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Kaufvideo
Erhältlich seit:
18.02.2010
Österreich 1998
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 6
Roland Düringer
Nina Proll
Rudolf Rohaczek
Regie: Harald Sicheritz
EuroVideo Bildprogramm

Das österreichische Kino lebt - und zwar gewaltig. "Hinterholz 8" läßt gar an die guten alten Wien-Film Zeiten erinnern. Seit "Hofrat Geiger" und den "Sissi"-Filmen ist "Hinterholz 8" der erfolgreichste österreichische Film: 800.000 Österreicher haben den Film, der zu Hochzeiten in 80 Kinos lief, gesehen, so hat der auf einem Kabarettstück von Roland Düringer basierende Film sogar "Godzilla" 1998 in der Alpenrepublik vom "Stockerl" gestoßen. Bitterböse, schadenfroh und bisweilen auch tragisch präsentiert die Dor-Film-Produktion ein "Stirb langsam" für den Häuselbauer, das keinen Zuschauer ruhig im Sessel sitzen läßt.
"Schön ist das Gefühl, erwartet zu werden. Groß ist die Freude auf die Rückkehr in das Haus, das der Mittelpunkt unseres Lebensraumes, die Quelle unserer Zufriedenheit ist", wirbt eine Fertighausfirma. Zufrieden will die Familie Krcal auch sein und ein eigenes Haus ist ihr größter Wunsch; die verkehrsgünstig gelegene Wohnung direkt am Wiener Gürtel macht sie nicht glücklich. Aber das erträumte Eigenheim ist auch in weiter Ferne, die drei können sich es einfach nicht leisten. Die Arbeitskollegen wissen wie immer alles besser und raten Herbert Krcal (Roland Düringer) und seiner Frau Margit (Nina Proll), ein Grundstück zu kaufen und selbst drauf loszuwerkeln. Bei einem Spaziergang findet die Familie eine Ruine, kauft sie und macht sich ans Renovieren. Doch schon am ersten Tag klappt nichts so wie es sich Herbert vorstellt. Er demoliert sein Auto, zuerst aus Versehen, letztlich aus voller Wut: "Made in Japan, destroyed in Sulz im Wienerwald!" Der Traum vom Haus wird wahr - ein böses Erwachen steht bevor, denn die Bank ist nicht so nett, wie es anfangs scheint. Alfred Dorfer ("Indien") brilliert als schleimiger Bankangestellter, der Herbert eine halbjährliche Tilgung empfiehlt, denn dann falle ja die monatliche weg. Immer tiefer schlittern die Krcals in den finanziellen und familiären Abgrund. Herbert: "Mir wochst des Haus übern Kopf. Mei Frau red nix mehr mit mir, weu i letzte Wochn zum erstenmal 'Oide' zu ihr gsogt hob - dabei is ma da Namen net eingfoin, des woa a Notlösung."
"Hinterholz 8" lebt natürlich von seinem trockenen Humor, vom typischen anarchischen österreichischen Witz und der Sprache, die vieles leichter erscheinen läßt, als es wirklich ist. Wie schon im Falle des auch in deutschen Kinos erfolgreichen "Indien" (mehr als 120.000 Kinobesucher), hievt der Film wieder einmal ein erfolgreiches Kabarettprogramm auf die Leinwand, emanzipiert sich aber gleichzeitig von diesem "Genre". Im Gegensatz zu den früheren Filmen des Regisseurs Sicheritz verzichtet der Filmemacher wohltuend oft auf Spaßeinlagen, die seine früheren Filme "Freispiel", "Muttertag" zu Nummern-Revuén verkommen ließen. Weihnachten am Abgrund der Existenz wird ohne aufgesetzte Pointen dargestellt - die Charaktere diese bitterbösen, langsam eskalierenden Austro-Variante von "Der Rosenkrieg" bleiben glaubhaft. So sieht man dem Film manche Unebenheit (das Produktionsdesign scheint von zwei, immer deutlich lesbaren Firmen gespendet worden zu sein), dumme Späße, z.B. ein Striptease im Baumarkt, und den unispirierten Schluß gerne nach. Wenn man alles verstehen kann, es gibt ja deutsche Untertiteln, ist der Film, hintersinnig, hinterhältig, hinterfotzig und oft einfach ganz, ganz böse - oder: hinterholzig. zyk.
Wien. Innenstadt. Fenster straßenseitig, dritter Stock, kein Lift. Kein Wunder, dass Herbert Krcal (Roland Düringer) und seine Frau Margit (Nina Proll) mit ihrem Sohn (Rudolf Rohaczek) aufs Land flüchten wollen. Nur leider sind die Ersparnisse nicht ausreichend ... bis sie im Wienerwald ihr Traumhaus finden. 'Etwas' renovierungsbedürftig, aber in wundervoller Lage. Dass dieses Haus ihr persönliches Waterloo werden wird, können die beiden noch nicht ahnen.
Ein skrupelloser Bänker (Josef Hader) ist nett ... noch! Zwei Arbeitskollegen (Wolfgang Böck und Reinhard Nowak) wollen bei der Renovierung helfen, nur ob das so eine gute Idee ist? Ein hinterhältiger Bürgermeister der ein dunkles Geheimnis hat, die Ratenzahlung für das neue Auto (das während der Bauarbeiten auch schon mal die Wut des Häuslebauers zu spüren bekommt ... mit der Spitzhacke), die Nachmieterin der alten Wohnung und absolut inkompetente Baumarkt-Mitarbeiter sind nur kleine Teile, die in den Untergang der Ehe, der Finanzen und der Psyche von Herbert führen ...
Quelle: EuroVideo
| Darsteller: | Roland Düringer | als Herbert Krcal | |
|---|---|---|---|
| Nina Proll | als Margit Krcal | ||
| Rudolf Rohaczek | als Philipp Krczal | ||
| Wolfgang Böck | als Meier | ||
| Eva Billisich | als Silvia | ||
| Reinhard Nowak | als Sepp | ||
| Alfred Dorfer | als Eberl | ||
| Lukas Resetarits | als Willi | ||
| Regie: | Harald Sicheritz | ||
| Buch: | Harald Sicheritz | ||
| Roland Düringer | |||
| Musik: | Lothar Scherpe | ||
| Peter Herrmann | |||
| Kamera: | Walter Kindler | ||
| Produzent: | Danny Krausz | ||
| Dr. Kurt Stocker | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,66/4:3
Star
Nina Proll
Nina Proll gilt als das Multitalent des österreichischen Films. Sie ist nicht nur eine gefragte Schauspielerin, sondern singt und tanzt regelmäßig...
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