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Home of the Brave

Irwin Winklers moderne Version von "Coming Home" folgt drei amerikanischen Soldaten, die nach ihrem Einsatz im Irak Schwierigkeiten haben, sich in den Alltag daheim zu integrieren.


Home of the Brave

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Erhältlich seit:
12.05.2011

Drama

USA 2006
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 16

Samuel L. Jackson
Jessica Biel
50 Cent

Regie: Irwin Winkler
3L Vertriebs GmbH & Co.KG

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Dieser Film war überfällig: Das Soldatendrama zeigt eindringlich die traumatischen Folgen des Irakkriegs.

Kurz vor der Heimreise kommt ein neuer Befehl (Foto: 3L) Großansicht

Kurz vor der Heimreise kommt ein neuer Befehl (Foto: 3L)

Wenn die US-Öffentlichkeit die Wahrheit sehen will, sollte sie Hollywood vertrauen, nicht dem Weißen Haus. Noch während die Bush-Regierung das Märchen vom erfolgreichen Irakkrieg verbreitete, arbeitete Regisseur Irwin Winkler an seinem "Home of the Brave". Darin zeigt er schonungslos, wie die Soldaten das Grauen der Front zu verarbeiten versuchen - ganz in der Tradition von Klassikern wie "Coming Home" oder "Geboren am 4. Juli"

Zu den Protagonisten zählen unter anderem ein Sanitäter, der die traumatischen Erinnerungen mit Alkohol bekämpft, und eine junge Mutter, die beim Kriegseinsatz eine Hand verliert.

Die Soldaten erweisen ihrem Kameraden die letzte Ehre (Foto: 3L) Großansicht

Die Soldaten erweisen ihrem Kameraden die letzte Ehre (Foto: 3L)

Eindrucksvolles Mahnmal

Winkler, der als Produzent von Filmen wie "Rocky" Kinogeschichte schrieb, gelingen dabei bewegende Charakterstudien - sowohl in den aufreibenden Irak-Sequenzen wie in den nicht minder erschütternden Szenen an der Heimatfront. Die Blaupause dieser Geschichte lieferte Drehbuchautor Mark Friedman, und sein Können überzeugte Stars wie Samuel L. Jackson, Jessica Biel, Christina Ricci und Rapper 50 Cent.

Regisseur Winkler wiederum setzte diese Vorlage so gekonnt um, dass "Home of the Brave" zur eindringlichen Mahnung vor blinder Kriegspolitik gerät. Bevor George W. Bush weitere Soldaten in den Irak schickt, sollte er sich lieber diesen Film ansehen. "Home of the Brave" entfaltet eine solche Power, dass es selbst Hardliner wie ihn umstimmen könnte.

Home of the Brave

Eindringliche Auseinandersetzung mit Problemen von Irak-Kriegsveteranen, topbesetzt und mit eindeutiger Parteinahme für die Soldaten.

Die Begleitmannschaft für einen medizinischen Hilfstransport gerät in einem Dorf im Irak in einen Hinterhalt und wird beinahe aufgerieben. Zurück in Spokane, Washington, haben die Überlebenden etliche Schwierigkeiten, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Das Gewissens- und Gesellschaftsdrama von Irwin Winkler verfolgt vier von ihnen, die auf unterschiedliche Weise versuchen, mit dem Trauma der Kriegserfahrung fertig zu werden.

Arzt Will Marsh (Samuel L. Jackson) findet keinen Schlaf, hängt nachts vor dem Fernseher rum, greift zum Alkohol, will sich erschießen und kommt durch seine Frau und die Familie wieder zu sich. Jamal Aiken (Curtis Jackson, "50 Cent") wird von seiner Freundin verlassen und dreht durch: Als er in einem Diner Geiseln nimmt, wird er im Beisein von Freund Tommy (Brian Presley) von der Polizei erschossen. Vanessa Price (Jessica Biel), die ihre Hand verloren hat und mit einer Prothese leben muss, hat Schwierigkeiten, sich anderen Menschen zu nähern, verliert ihren Freund und findet bei einem Lehrerkollegen eine neue Liebe. Tommy, der anfangs keinen Job bekommt und nicht verhindern kann, dass Jamal erschossen wird, versöhnt sich mit seinem Vater und geht zur Armee zurück.

Sind die Schicksale des Arztes und der Lehrerin, die in ihrer bürgerlichen Umwelt Unterstützung finden, modellhaft und bemüht geraten, so sind vor allem die Haltungen Jamals und Tommys interessant. Jamal, von Curtis Jackson überzeugend zwischen Phlegma und Wutausbrüchen gespielt, ist der Underdog, der Medikamentierung für Blendwerk hält und fehlende finanzielle Unterstützung der Veteranen einklagt. Tommy steht für den einfachen Soldaten ("It's hard being a soldier"), dessen Würde eingefordert wird und dessen Plädyoer "I can't stay behind" eine eindeutig entschlossene Parteinahme für den Soldatenberuf darstellt. Sorgfältig gefilmt und topbesetzt gehört das Drama wie "Die besten Jahre unseres Lebens", "Coming Home" und (in Ansätzen) "Jarhead" zu den Veteranenfilmen, die Krieg und Reintegration in die Gesellschaft reflektieren. ger.

Home of the Brave

Eine letzte Mission noch. In einem kleinen Ort vor Bagdad wartet eine Gruppe Soldaten auf ihre
Heimreise in die USA. Doch eine Einheit gerät in den Hinterhalt und mehrere Soldaten werden
getötet. Die Rückkehr in die USA bringt ihnen nicht den erhofften Frieden. Eine Integration in die
Gesellschaft erweist sich als unmöglich. Alkoholsucht, Depressionen und Wutausbrüche sind die
Folge.

Quelle: 3L

Darsteller:  Samuel L. Jackson   als Will Marsh
  Jessica Biel   als Vanessa Price
  50 Cent   als Jamal Aiken
  Brian Presley   als Tommy Yates
  Victoria Rowell   als Penelope Marsh
  Sam Jones III   als Billy Marsh
  Jeffrey Nordling   als Cary
  Christina Ricci   als Sarah Schivino
  Chad Michael Murray   als Jordan Owens
 
Regie:  Irwin Winkler  
Buch:  Mark Friedman  
Musik:  Stephen Endelman  
Kamera:  Tony Pierce-Roberts  
Produzent:  Rob Cowan  
  George Furla  
  Avi Lerner  
 

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