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Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm

Die wahre und abenteuerliche Geschichte von Frank T. Hopkins, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts das längste Pferderennen der Welt gewinnen will.


Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm

Leihvideo

Erhältlich seit:
26.08.2004

Originaltitel: Hidalgo

Abenteuer

USA 2004
Laufzeit: 132 Min.
FSK: ab 12

Viggo Mortensen
Omar Sharif
Adam Alexi-Malle

Regie: Joe Johnston
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Aus dem Wilden Westen in die Hölle des Orients: ein Mann und sein Pferd auf einem unglaublichen Trip in einem bildgewaltigen Abenteuer.

Aus Mittelerde in die Spuren des Lawrence von Arabien: Viggo Mortensen als legendärer Reiter (Foto: Buena Vista) Großansicht

Aus Mittelerde in die Spuren des Lawrence von Arabien: Viggo Mortensen als legendärer Reiter (Foto: Buena Vista)

Es gibt Abenteuer im Leben, die sind noch viel aufregender als Kino. Dazu gehört die Geschichte des Frank Hopkins, der um 1890 mit seinem Hengst Hidalgo ein 3000-Meilen-Rennen durch die Sahara gewonnen haben soll. Kein Wunder, dass aus seinen Erlebnissen jetzt ein großer Hollywood-Film geworden ist.

Mit unbändiger Erzähllust breitet "Hidalgo" das Panorama eines einzigartigen Lebens aus: Im amerikanischen Westen wird Frank Hopkins Zeuge der Unterdrückung der Indianer. In seinem Job als Kurierreiter stellt er unwissentlich den Befehl für ein Massaker an den Sioux zu.

Scheich Riyadh (Omar Sharif) begrüßt seinen Gast Frank Hopkins (Foto: Buena Vista) Großansicht

Scheich Riyadh (Omar Sharif) begrüßt seinen Gast Frank Hopkins (Foto: Buena Vista)

Neuer Antrieb

Selbst ein Halbindianer, versucht er seine eigene Herkunft und schlechtes Gewissen zu verleugnen und stürzt sich in den Suff. Sein Ruhm als größter Langstreckenreiter der USA beginnt zu verblassen, als er ein unglaubliches Angebot erhält: gegen die besten arabischen Reiter im legendären Rennen Ocean of Fire anzutreten.

Erst lehnt er ab, doch dann sieht er eine Chance, seiner indianischen Herkunft endlich gerecht zu werden: Die Armee droht die Pferde seiner Stammesgenossen zu töten, es sei denn, jemand kann den Kaufpreis bezahlen.

Als Gewinner des Rennens wäre Hopkins dazu imstande. Aber erstmal landet er in einer völlig fremden Welt, voll stolzer Araber, die auf den unzivilisierten Cowboy mit Verachtung herabsehen. Doch mit jedem Tag des Rennens durch mörderische Hitze und tödliche Sandstürme, verdient er sich mehr Respekt.

Mehr Pferdeverständnis als viele Männer: Scheichtochter Jazira (Foto: Buena Vista) Großansicht

Mehr Pferdeverständnis als viele Männer: Scheichtochter Jazira (Foto: Buena Vista)

Held der Wüste

Als er in einem Indiana-Jones-reifen Zwischenspiel sogar noch die entführte Tochter eines Scheichs rettet, ist er der Held des Tages. Aber auch das Rennen selbst wird von Etappe zu Etappe aufreibender, denn einige Teilnehmer spielen falsch...

Ein Film über einen großen Wüstenritt beschwört natürlich den Vergleich mit Klassikern wie "Lawrence von Arabien" herauf. Tatsächlich gelingt es Kamerafrau Shelly Johnson, die gefährliche Schönheit der Wüste in grandiosen Bildern einzufangen.

Ein ungleiches Paar: Jazira und der Mann aus dem Westen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Ein ungleiches Paar: Jazira und der Mann aus dem Westen (Foto: Buena Vista)

Aragorn in Arabien

Sie und Regisseur Joe Johnston ("Jumanji") zeigen Gespür für die feinen Nuancen dieser historischen Welten, anstatt sie mit dem Weichzeichner zuzukitschen. Drehbuchautor John Fusco, der sich schon mit "Spirit" als Experte für Pferdeabenteuer zeigte, ist es zu verdanken, dass aus "Hidalgo" kein hurrapatriotisches Pamphlet wurde.

Stattdessen zeigt der Film einen modernen Amerikaner, der sich selbst reflektiert und in der Begegnung mit fremden Kulturen Inspiration sucht. Dafür konnte es keinen passenderen Darsteller geben als Viggo Mortensen, der als Aragorn in "Herr der Ringe" einen neuen Typ des nachdenklichen Helden prägte.

Wird Frank das gefährliche, über 3000 Meilen führende Pferderennen "Ocean of Fire" gewinnen? (Foto: Buena Vista) Großansicht

Wird Frank das gefährliche, über 3000 Meilen führende Pferderennen "Ocean of Fire" gewinnen? (Foto: Buena Vista)

Großes Kino

Einerseits strahlt er Sensibilität aus, andererseits ist er von seiner Physis her der ideale Actionstar. Sein Spiel wird ideal ergänzt von der überschwänglichen Emotionalität des Omar Sharif in der Rolle des Scheich Riyadh.

So bietet "Hidalgo" eine Ladung, die für zehn Filme reichen würde: Pferderomantik, exotische Abenteuer, historisches Flair, ungewöhnliche Charaktere und den Hauch von Liebe. Was will man mehr vom Kino?

Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm

"Seabiscuit" trifft auf "Last Samurai" in Disneys Leinwandabenteuer über einen Cowboy und seinen treuen Mustang, die Ende des 19. Jahrhunderts an der Welt längstem Pferderennen in der arabischen Wüste teilnehmen. Regisseur Joe Johnston ("Jurassic Park 3", "Jumanji") inszenierte mit großem Aufwand an Originalschauplätzen und lud das schwere Gewicht seiner zweistündigen Story auf die starken Schultern von "Der Herr der Ringe"-Star Viggo Mortensen in der Hauptrolle des einsamen Reiters. Der erreicht trotz größter Anstrengungen am Ende das Ziel, während Johnston schon nach der ersten Etappe erschöpft der epische Atem ausgeht, den sein Stoff verdient hätte.

Wie die großen Leinwandepen dieser Zeit - "Unterwegs nach Cold Mountain", "Last Samurai" - beginnt auch "Hidalgo" vielversprechend auf dem Schlachtfeld, in diesem Fall dem von Wounded Knee. Hier wird Frank Hopkins (Viggo Mortensen), Kurierreiter der amerikanischen Armee, Zeuge des Massakers an zahllosen Sioux-Indianern und versinkt, von den entsetzlichen Bildern verfolgt, in grenzenlosen Selbsthass, Alkohol und Agonie. Er schließt sich Buffalo Bill's Wild West Show an - als Attraktionsreiter mit dem "schnellsten und ausdauerndsten Pferd der Welt" und wird so von einem Scheich (Omar Sharif) eingeladen, zu beweisen, dass jener Mustang Hidalgo wirklich schneller ist als die edlen Rösser, die sich jährlich in einem 3000-Meilen-Rennen in der arabischen Wüste messen. Hopkins schlägt ein, findet sich kurz darauf als Außenseiter in einer fremden Welt wieder und erlebt hier unerwartete Abenteuer während einer strapaziösen Tor-Tour durch glutheißen Sand. Auf der Suche nach Wasser und Nahrung erfährt er die Erbarmungslosigkeit der Konkurrenten, wird beinahe kastriert, rettet die Scheichtochter vor Kidnappern, kämpft mit Sandstürmen, Heuschrecken und Leoparden und vor allem mit den Dämonen seiner Vergangenheit.

So reiht John Fuscos ("Spirit: Der wilde Mustang") Drehbuch Plotpoints aneinander, kann sich nicht entscheiden, ob es Abenteuer, Action oder sogar Liebesgeschichte sein will und vernachlässigt dabei die wirklich epischen Momente, die der Stoff bereithält. "Hidalgo" will von allem etwas - die Scheichtocher aus "Indiana Jones", den Scheich aus "Lawrence von Arabien", den - im übrigen wie alle Actionszenen fabelhaft inszenierten - Sandsturm aus "Die Mumie", den reitenden Außenseiter aus "Der Herr der Ringe", das Pferderennen aus "Seabiscuit", die Freundschaft zwischen Mensch und Tier aus allen Disney-Filmen, den Konflikt der Kulturen aus "Last Samurai". Während sich jedoch letzterer beispielsweise die Zeit nimmt, in die Seele seines Protagonisten vorzudringen, den genau wie Hopkins die Bilder eines Massakers verfolgen und der die Einladung in ein fremdes Land annimmt, um sich selbst in einer östlichen Kultur zu entdecken, bleibt Hopkins' Charakter eine Behauptung, der von Viggo Mortensen der bestmögliche Blick und die glaubwürdigste Haltung verliehen werden.

Tiefe gewinnt sein Frank Hopkins angesichts des oberflächlichen Skripts jedoch nur durch die eingangs offenbarte Tatsache, selbst indianischer Abstammung zu sein, womit eine interessante Parallele zum gemischten Blut seines vierbeinigen Freundes herausgestellt wird: Hidalgo ist halb Mustang, halb Indianer-Pony und damit schon mal Seelenverwandter. Viel mehr Nähe lässt sich jedoch auch zwischen Pferd und Reiter nicht entdecken - wenngleich die schönste Szene des Films, in der Hopkins Hidalgo aus einer Falle befreit und sich mit den Worten: "Niemand verletzt mein Pferd" an seinem Gegner rächt, auf dieser Freundschaft aufbaut, mit der Disney den Film bewirbt: Als auf Tatsachen basierende Geschichte eines Rennens und als Geschichte der Freundschaft eines Mannes und seines Pferdes. Gerade jene zwei Aspekte vernachlässigt Johnston jedoch, als traute er der Legende selbst nicht über den Weg. Vermutlich tut er damit Recht: Der echte Frank Hopkins wurde mittlerweile als mehrfacher Lügner entlarvt - es soll weder ein arabisches Rennen dieser Art gegeben haben, und erst Recht keines, das von Hopkins gewonnen wurde. cm.

Darsteller:  Viggo Mortensen   als Frank T. Hopkins
  Omar Sharif   als Scheich Riyadh
  Adam Alexi-Malle   als Aziz
  Zuleikha Robinson   als Jazira
  Louise Lombard   als Lady Anne Davenport
  Saïd Taghmaoui   als Prinz Bin Al Reeh
  Adoni Maropis   als Sakr
  Elizabeth Berridge   als Annie Oakley
  Frank Collison   als Texas Jack Omohundro
  Peter Mensah   als Jaffa
  J.K. Simmons   als Buffalo Bill Cody
  Silas Carson   als Katib
  Harsh Nayyar   als Yusef
  Floyd Westerman   als Häuptling Eagle Horn
  Victor Talmadge   als Rau Rasmussen
  Jerry Hardin   als Nate Salisbury
  C. Thomas Howell   als Preston Webb
  Joshua Wolf Coleman   als Der Kurde
  Steve Rimkus   als Leutnant
  Chris Owen   als Soldat
 
Regie:  Joe Johnston  
Buch:  John Fusco  
Musik:  James Newton Howard  
Kamera:  Shelly Johnson  
Produzent:  Casey Silver  

Viggo Mortensen kauft sein Film-Pferd

Viggo "Aragorn" Mortensen kann sich offenbar nur schwer von seinen Filmrollen verabschieden. Erst ließ er sein "Herr der Ringe"-Schwert als persönliches Andenken mitgehen - und nun hat er das Pferd aus "Hidalgo" gekauft.

Hat neuerdings ein Pferd auf dem Flur: Viggo Mortensen (Foto: Warner) Großansicht

Hat neuerdings ein Pferd auf dem Flur: Viggo Mortensen (Foto: Warner)

Viggo Mortensen zählt zu der Sorte Schauspieler, die sich so sehr mit ihrer Rolle identifizieren, dass sie nach getaner Arbeit nur schwer zurück ins normale Leben finden. Zuletzt geschah ihm das am Set der "Herr der Ringe"-Trilogie in Neuseeland.

Während den Drehpausen ließ "Aragorn" sein Schwert nicht etwa links liegen, sondern spazierte damit in den nächsten Supermarkt. Kein Wunder also, dass er das wertvolle Stück nach Abschluss der Produktion mit nach Hause nahm.

Erinnerungsstück auf vier Beinen

Auch der Mustang, nach dem sein aktueller Film "Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm" benannt ist, hat es dem Schauspieler mit dänischen Wurzeln mehr als nur angetan. Der heißblütige Vierbeiner, der ihm im Film zum Sieg bei dem spektakulären, aber äußerst gefährlichen Rennen "Ocean of Fire" verhelfen soll, grast mittlerweile im Garten von Mortensen - der hat seinen Leinwandpartner nämlich kurzerhand gekauft.

Seine Freizeit verbringt Viggo nun auf dem Rücken von "Hidalgo". Gerüchte, er würde bei diesen Ausritten seine Elbenklinge im Reisegepäck mitführen, wurden bislang allerdings nicht bestätigt...

 

Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm in der Fotoshow

 

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