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Hiroshima, mon amour

Alain Resnais' Adaption des Romans von Marguerite Duras über die Erinnerungen einer französischen Schriftstellerin an Liebe und Leben während des Zweiten Weltkriegs.


Hiroshima, mon amour

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Erhältlich seit:
26.10.2005

Drama

Frankreich/Japan 1959
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 16

Emmanuelle Riva
Eiji Okada
Stella Dassas

Regie: Alain Resnais
Concorde Home Entertainment

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Hiroshima, mon amour

Eine verheiratete französische Schauspielerin, die in Hiroshima an einem Film arbeitet, lernt einen japanischen Architekten kennen und beginnt eine Affäre, die zwar von kurzer Dauer, jedoch umso intensiver ist. Der Geliebte, der selbst den Krieg erlebte, ruft bei der Französin Erinnerungen wach: An ihr Verhältnis mit einem deutschen Soldaten während des Zweiten Weltkriegs, der am Tag der Befreiung erschossen und sie selbst als Kollaborateurin angeklagt wurde.

Alain Resnais' anspruchsvoller, unkonventioneller Schwarzweißfilm ist das Ergebnis seiner Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin Marguerite Duras, die das Drehbuch schrieb und dafür für den Oscar nominiert wurde. Die Bilder folgen einer sorgfältig erdachten inneren Logik, bei der durch ungewöhnliche Schnitte, häufige Rückblenden und Bildzitate, u.a. aus dem Dokumentarfilm "Hiroshima" von Hideo Sekigawa, neue Zeitkoordinaten geschaffen werden. Die suggestive Vermischung von Realität und Fiktion, die sich an die Erzählformen des französischen noveau roman anlehnt, übte großen Einfluß auf spätere Formen avantgardistischer Filmkunst aus.

Hiroshima, mon amour

Der außergewöhnliche Liebesfilm und erste Spielfilm von Alain Resnais verwebt Gegenwart und Erinnerung, Krieg und Frieden, Realität und Fiktion zu einer ebenso poetischen wie melancholischen und bewegenden Geschichte.

Die französische Schauspielerin Elle reist im Jahr 1957 zu Filmaufnahmen nach Hiroshima, wo die entsetzliche Vergangenheit der Stadt auch noch über ein Jahrzehnt nach dem Kriegsende immer und überall fühlbar und gegenwärtig ist.

Als Elle an ihrem vorletzten Drehtag dem japanischen Architekten Lui begegnet und eine kurze, aber umso leidenschaftlichere Liebesbeziehung mit ihm beginnt, werden mit der Erinnerung an ihre erste große Liebe auch ihre traumatischen Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg in Frankreich wach. In ihrer einzigen gemeinsamen Liebesnacht mit Lui erzählt sie ihm von ihrer großen Liebe zu einem deutschen Besatzungssoldaten. Sie vertraut ihm eine Geschichte an, die sie bisher noch niemanden erzählt hat, der fremde Liebhaber wird in dieser Nacht zum engen Vertrauten. Mehrere Tausend Kilometer von ihrem Heimatort Nevers entfernt verbinden sich für sie die grauenvollen Kriegsgeschehen in Japan und Frankreich, ihre Liebe zu Lui und zu dem deutschen Soldaten, Gegenwart und Vergangenheit.

Während der deutschen Besetzung Frankreichs durch Hitler-Deutschland hatte Elle sich in einen deutschen Soldaten verliebt, der am Tag der Befreiung vor ihren Augen erschossen wurde. Da diese Liebe nicht unentdeckt blieb, wurden Elle als Zeichen der Schande und Scham die Haare rasiert, ihre Eltern versteckten sie zunächst vor dem Zorn der übrigen Dorfbewohnern - diese werfen auch ihr Kollaboration mit den Deutschen vor - im Keller ihres Hauses und schickten sie anschließend heimlich ins ferne Paris. Über das tragische Ende dieser ersten großen Liebe ist Elle nie hinweggekommen, Jahre später wird sie nun in einem Hotelzimmer in Hiroshima wieder ganz gegenwärtig.

Aber auch für ihre Liebe zu Lui gibt es keine Zukunft. Schon in wenigen Stunden wird Elle abreisen, während er zurückbleibt, genau wie Lui ist Elle verheiratet. Den beiden bleiben nur diese 24 Stunden in Hiroshima und ihre Liebesnacht in einem Hotel in der Stadt. 24 Stunden, um die Gegenwart zu erleben, aber auch der Vergangenheit, den persönlichen Erinnerungen und Schmerzen wieder zu begegnen. An einem Ort, der für eine Liebesbeziehung am wenigsten vorstellbar ist.

"Hiroshima mon Amour" gilt als das Meisterwerk der Nouvelle vague, die Ende der 50er Jahre mit neuen Stilmitteln und Erzählmethoden das Kino revolutionierte. Für Marguerite Duras, die Alain Resnais mit dem Drehbuch beauftragte, bedeutete der Film der internationale Durchbruch und brachte ihr eine Oscar Nominierung ein.

Quelle: Concorde

Darsteller:  Emmanuelle Riva  
  Eiji Okada  
  Stella Dassas  
  Pierre Barbaud  
  Bernard Fresson  
 
Regie:  Alain Resnais  
Buch:  Marguerite Duras  
Musik:  Giovanni Fusco  
  Georges Delerue  
Kamera:  Sacha Vierny  
  Michio Takahashi  
Produzent:  Samy Halfon  
 

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