Vordergründig sauer darüber, die Titelrolle in der Schulbühnenaufführung von "Anne Frank" verloren zu haben, in Wahrheit aber allein, um berühmt zu werden, bezichtigt die häuslicherseits umfassend verstörte Millionärstochter Kimberly ihren für das Casting zuständigen Englischlehrer Mr. Anderson in großem Stile und völlig grundlos der sexuellen Nötigung. Prompt springen Klatschmedien, Trittbrettfahrer und kamerafeste Staranwälte auf den Zug, zerbrechen Freundschaften, Ehen, Familien.
Mehr Ähnlichkeit mit bissigen Gesellschaftsbeobachtungen à la "American Beauty" als mit typischen Teenager-Hochschulkomödieen à la "American Pie" hat diese gleichwohl wie letzteres beginnende Jungdamen-Intrigenspiel um kleine Manipulationen unter Freunden, den Wunsch nach Anerkennung und die immerwährende öffentliche Begeisterung für pikante Schmutzgeschichten. Nicht jederzeit gelingt die Balance zwischen Sex, Situationskomik und dramatischem Tiefgang, doch sollten anspruchsvolle Freunde von Drama und Teeniefilm auf ihre Kosten kommen.