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Hollow Man - Unsichtbare Gefahr

Von sensationellen Effekten gekrönter Horrorschocker über einen Wissenschaftler, der als Unsichtbarer den Verstand verliert und zur Mordmaschine wird.


Hollow Man - Unsichtbare Gefahr (Director's Cut)

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Erhältlich seit:
06.12.2007

Originaltitel: Hollow Man

Science Fiction/ Thriller

USA 2000
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 16

Kevin Bacon
Elisabeth Shue
Josh Brolin

Regie: Paul Verhoeven
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Hollow Man - Unsichtbare Gefahr (Director's Cut)

In einem streng geheimen Regierungsprojekt forschen der charismatische Dr. Sebastian Caine und sein eingeschworenes Team an einem Serum zur Unsichtbarwerdung. Leider ist die Formel noch nicht ganz ausgereift, als der egomanische Caine zu einem Selbstversuch greift und sich selbst devisualisiert, ohne freilich seine Rückkehr in den Normalzustand bewerkstelligen zu können. Nun entwickelt sich der zunehmend irrational handelnde Chef zur allgemeinen Gefahrenquelle - insbesondere für seine nunmehr mit einem ungeliebten Kollegen verbandelte Ex-Frau...

Paul Verhoeven, spätestens seit "Basic Instinct" Hollywoods ausgewiesener Spezialist für üppig ausgestatteten Hochglanz-Trash, knöpft sich passend zur Horrorwelle die Geschichte vom Unsichtbaren vor. Kevin Bacon, zuletzt mit "Echoes" erfolgreich, liefert sozusagen das unmoralische Gegenstück zum angstgetriebenen Chevy Chase aus Carpenters "Jagd auf einen Unsichtbaren", unter dessen Aktivitäten besonders Elisabeth Shue aus "Leaving Las Vegas" zu leiden hat. Gut besetztes, wirkungsvolles Horrorkino mit sensationellen Effekten.

Hollow Man - Unsichtbare Gefahr (Director's Cut)

Unverkennbar ein echter Paul Verhoeven! Obwohl sich der Exil-Niederländer für seine letzte Big-Budget-Extravaganz "Hollow Man" (Budget: 95 Mio. Dollar) ein neues Genre vorgenommen hat, sind die Parallelen vor allem zu seiner letzten Arbeit "Starship Troopers" unübersehbar: Auch die Horrorstory eines genialen Wissenschaftlers, der als Unsichtbarer all seinen niederen Instinkten freien Lauf lässt und als mordendes Monster seine dunkle Seite umarmt, ist an der hyperreal funkelnden Oberfläche ein berechnend banaler, grotesk geradliniger Genrefilm. Wer mehr als den bloßen Thrillride mit bahnbrechenden Spezialeffekten sehen will, dem bieten sich hinter den Plastikbildern in bester Verhoeven-Manier eine Vielzahl von provokativen Subtexten und Themen an, die allerdings nie vom vordergründigen Spektakel ablenken.

Der menschliche Körper ist es, der stets im Mittelpunkt von Verhoevens kontroversen Arbeiten steht: als hübsch anzusehendes Kanonenfutter, als Gegenstand geiler Begierde, als beliebig formbares Werkzeug. Und als sterbliche Hülle dessen, was den europäischen Tabubrecher vor allem in seinen amerikanischen Arbeiten tatsächlich am brennendsten interessiert: die menschliche Seele mit all ihren Verzweigungen in dunkle Abgründe, sexuelle Obsessionen und mühsam zurück gehaltene Gewaltimpulse. Kein Film Verhoevens zeigt dies deutlicher als "Hollow Man", ein zynisches Glaubensbekenntnis, in dem der Regisseur seinen Helden buchstäblich Stück um Stück entblättert - bis Nichts übrig bleibt: Seele, Mitgefühl, Menschlichkeit finden sich offensichtlich nicht im Kern des Menschen.

Ausgehend von dieser deprimierenden Betrachtung und der Erkenntnis Platos, dass nur die Kontrolle der Umwelt und die Angst vor Bestrafung das Individuum davon abhält zu stehlen, brandschatzen, vergewaltigen und morden, kommt Verhoeven in seinem Moraldrama schnell zur Sache: Der geniale Wissenschaftler Sebastian Caine arbeitet mit seinem jungen Team in einem von Regierung und Militär unterstützten Geheimlabor an der Entwicklung eines Serums, das unsichtbar - und wieder sichtbar - machen soll. Nachdem es Sebastian in einer einmaligen Sequenz, die zweifellos in die Filmgeschichte eingehen wird, gelingt, einen bereits unsichtbaren Gorilla wieder sichtbar zu machen, will er nicht länger warten und erprobt das Serum trotz aller Warnungen seiner Kollegin und ehemaligen Freundin Dr. Linda Foster an sich selbst. Der Zustand der Unsichtbarkeit verstärkt die Negativeigenschaften Caines, der die Allmacht Gottes durch seine unsichtbaren Adern strömen spürt. Als seine Kollegen scheitern, ihn wieder sichtbar zu machen, und er entdeckt, dass Linda ein Verhältnis mit einem anderen Mitglied des Teams hat, übernimmt Sebastians dunkle Seite die Kontrolle.

In bester Trash- und Pulp-B-Filmmanier zieht Verhoeven die Spannungsschraube an, fesselt den Zuschauer mit drei atemberaubenden Verwandlungssequenzen, die die Effekte von "Matrix" aussehen lassen wie einen Woody-Allen-Film, und stürzt den Zuschauer dann in eine fast halbstündige Klimax, in der "Hollow Man" im labyrinthartigen Labor Jagd auf seine Kollegen macht, bis Lisa den selbsternannten Gott buchstäblich zur Hölle schickt. "Hollow Man" ist kein Horrorfilm, der dem Zuschauer Albträume verschaffen soll. Er will ihn vielmehr in die Bluttaten des Monsters implizieren. Ganz bewusst wählte der Regisseur eine Kulisse, die in Look und Ton an Sitcoms und ihre eindimensionalen Figuren erinnert (einige Nebendarsteller kennt man aus Sitcoms): Faszinierend und charismatisch ist nur Sebastian Caine, von Kevin Bacon perfekt gespielt und später beeindruckend gesprochen: Mit ihm soll sich der Kinogänger identifizieren - ein Film als Experiment, wie weit man einem Helden beim Abstieg ins Herz der Finsternis folgt. Erst spät darf sich Elisabeth Shue aus ihrer passiv-farblosen Rolle lösen und sich dem Killer stellen. Wenn sie ihn zum Duell herausfordert, muss sich der Zuschauer entscheiden, auf welcher Seite er steht. Dass er beim Verlassen des Kinos vermutlich über die aufregenden Effekte sprechen wird, entbindet ihn nicht von der Verantwortung, sich Gedanken darüber zu machen, wie sehr er sich von Verhoevens aggressivem, sexuell aufgeladenen Mad-Scientist-Szenario hat verführen lassen.ts.

Hollow Man - Unsichtbare Gefahr (Director's Cut)

Der brillante und ehrgeizige Wissenschaftler Sebastian Caine (Kevin Bacon) und sein Team haben im Auftrag des Pentagon eine Substanz entwickelt, die es vermag, Menschen unsichtbar zu machen. Caine, berauscht von seiner Entdeckung, ignoriert alle Risiken und startet einen gefährlichen Selbstversuch. Der wissenschaftliche Durchbruch gelingt! Caine wird vor den Augen seiner Kollegen unsichtbar. Doch das Experiment bleibt nicht ohne Nebenwirkungen: Die Droge macht extrem gewalttätig, der Wissenschaftler wird zu einer todbringenden Gefahr für seine Umgebung. Verzweifelt versuchen Caines Kollegen Linda (Elisabeth Shue) und Matthew (Josh Brolin) ein Gegenmittel zu entwickeln, das den Unsichtbaren in Schach hält. Caine jedoch findet Gefallen an seiner neuen Macht und beginnt, in seinen Kollegen eine unmittelbare Bedrohung für sein Leben zu sehen, die er bekämpfen muss...

Kurzbewertung:
Meisterregisseur Paul Verhoeven ("Basic Instinct", "Total Recall", "Starship Troopers") inszenierte einen provozierenden und spannenden Thriller, der die Grenzen des Sichtbaren überwindet. Kevin Bacon ("Wild Things"), Elisabeth Shue ("Leaving Las Vegas") und Josh Brolin ("Mimic") brillieren in diesem fantastischen Film mit atemberaubenden Special Effects in nie zuvor gesehener Qualität.

Quelle: Sony Pictures

Hollow Man: Anatomie eines Thrillers
Die Fleischwerdung des Unsichtbaren
Special Effects: Bild-im-Blid Vergleich

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Kevin Bacon   als Sebastian Caine
  Elisabeth Shue   als Linda Forster
  Josh Brolin   als Matt Kensington
  Greg Grunberg   als Carter Abby
  Mary Jo Randle   als Janice
  Steve Altes   als Vater
  Kim Dickens   als Sarah
 
Regie:  Paul Verhoeven  
Buch:  Andrew W. Marlowe  
Musik:  Jerry Goldsmith  
Kamera:  Jost Vacano  
Produzent:  Douglas Wick  
  Alan Marshall  

Clint Eastwood dreht mit Hochkarätern

Sean Penn ist mit an Bord

Sean Penn ist mit an Bord

"Mystic River" heißt das neue Projekt des ins Regiefach übergetretenen "Dirty Harry" Clint Eastwood. Für seine neue Romanverfilmung konnte er jetzt Sean Penn gewinnen, der aktuell als zurückgebliebener Daddy in "Ich bin Sam" brilliert. Mit "Hollow Man" Kevin Bacon laufen die Verhandlungen noch.

Im Bestseller von Dennis Lehane wird der kleine Dave entführt. Als er nach vier Tagen zurückkehrt, ist er seelisch so gezeichnet, dass seine enge Freundschaft mit Sean und Jimmy zerbricht. 25 Jahre später ist Jimmy ein vorbestrafter Ladenbesitzer, Sean Polizist und Dave versucht immer noch seiner Dämonen Herr zu werden. Als Jimmys Tochter ermordet aufgefunden wird, müssen sich die drei mit einer Vergangenheit auseinandersetzen, die sie lieber hinter sich gelassen hätten.

Dass Eastwood zudem vorher schon Top-Drehbuchautor Brian Helgeland verpflichtet hatte (Oscar für den grandiosen "L.A. Confidential"), lässt einmal mehr auf großes Kino hoffen.

 

Hollow Man - Unsichtbare Gefahr (Director's Cut) in der Fotoshow

 

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Features

 

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Kevin Bacon

Seine Fähigkeit, unsympathischen Charakteren freundliche Züge zu verleihen und faszinierende, von einer fixen Idee besessene Personen zu spielen...

 

Star

Josh Brolin

Amerikanischer Schauspieler. Idealer Darsteller von charmanten Raubeinen, lakonischen Western-Helden, Polizisten und geradlinigen Action Men,...