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High Crimes - Im Netz der Lügen

Militärthriller mit Ashley Judd und Morgen Freeman über einen des Mehrfachmordes angeklagten Elitesoldaten.


High Crimes - Im Netz der Lügen

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Erhältlich seit:
21.01.2010

Originaltitel: High Crimes

Thriller

USA 2002
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12

Ashley Judd
Morgan Freeman
James Caviezel

Regie: Carl Franklin
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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High Crimes - Im Netz der Lügen

Nach einem Einbruch gerät das Leben der erfolgreichen, glücklich verheirateten Verteidigerin Claire aus den Fugen. Ihr Ehemann Tom wird verhaftet und vor ein Militärgericht gestellt. Die Ehefrau erfährt, dass ihr Mann eigentlich Ron Chapman heißt und als Soldat einer Eliteeinheit zehn Jahre zuvor in El Salvador ein Massaker unter Zivilisten angeordnet haben soll. Trotz des Schocks hält Claire zu ihrem Mann und rekrutiert die Hilfe des abgehalfterten, ehemaligen Militär-Juristen Charlie Grimes, der sich mit Armeetribunalen bestens auskennt.

Krimi-Routinier Carl Franklin ("Teufel in Blau") inszenierte dieses Gerichtsdrama im Fahrwasser von ähnlich gelagerten Hits wie "Eine Frage der Ehre". Ashley Judd und Morgan Freeman, die sich nach "Denn zum Küssen sind sie da" hier erneut zusammen fanden, spielen sich so gekonnt die Bälle zu, dass die Unstimmigkeiten des Drehbuchs aufgefangen werden. Jim Caviezel ("Monte Cristo") bleibt trotz guten Aussehens leider etwas blass, doch Anhänger technisch solide gemachter Justizthriller werden sich bestens unterhalten.

High Crimes - Im Netz der Lügen

Der Serienmörderthriller "Denn sie sind zum küssen da" markierte die erste erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Ashley Judd und Morgan Freeman. Fünf Jahre später steht das bewährte Team in dem handwerklich routiniert von Carl Franklin inszenierten Militärgerichtsdrama "High Crimes" nun erneut gemeinsam vor der Kamera. Judd mimt eine Verteidigungsanwältin, deren Ehemann unvermittelt des mehrfachen Mordes angeklagt wird. Da sie über seine Vergangenheit als Elitesoldat bislang völlig im Unklaren war, dreht es sich hier nicht nur um eine Frage der Unschuld, sondern auch um seine Vertrauenswürdigkeit.

Militärgerichtsthriller haben beständig Konjunktur in Hollywood. Genrevertreter wie "Eine Frage der Ehre", "Mut zur Wahrheit", "Rules - Sekunden der Entscheidung", "Wehrlos - Die Tochter des Generals" und jüngst "Das Tribunal" wollen Zivilisten Einblick in das juristische System des Militärs geben, das sich nicht nur mit Schuld oder Unschuld befasst, sondern traditionell auch über moralische Werte wie Ehre, Patriotismus und selbstaufopfernde Kameradschaftlichkeit reflektiert. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Joseph Finder wird hier zusätzlich die Komponente von Verantwortlichkeit und Vertrauen zwischen Ehepartnern eingebracht. Darüber hinaus wird Judd - wie ihr zuvor Demi Moore und Meg Ryan - eine starke und selbstbewusste Frauenrolle eingeräumt, deren (vermännlichte) Femininität auf die disziplinsture Machobastion des Militärs prallt. Die Erzählstruktur erinnert insgesamt stark an die Adaptionen der Belletristik-Bestseller eines John Grisham ("Der Klient") oder James Patterson ("Im Netz der Spinne", letztjährig als Prequel zu "Denn sie ..." im Kino, in dem Freeman seine Rolle als Detective Alex Cross wiederholte), sodass die meisten erhofft unerwarteten Plotwendungen von so manchem Zuschauer bereits im Schlaf einkalkuliert werden können.

Der knappe Prolog zeigt die Szenerie eines Massakers in einem kleinen Dorf in El Salvador im Jahr 1988. Neun Leichen liegen aufgereiht am Boden, es wimmelt von amerikanischen Soldaten, die durch das Chaos laufen. Über eine Dekade später wird mit dem Idyll von Claire Kubicks (Judd) Leben angeknüpft. Die prominente Anwältin geht in ihrer Karriere auf, ist mit dem gutaussehenden Tom (Jim Caviezel aus "Monte Cristo") verheiratet und wünscht sich nichts sehnlicher als ein Baby. Doch nach einem Einbruch in ihr Haus (Fingerabdrücke!), wird Tom verhaftet und vors Militargericht gestellt: Sein richtiger Name sei Ron Chapman, er soll für die Leichen des Prologs verantwortlich sein. Claire fällt aus allen Wolken, doch sie hält zu ihrem Mann und verteidigt ihn vor Gericht. Ihr zur Seite stehen der Militäranwalt Embry (Adam Scott als grüner Junge mit unklaren Loyalitäten) und der abgehalfterte Jurist Charlie Grimes (zuverlässig wie immer: Freeman). An der Spitze der politisch motivierten Mordintrige befindet sich laut Tom der General Marks (Bruce Davison), doch Claires Vertrauen in Tom wird zusätzlich erschüttert, als sie von seiner Ausbildung erfährt, Lügendetektortests erfolgreich bestehen zu können. Es entfaltet sich ein recht konventionelles Whodunnit, das mit einiger Gefahr für Claires leibliches Wohl und für die fortwährende Abstinenz des alkoholkranken Grimes verbunden ist.

Judd und Freeman verfügen über eine kollegial-kumpelhafte Chemie: Man sieht den beiden einfach gerne zu, wie sie sich routiniert die Bälle zuspielen. Die Story selbst mag zwar nicht immer plausibel sein, und um den besten Film des einst so innovativen und grundlegend interessanten Regisseur Franklin ("One False Move", "Teufel in Blau") handelt es sich ganz gewiss nicht, doch Fans grundsolider Thrillerunterhaltung - eben im Stil anderer erfolgreicher Trivialthriller wie "Im Netz der Spinne" oder "Denn zum Küssen sind sie da" - werden sich allemal kurzweilig unterhalten fühlen. ara.

High Crimes - Im Netz der Lügen

Claire Kubiks Welt steht Kopf. Eben noch war die profilierte Topanwältin in glücklicher Ehe mit dem Ex-Marine Tom verheiratet. Schlagartig zerbricht dieses Idyll, als Tom festgenommen und vor dem Militärgericht des Mordes angeklagt wird. Ron Chapman, so Toms angeblich wahrer Name, soll zehn Jahre zuvor bei einem Einsatz in El Salvador neun Menschen massakriert haben. Claire hält zu ihrem Mann. Ihr zur Seite stehen der Militäranwalt Embry sowie der unkonventionelle Jurist Grimes. Zwar deuten immer mehr Indizien auf eine hochrangige Verschwörung hin, doch erschüttern Claires Nachforschungen zunehmend auch ihr Vertrauen in Tom.

Quelle: Studiocanal

Audiokommentar von Regisseur Carl Franklin; Featurettes (Ein militärisches Geheimnis; Razzia im Unionsviertel; Eine andere Art von Rechtsprechung; Wie man einen Lügendetektor überlistet; Wieder vereint; Autounfall); Starprofile (Ashley Judd; Morgan Freemann; Jim Caviezel); B-Roll; Trailer; Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Ashley Judd   als Claire Kubik
  Morgan Freeman   als Charles Grimes
  James Caviezel   als Tom Kubik
  Adam Scott   als Embry
  Amanda Peet   als Jackie Grimaldi
  Bruce Davison   als Brig. General Marks
  Tom Bower   als Mullins
  Juan Carlos Hernandez   als Major Hernandez
  Michael Gaston   als Major Waldron
  Jude Ciccolella   als Colonel Farrell
  Emilio Rivera   als Salvadorianer
  Michael Shannon   als Abbott
  John Billingsley   als Oshman
  Dendrie Taylor   als Lola
  Paula Jai Parker   als Gracie
  John Apicella   als Franklin
  Dawn Hudson   als La Pierre
  Samuel Sheng   als Josh
  Julie Remala   als Mrs. Stenstrom
  Jesse Beaton-Franklin   als Ramona Phillips
  Maureen McVerry   als Anwältin
 
Regie:  Carl Franklin  
Buch:  Yuri Zeltser  
  Grace Cary Bickley  
Musik:  Graeme Revell  
Kamera:  Theo van de Sande  
Produzent:  Arnon Milchan  
  Janet Yang  
  Jesse Beaton-Franklin  

Freeman in "Freedomland"

Morgan Freeman scheint zum Workaholic mutiert. Schon wieder hat er eine Zusage zu einem großen Projekt gegeben. In "Freedomland" übernimmt der Amerikaner die Hauptrolle.

Fühlt sich top-fit:<br />Morgan Freeman

Fühlt sich top-fit:<br />Morgan Freeman

Zeit zum Ausspannen hat Morgan Freeman derzeit nicht eingeplant. Normalerweise gönnt sich der Vorzeigemime schon mal ein Jahr Leinwandpause. So war er 1999 und 2001 in keinem einzigen Film zu sehen. Wenn er aber mal am Arbeiten ist, dann werkelt er im Akkord. Beispiel gefällig: Im Jahr 2000 wirkte er gleich in drei Filmen mit ("Under Suspicion - Mörderisches Spiel", "Im Netz der Spinne", "Nurse Betty") und auch im letzten Jahr hatte er zwei große Auftritte ("High Crimes", "Der Anschlag").

2003 geht ähnlich arbeitsam weiter. Nachdem er schon die Zusage für die Fortsetzung von "Sieben" gegeben hatte, hat er sich jetzt auch die Hauptrolle in "Freedomland" geangelt. Der Film basiert auf dem Kriminalroman "Wintermärchen" von Richard Price.

Die Geschichte, die Michael Winterbottom inszeniert, erzählt von einer verzweifelten Mutter, deren Kind auf mysteriöse Weise entführt wird. Die anschließende Suche nach der Wahrheit erweist sich als gefährliches Unterfangen. In die Rolle der Mutter wird Julianne Moore schlüpfen.

Die erste Klappe fällt im September.

 

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