegenwärtigen politischen Situation der Volksrepublik stehen jedoch nicht im Zentrum des Films. Vielmehr die in Rückblenden erzählten Legenden um die vier im Schwertkampf ausgebildeten Rivalen des Despoten. In ihnen liegt die Quintessenz, verweist Zhang auf das Verhältnis von Kampfkunst und innerem Heldentum, durchleuchtet er den "fight in mind", den der namenlose Held im Verlauf der Erzählung auszutragen hat.

Mit seinem ersten Martial-Arts-Film beweist Zhang seine Fähigkeit, hollywoodgerecht und auch im Blockbuster-Format inszenieren zu können, ohne den künstlerischen Aspekt zu vernachlässigen. Bei seinen Landsleuten wird er bereits gefeiert, und mit der Unterstützung von Chinas erfolgreichstem Produzenten Bill Kong ("Tiger & Dragon") und einer kräftigen Finanzspritze von Miramax, die sich um die Vermarktung in Amerika kümmert, sollte der Erfolg auch in unseren Breitengraden nicht ausbleiben. Dank Christopher Doyles atemberaubender Kameraarbeit, die dessen feines Gespür für die Poesie der Landschaft erkennen lässt, der eleganten Choreographie der Kampfszenen und des sensationellen Starpotenzials hat Zhang Yimou gute Chancen, zur Nummer eins des chinesischen Kinos aufzusteigen. Vielleicht weht ihm sogar der Wind, der den ganzen Film hindurch heftig bläst, Ende März den Oscar gen Osten. bas.

Darsteller:  Jet Li   als Nameless
  Tony Leung Chiu-wai   als Broken Sword
  Maggie Cheung   als Flying Snow
  Zhang Ziyi   als Moon
  Chen Daoming   als König von Qin
  Donnie Yen   als Sky
 
Regie:  Zhang Yimou  
Buch:  Zhang Yimou  
  Li Feng  
  Wang Bin  
Musik:  Tan Dun  
Kamera:  Christopher Doyle  
Produzent:  Bill Kong  
  Zhang Yimou  

Jet Li verteidigt das Kaiserreich

Das Ende eines Jahrtausende währenden Kaiserreichs mit dem Beginn der Republik China gehört zu den spannendsten Momenten in der turbulenten Geschichte des Reichs der Mitte.

Wahrer der chinesischen Tradition: Jet Li (Foto: Constantin) Großansicht

Wahrer der chinesischen Tradition: Jet Li (Foto: Constantin)

So setzte schon Bernardo Bertolucci mit "Der letzte Kaiser" dieser Zeit des Umbruchs ein grandioses filmisches Denkmal. Chinas heißester Export Jet Li wird nun in die Haut des größten Kämpfers dieser Tage schlüpfen.

Huo Yuan-Jia war eine lebende Legende und ein wahrer Volksheld, der die schwächelnde Quing-Dynastie mit seiner Kampfschule gegen zahllose Angriffe von außen und innen verteidigte - bis er 1910 im Alter von nur 53 Jahren verstarb.

Zuvor hatte er das Jahrtausende alte Wushu verfeinert, was frei übersetzt soviel heißt wie "Die Kunst, Kriege zu verhindern". Seine Schule lehrte eine rein defensive Spielart des Kung Fu. Zwei Jahre nach seinem Tod musste der gerade mal sechsjährige letzte Kaiser Chinas Xuan Tong abdanken und die Republik China wurde ausgerufen.

Catchen in China

Zwar hat der Film noch keinen Titel, aber Regisseur Ronny Yu der zuletzt in "Freddy Vs. Jason" zwei fiese Schlitzer aufeinander hetzte, will schon im April die erste Klappe fallen sehen. Für Li wird das Projekt nach der großen Volkssage "Hero" der zweite Ausflug in ein wichtiges Kapitel der chinesischen Geschichte.

Wer ihn dabei begleiten will, kann sich übrigens bei der Produktionsfirma um eine Nebenrolle bewerben. Die Voraussetzungen sind allerdings nicht ohne, drei Typen von Kampfkünstlern werden gesucht:

  • Kampfkünstler mit westlichem Aussehen, bevorzugt Tae Kwon Do, Karate, Kickboxen, Fung Fu oder Judo. Unbedingt mit Schauspieltalent, da es um wichtige Kampfszenen mit Jet Li geht.

  • Große, bullige, muskulöse Kämpfer mit westlichem Aussehen, gerne ehemalige Wrestler.

  • Kampfkünstler aller Nationen mit verschiedenen Spezial-Disziplinen.

Interessierte können sich mit Videos im VCD- oder DVD-Format, Lebenslauf, Referenzen und Fotos unter folgender Adresse bewerben:

Lee Chiu Wah
c/o The Eastern (HK) Film Prod Co Ltd
Room 901, Everglory Centre
1B Kimberley Street
Tsim Sha Tsui
Kowloon
Hong Kong

 

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Jet Li

Mit Bruce Lee, Chow Yun-Fat und Jackie Chan bildet Jet Li das legendäre Quartett der männlichen Martial-Arts-Künstler in der Tradition der Hongkong-Action-...

 

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Tony Leung Chiu-wai

Einer der bekanntesten Stars des Hongkong-Kinos, hat Tony Leung, geboren 1962, im Jahr 2000 den Darstellerpreis des Festivals von...