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Histoire(s) du cinéma

Assoziative Collage von Jean-Luc Godard, die Historie und Philosophie mit Filmgeschichte vermengt.


Histoire(s) du cinéma (2 DVDs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
30.10.2009

Originaltitel: Histoire(s) du cinéma - 3A: La monnaie de l'absolu / 4A: Le contrôle de l'univers

Dokumentarfilm/ Film

Frankreich/Schweiz 1997
Laufzeit: 264 Min.
FSK: Info-/Lehrprogramm

Jean-Luc Godard
Sabine Azéma

Regie: Jean-Luc Godard
absolut MEDIEN

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Filmregisseur Jean-Luc Godard macht sich auf die Suche nach dem Kino. Parallel zur Geschichte des 20. Jahrhunderts durchforstet er diese so bedeutende Kunstform jener Epoche. In fließender Schnittfolge werden entsprechende visuelle Schnipsel in Montage präsentiert: Zum Beispiel von Ereignissen wie dem Holocaust, Personen wie Chaplin, Hitchcock, Hitler wie auch von berühmten Spielfilmen. Zusammen mit der verschiedenste Formen annehmenden Kommentierung hält das Ganze den Zuschauer in Atem.

Die auf 1997 datierende Dokumentation übers Kino im Laufe des letzten Jahrhunderts erscheint als Art Resümée von Altmeister Jean-Luc Godard. Jahrelang hat der im Rahmen der "Nouvelle Vague" in den 1960er-Jahren weltberühmt gewordene Filmemacher ("Außer Atem") an diesem Werk gearbeitet. Begriffe wie Chronologie und Schlüssigkeit sind ihm dabei zunächst einmal fremd. In bewusst diffuser Weise unternimmt er hier den Versuch, einen ganz eigenen Kunstbegriff im weiten historischen Feld zu platzieren.

Als Jean-Luc Godard seine Geschichte(n) des Kinos nach zehn Jahren Arbeit fertig gestellt hatte, überschlugen sich die Kritiker vor Begeisterung: Die Le Monde Diplomatique bezeichnete Histoire(s) du cinéma als "unvergleichliches Meisterwerk", die Süddeutsche Zeitung sprach von seinem "schönstem, persönlichsten, überzeugendstem Werk". Tatsächlich erfindet Godard hier die Gattung des Essays im Medium des Videos neu: Er nimmt Schlüsselbilder der Filmgeschichte aus ihrem Zusammenhang, konfrontiert sie mit Werken der bildenden Kunst, überblendet, spult vor und zurück und kommentiert - nicht nur mit Worten, sondern auch mit Musik. Godard benutzt den Schneidetisch als Zeitmaschine, in acht Kapiteln erzählt er die Geschichte des 20. Jahrhunderts und die des Kinos, eine Geschichte, die für ihn mit der Videotechnik an ihr Ende gekommen ist: "Das Kino ist eine Idee des 19. Jahrhunderts, die ein Jahrhundert gebraucht hat, um sich zu verwirklichen und zu verschwinden.", , Mit Filmen wie Außer Atem (1960) und Die Verachtung (1963), Pierrot le Fou (1965) und Weekend (1967) gilt der 1930 geborene Schweizer Jean-Luc Godard als " einflußreichster Filmemacher der Welt". (Die Zeit) Seine Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, 2007 erhielt er den Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk.

Quelle: absolut Medien

- Essay von Klaus Theweleit
- Booklet mit Materialien und Interviews

Quelle: absolut Medien

Darsteller:  Jean-Luc Godard  
  Sabine Azéma  
 
Regie:  Jean-Luc Godard  
Buch:  Jean-Luc Godard  
 

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