VHS Leihvideo

Hip Hop Hood - Don't Be a Menace to South Central While Drinking Your Juice in the Hood

Blaxploitation-Ulk, der in Fernseh-Comedy-Manier gesellschaftskritische Hood-Filme aufs Korn nimmt.


Hip Hop Hood - Don't Be a Menace to South Central While Drinking Your Juice in the Hood

Leihvideo

Erhältlich seit:
21.05.2001

Originaltitel: Don't Be a Menace to South Central While Drinking Your Juice in the Hood

Komödie

USA 1996
Laufzeit: 85 Min.
FSK: ab 16

Shawn Wayans
Marlon Wayans
Tracey Cherelle Jones

Regie: Paris Barclay
Dominik Handelsvertretung

Bild 1 von 1

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Hip Hop Hood - Don't Be a Menace to South Central While Drinking Your Juice in the Hood

Der Titel ist unmißverständlich Programm: Die TV-erprobten Wayans-Brüder Shawn und Marlon parodieren in der haltlos-ungenierten Ghetto-Komödie sämtliche engagierten wie gesellschaftskritischen Hood-Filme (und mehr) der letzten Jahre ohne Rücksicht auf Verluste. Die teils zusammenhangslose Aneinanderreihung sketchhafter Szenen, deren Gagskala von umwerfend witzig bis erdrückend platt reicht, verleihen dem Ulk oftmals den Charakter einer Fernsehcomedy.

Bruder Keenen Ivory Wayans ("Mr. Cool") nahm in dem Blaxploitation-Klamauk "I'm Gonna Git You Sucka" farbige 70er-Jahre-Helden á la Shaft oder Superfly aufs Korn. Nun unterziehen seine jüngeren Brüder und "In Living Color"-Kollegen das New Black Cinema einer gnadenlos geschmacklosen, "Nackte Kanone"-artigen Kalauerkur. Dabei finden sie ihren Veralberungsstoff vorrangig in "Boyz'n The Hood - Jungs im Viertel" und "Menace II Society", nach deren Muster sie den Alltag einer Posse von vier Freunden im Schwarzen-Ghetto verfolgen.

Ashtray (Shawn Wayans imitiert den anständig-naiven Tre aus "Boyz") wird von seiner Mutter (die sich sogleich verabschiedet, da es "in dieser Art Film keinen Platz für positive Frauenrollen gibt") in South Central bei seinem Vater, der jünger ist als er, abgesetzt. Von nun an gammelt Ashtray mit seinem Cousin Loc Dog (Marlon Wayans verballhornt das Macho-Gehabe von Homeboy O'Dog in "Menace") - der seine Schußwaffen farbkoordiniert mit seinen Turnschuhen trägt - und dessen Kumpeln, dem Afropuristen Preach (Chris Spencer) mit Vorliebe für weiße Mädchen und dem tanzverrückten Rollstuhlfahrer Crazy Legs (Suli McCullough), herum. Es folgen teils wahllos aneinandergereihte Fragmente aus quasi jedem Release, das unter die Sparte "schwarz und sozial engagiert" fällt, aber auch "Stand By Me" und "9 1/2 Wochen" werden gagtechnisch verwurstet.

Ohne sonderliche Finesse wurde die simple Parodie, die nur vereinzelt Ansätze von beißender Satire aufweist, von Musikvideo-Regisseur Paris Barclay in Szene gesetzt. In dieser Hinsicht wundert es fast schon ein wenig, daß vom stargespickten R&B-Soundtrack im Film nur wenig vernehmbar ist.

Alles in allem ist es zwar nicht unbedingt Voraussetzung über ausgeprägte Kenntnisse in zeitgenössischem afroamerikanischen Filmkulturgut zu verfügen, um vom New Blaxploitation Cinema der Wayans Brüder kurzweilig unterhalten zu werden, einen Vorteil stellen sie dennoch dar. ara.

Darsteller:  Shawn Wayans   als Ashtray
  Marlon Wayans   als Loc Dog
  Tracey Cherelle Jones   als Dashiki
  Chris Spencer   als Preach
  Suli McCullough   als Postbote
  Darrell Heath  
  Helen Martin  
  Isaiah Barnes  
  Lahmard Tate  
  Keenen Ivory Wayans  
 
Regie:  Paris Barclay  
Buch:  Shawn Wayans  
  Marlon Wayans  
  Phil Beauman  
Musik:  John Barnes  
Kamera:  Russ Brandt  
Produzent:  Keenen Ivory Wayans  
  Eric L. Gold  
 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Keenen Ivory Wayans

Mit der überschäumenden Teen-Scream-Parodie "Scary Movie" (so sollte der Teenage-Horror-Hit "Scream" ursprünglich heißen), der...