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High Art

Vielfach ausgezeichnetes Drama um eine Frau, die sich von der Welt einer drogensüchtigen Lesbierin angezogen fühlt.


High Art (OmU)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
25.05.2001

Drama

USA 1997
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Ally Sheedy
Radha Mitchell
Patricia Clarkson

Regie: Lisa Cholodenko
PRO-FUN MEDIA

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High Art (OmU)

Als eine Art Schnappschuss aus der modernen Demi-Monde New Yorks versteht Lisa Cholodenko ihren Debütfilm. In der Welt der Kunstfotografie treffen sich Lebenshungrige und Lebensmüde, Parties und Drogen geben den ultimativen Kick, auch wenn die Suche nach Liebe meistens unerfüllt bleibt.

Endstation Sackgasse heißt es für die Protagonisten, die sich ausklinken aus den Nine-to-five-Jobs. In der Wohnung von Lucy Berliner, die an eine psychedelische Höhle erinnert, hängt ein buntes Volk herum - Fotografen, Modelle, Schauspieler, Szenetypen. Lucy einst selbst berühmte Fotografin, warf ihre Karriere vor Jahren hin, hängt am Heroin und lebt mit einer früheren Fassbinder-Heroin zusammen. Als die naive und junge Nachbarin Syd auftaucht, kommt die Wende. Die ehrgeizige Redakteurin eines Fotomagazins überredet Lucy, eine Titelstory zu entwerfen. Wer glaubt, die Story würde jetzt à la Hollywood in ein Happy End münden, wird enttäuscht. Lisa Cholodenko, von ihrem Mentor Milos Forman beim Drehbuchschreiben unterstützt und ermutigt, erzählt die Geschichte einer Leidenschaft mit düsterem Ausgang. Die von Lucy faszinierte Syd verliebt sich in die unberechenbare Frau, läßt ihren pflegeleichten Freund sitzen und genießt die Erfahrungen lesbischer Lust. Doch Lucy ist schon zu weit von der Realität entfernt, neuer Ruhm und neue Liebe haben nicht die Kraft, den Junkie aus der Scheinwelt zu befreien.

"High Art" läßt Assoziationen an die Popkultur zu Warhols Zeiten aufkommen, zeigt die Affinität zu der persönlichen Fotografie von Künstlern wie Jack Pierson, Nan Goldin oder Larry Clark, die das eigene Leben und das ihrer Freunde zur Kunst machten, bevor diese Form der Fotografie zum Werbe-Design verkam. Die First-Time-Regisseurin möchte nicht, daß man ihr Werk in die Schublade "Lesbenfilm" steckt, für sie ist "High Art" ein Drama über existentielle Dinge, in das sie ihre alltäglichen Beobachtungen einfließen lies. Mit dem zentralen Charakter Lucy schuf sie einen Archetypen, der mit dem Druck zum kommerziellen Erfolg nicht fertig wurde und wie so viele sensible Künstlerseelen sich aus der Gesellschaft entfernte, "im Dunkel einer anderen Welt" verschwand. Sehr gut gelungen ist die Zeichnung der gegensätzlichen Frauen und die Verbindung von persönlicher Fotografie und Drogen-Subkultur, Ally Sheedy brilliert als gebrochene Künstler-Ikone Lucy, erhielt für ihre fulminante Leistung den amerikanischen Filmkritiker-Preis. "High Art" wünscht man gute Resonanz in Arthouse-Kinos, die Ausstellung von JoJo Whildens Bilder, die im Film als Lucys Arbeiten erscheinen, zum Start in Berlin sollte den Kreis der Interessierten erweitern. mk.

Darsteller:  Ally Sheedy   als Lucy Berliner
  Radha Mitchell   als Syd
  Patricia Clarkson   als Greta
  Tammy Grimes   als Lucys Mutter
  Gabriel Mann   als James
  Bill Sage   als Arnie
  Anh Duong   als Dominique
  David Thornton   als Harry
 
Regie:  Lisa Cholodenko  
Buch:  Lisa Cholodenko  
Musik:  Shudder to Think  
Kamera:  Tami Reiker  
Produzent:  Dolly Hall  
  Jeffrey Levy-Hinte  
  Susan Stover  
 

High Art (OmU) in der Fotoshow

 

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