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Zhang Yimous grandioses und starbesetztes Meisterwerk ist ein aufwändiger Martial-Arts-Film über Liebe, Eifersucht, Treue und Intrigen um den ersten Herrscher Chinas.


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Start: 06.11.2003

Originaltitel: Ying xiong

Action/ Abenteuer

Hongkong/China 2002
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12

Jet Li
Tony Leung Chiu-wai
Maggie Cheung

Regie: Zhang Yimou
Paramount

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Nameless ist der Schlüssel zum Mysterium (Foto: Constantin) Großansicht

Nameless ist der Schlüssel zum Mysterium (Foto: Constantin)

Spätestens seit Ang Lees "Tiger & Dragon" wird auch die kunstvolle Variante des chinesischen Martial-Arts-Kinos im Westen gewürdigt. Traumwandlerisch sicher folgt nun der dreifach Oscar-nominierte Regisseur Zhang Yimou, bisher eher für seine Dramen wie "Happy Times" bekannt, diesen Pfaden.

Die teuerste Kinoproduktion aller Zeiten aus dem Reich der Mitte schildert mit einem chinesischen Schauspieler-Allstar-Team - neben Martial-Arts-Ikone Jet Li tummeln sich Tony Leung Chiu-wai, Maggie Cheung, Zhang Ziyi und Donnie Yen - die teils historisch verbürgte, teils Mythen umrankte Gründung des Kaiserreichs China.

Mit Hilfe von Wong Kar-wais Haus- und Hof-Kameramann Christopher Doyle komponiert Zhang eine atemberaubende Symphonie aus artistischer Choreographie, schillerndem Farbenspiel, bombastischen Massenszenen und eiskaltem Stahl.

Jede Geschichte besitzt eine Hauptfarbe, die die Stimmung der jeweiligen Episode widerspiegelt (Foto: Constantin) Großansicht

Jede Geschichte besitzt eine Hauptfarbe, die die Stimmung der jeweiligen Episode widerspiegelt (Foto: Constantin)

Geschichten aus dem Osten

Mit einem wuchtigen Einstieg katapultiert der Regisseur das Publikum ins antike China des Jahres 300 v. Chr. König Quin will seinen Anspruch auf die Herrschaft über ganz China gegen seine Konkurrenten durchsetzen und Kaiser werden. Einzig und allein drei legendäre Kämpfer, Sky, Broken Sword und Flying Snow, hat er zu fürchten, weswegen seit über zehn Jahren niemand in seine Nähe gelangen darf.

Umso überraschender ist es, als eines Tages der unbedeutende Beamte Nameless auftaucht und die Waffen der gefürchteten Kämpfer präsentiert. In einer Reihe von Rückblenden und Erzählungen berichtet Nameless von den spektakulären Siegen über die drei.

Jede Geschichte bringt ihn dabei gemäß der ausgelobten Belohnungen für die Köpfe der drei Kämpfer näher an den König. Es entspinnt sich ein Gewirr von Liebe und Verrat, Intrigen und Eifersucht um Nameless, Sky, Broken Sword und Flying Snow. Doch auch der König hat eine Geschichte zu erzählen...

Broken Sword und Flying Snow sind als Paar kaum zu besiegen (Foto: Constantin) Großansicht

Broken Sword und Flying Snow sind als Paar kaum zu besiegen (Foto: Constantin)

Die Macht der Farben

Wenn in dem rauschenden Bildersturm aus Regentropfen todbringende Projektile werden, Heerscharen schwarz gewandeter Soldaten die Erde zum Beben bringen und Wände von schwirrenden Pfeilen ganze Städte zertrümmern, droht schier die Leinwand zu zerbersten.

Im Kontrast dazu inszenieren die Kämpfer die atemberaubenden Gefechte - ob real oder als "fight in mind" - in Form eines schwerelos stilisierten und höchst dynamischen Luftballetts.

Die Grundstimmung der verschiedenen Episoden wird durch prachtvolle Farbgebung visualisiert und die poetische Grundhaltung durch grandiose Landschaftsaufnahmen untermalt. Zhang gelang ein opulentes Meisterwerk, das in Asien bereits alle Kassenrekorde brach, mit Auszeichnungen überhäuft wurde und völlig zurecht auch für den Oscar nominiert wurde.

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Regie:  Zhang Yimou  
Buch:  Zhang Yimou  
  Li Feng  
  Wang Bin  
Musik:  Tan Dun  
Kamera:  Christopher Doyle  
Produzent:  Bill Kong  
  Zhang Yimou  
 
Darsteller:  Jet Li   als Nameless
  Tony Leung Chiu-wai   als Broken Sword
  Maggie Cheung   als Flying Snow
  Zhang Ziyi   als Moon
  Chen Daoming   als König von Qin
  Donnie Yen   als Sky

"Es gab viel Paranoia"

Nach sieben Jahren kehrt die "Mumie" zurück: Regisseur Rob Cohen führt die Abenteuer-Reihe mit "Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers" nach China.

"Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers" bietet viel Action und großartige Effekte (Foto: Universal) Großansicht

"Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers" bietet viel Action und großartige Effekte (Foto: Universal)

» Bisher haben Sie noch nie eine Fortsetzung gedreht. Wie kamen Sie zur "Mumie"-Reihe?

ROB COHEN: Ich gebe zu, dass das für mich ungewöhnlich ist. Aber bei "Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers" führen wir eine neue Mythologie ein. Ich hatte schon geplant, "Sindbad, der Seefahrer" in China zu drehen und so nutzte ich meine Chance - zumal ich genügend Geld bekam, um den Film so zu machen, wie ich wollte.

» Woran lag es, dass die "Mumien"-Saga nach sieben Jahren aus dem Dornröschenschlaf erweckt wurde?

Das Studio hat so lange gewartet, bis ein Filmemacher die richtige Idee hatte, um die Reihe wiederzubeleben. Ich will nicht egoman klingen, aber eine halbe Stunde nach Beginn meines ersten Meetings mit Universal bekamen wir grünes Licht.

Rob Cohen hat bereits Actionkracher wie "The Fast and the Furious" und "xXx - Triple X" gedreht (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Rob Cohen hat bereits Actionkracher wie "The Fast and the Furious" und "xXx - Triple X" gedreht (Foto: Sony Pictures)

» War es Ihre Idee, die Geschichte in China anzusiedeln?

Die Idee der Mythologie der Terrakotta-Armee war schon von Stephen Sommers und Bob Ducsay entwickelt worden. Alfred Gough und Miles Millar hatten dazu ein Drehbuch entwickelt, aber es funktionierte nicht, weil der Film nicht den richtigen Ton hatte. Genau den brachte ich ein. Einen Teil davon sehen Sie in den ersten zehn Minuten, denn in denen wollte ich die kulturelle Schönheit und die opernhafte Qualität der chinesischen Geschichte vermitteln - bevor die Haupthandlung im Jahr 1946 einsetzt.

» Die "Mumien"-Filme sind nicht gerade für historisch-kulturelle Feinheiten bekannt.

Das ist richtig. Ich wollte mit China nicht das Gleiche anstellen, was Stephen Sommers mit Ägypten gemacht hatte. Dafür liebe ich dieses Land und seine Kultur zu sehr. Ich bin praktizierender Buddhist, mein Sohn studiert in Shanghai und ich habe bereits mehrfach das Land bereist.

 

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Features

 

Star

Jet Li

Mit Bruce Lee, Chow Yun-Fat und Jackie Chan bildet Jet Li das legendäre Quartett der männlichen Martial-Arts-Künstler in der Tradition der Hongkong-Action ...

 

Star

Tony Leung Chiu-wai

Einer der bekanntesten Stars des Hongkong-Kinos, hat Tony Leung, geboren 1962, im Jahr 2000 den Darstellerpreis des Festivals ...