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Leihvideo
Erhältlich seit:
08.05.2008
Originaltitel: Hidalgo
USA 2004
Laufzeit: 136 Min.
FSK: ab 12
Viggo Mortensen
Omar Sharif
Adam Alexi-Malle
Regie: Joe Johnston
Walt Disney Studios Home Entertainment

"Seabiscuit" trifft auf "Last Samurai" in Disneys Leinwandabenteuer über einen Cowboy und seinen treuen Mustang, die Ende des 19. Jahrhunderts an der Welt längstem Pferderennen in der arabischen Wüste teilnehmen. Regisseur Joe Johnston ("Jurassic Park 3", "Jumanji") inszenierte mit großem Aufwand an Originalschauplätzen und lud das schwere Gewicht seiner zweistündigen Story auf die starken Schultern von "Der Herr der Ringe"-Star Viggo Mortensen in der Hauptrolle des einsamen Reiters. Der erreicht trotz größter Anstrengungen am Ende das Ziel, während Johnston schon nach der ersten Etappe erschöpft der epische Atem ausgeht, den sein Stoff verdient hätte.
Wie die großen Leinwandepen dieser Zeit - "Unterwegs nach Cold Mountain", "Last Samurai" - beginnt auch "Hidalgo" vielversprechend auf dem Schlachtfeld, in diesem Fall dem von Wounded Knee. Hier wird Frank Hopkins (Viggo Mortensen), Kurierreiter der amerikanischen Armee, Zeuge des Massakers an zahllosen Sioux-Indianern und versinkt, von den entsetzlichen Bildern verfolgt, in grenzenlosen Selbsthass, Alkohol und Agonie. Er schließt sich Buffalo Bill's Wild West Show an - als Attraktionsreiter mit dem "schnellsten und ausdauerndsten Pferd der Welt" und wird so von einem Scheich (Omar Sharif) eingeladen, zu beweisen, dass jener Mustang Hidalgo wirklich schneller ist als die edlen Rösser, die sich jährlich in einem 3000-Meilen-Rennen in der arabischen Wüste messen. Hopkins schlägt ein, findet sich kurz darauf als Außenseiter in einer fremden Welt wieder und erlebt hier unerwartete Abenteuer während einer strapaziösen Tor-Tour durch glutheißen Sand. Auf der Suche nach Wasser und Nahrung erfährt er die Erbarmungslosigkeit der Konkurrenten, wird beinahe kastriert, rettet die Scheichtochter vor Kidnappern, kämpft mit Sandstürmen, Heuschrecken und Leoparden und vor allem mit den Dämonen seiner Vergangenheit.
So reiht John Fuscos ("Spirit: Der wilde Mustang") Drehbuch Plotpoints aneinander, kann sich nicht entscheiden, ob es Abenteuer, Action oder sogar Liebesgeschichte sein will und vernachlässigt dabei die wirklich epischen Momente, die der Stoff bereithält. "Hidalgo" will von allem etwas - die Scheichtocher aus "Indiana Jones", den Scheich aus "Lawrence von Arabien", den - im übrigen wie alle Actionszenen fabelhaft inszenierten - Sandsturm aus "Die Mumie", den reitenden Außenseiter aus "Der Herr der Ringe", das Pferderennen aus "Seabiscuit", die Freundschaft zwischen Mensch und Tier aus allen Disney-Filmen, den Konflikt der Kulturen aus "Last Samurai". Während sich jedoch letzterer beispielsweise die Zeit nimmt, in die Seele seines Protagonisten vorzudringen, den genau wie Hopkins die Bilder eines Massakers verfolgen und der die Einladung in ein fremdes Land annimmt, um sich selbst in einer östlichen Kultur zu entdecken, bleibt Hopkins' Charakter eine Behauptung, der von Viggo Mortensen der bestmögliche Blick und die glaubwürdigste Haltung verliehen werden.
Tiefe gewinnt sein Frank Hopkins angesichts des oberflächlichen Skripts jedoch nur durch die eingangs offenbarte Tatsache, selbst indianischer Abstammung zu sein, womit eine interessante Parallele zum gemischten Blut seines vierbeinigen Freundes herausgestellt wird: Hidalgo ist halb Mustang, halb Indianer-Pony und damit schon mal Seelenverwandter. Viel mehr Nähe lässt sich jedoch auch zwischen Pferd und Reiter nicht entdecken - wenngleich die schönste Szene des Films, in der Hopkins Hidalgo aus einer Falle befreit und sich mit den Worten: "Niemand verletzt mein Pferd" an seinem Gegner rächt, auf dieser Freundschaft aufbaut, mit der Disney den Film bewirbt: Als auf Tatsachen basierende Geschichte eines Rennens und als Geschichte der Freundschaft eines Mannes und seines Pferdes. Gerade jene zwei Aspekte vernachlässigt Johnston jedoch, als traute er der Legende selbst nicht über den Weg. Vermutlich tut er damit Recht: Der echte Frank Hopkins wurde mittlerweile als mehrfacher Lügner entlarvt - es soll weder ein arabisches Rennen dieser Art gegeben haben, und erst Recht keines, das von Hopkins gewonnen wurde. cm.
| Darsteller: | Viggo Mortensen | als Frank T. Hopkins | |
|---|---|---|---|
| Omar Sharif | als Scheich Riyadh | ||
| Adam Alexi-Malle | als Aziz | ||
| Zuleikha Robinson | als Jazira | ||
| Louise Lombard | als Lady Anne Davenport | ||
| Saïd Taghmaoui | als Prinz Bin Al Reeh | ||
| Adoni Maropis | als Sakr | ||
| Elizabeth Berridge | als Annie Oakley | ||
| Frank Collison | als Texas Jack Omohundro | ||
| Peter Mensah | als Jaffa | ||
| J.K. Simmons | als Buffalo Bill Cody | ||
| Silas Carson | als Katib | ||
| Harsh Nayyar | als Yusef | ||
| Floyd Westerman | als Häuptling Eagle Horn | ||
| Victor Talmadge | als Rau Rasmussen | ||
| Jerry Hardin | als Nate Salisbury | ||
| C. Thomas Howell | als Preston Webb | ||
| Joshua Wolf Coleman | als Der Kurde | ||
| Steve Rimkus | als Leutnant | ||
| Chris Owen | als Soldat | ||
| Regie: | Joe Johnston | ||
| Buch: | John Fusco | ||
| Musik: | James Newton Howard | ||
| Kamera: | Shelly Johnson | ||
| Produzent: | Casey Silver | ||
Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts 5.1, Deutsch DD 5.1, Englisch PCM, Englisch DD 5.1, Italienisch dts, Italienisch DD 5.1, Polnisch DD 5.1, Russisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Engl. f. Hörg., Polnisch, Portugiesisch, Russisch
Bildformat: 1:2,39/16:9
Extras: Featurettes
Star
Viggo Mortensen
Kantig, hart gegen sich selbst, sportlich, gelegentlich mit Kernbeißerattitüde, diszipliniert und als "Offizier und Gentleman" vielseitig...
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Omar Sharif
Ägyptischer Weltstar. Seit seiner Rolle im Welterfolg "Doktor Schiwago" war Omar Sharif mit elegantem Auftreten, stolzer Erscheinung und...
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