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TV-Drama um einen von seinen Mitschülern gemobbten Jugendlichen.


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Erhältlich seit:
20.01.2012

Drama/ Jugend

Deutschland 2011
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Jonas Nay
Wotan Wilke Möhring
Nicole Marischka

Regie: Kilian Riedhof
Studio Hamburg Enterprises

Bild 1 von 16

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Homevideo

Ein würdiger Gewinner des Deutschen Fernsehpreises, der durch seine Schonungslosigkeit besticht, mit der er das relevante Thema Cyber-Mobbing angeht.

Ein Schüler filmt sich selbst beim Onanieren. Durch eine Schusseligkeit der Mutter landet die Videokamera samt Speicherkarte in den Händen zweier Mitschüler. Welch unerträglicher Gedanke! Doch dies ist die Ausgangssituation von "Homevideo", in der sich Jakob wiederfindet.

Kilian Riedhof ist auf Basis des Drehbuchs des bislang gänzlich unbekannten Jan Braren ein Meisterwerk an Eindringlichkeit und Intensität gelungen. Als Zuschauer erlebt man die Hölle und das Wechselbad der Gefühle, die der von Newcomer Jonas Nay zutiefst beeindruckend dargestellte Jonas durchläuft, unmittelbar mit. Auf die schlimmsten Befürchtungen folgt die schreckliche Gewissheit, dass die privaten Aufnahmen tatsächlich in fremde Hände gelangt sind. Ein kurzer Hoffnungsschimmer, als Jonas' Vater die Speicherkarte zurückholt. Dass der härteste Keulenschlag noch bevorsteht, ahnt man da bereits, denn man konnte die Übelkrähe Henry (Jannik Schümann) dabei beobachten, wie er die Daten von der Karte auf seine Festplatte kopiert hat.

Sowohl schauspielerisch als auch inszenatorisch macht der Film geradezu meisterhaft die verschiedensten Stimmungslagen nachempfindbar. Das Unheil bricht über Jonas natürlich zum besterdenklichen Zeitpunkt herein, nämlich inmitten des zähen Trennungsprozesses seiner Eltern, vor allem aber praktisch zeitgleich mit der sich anbahnenden ersten zarten Liebesbeziehung zur jüngeren Hannah (Sophia Böhme - ein Gesicht, das man sich merken muss). Die Liebe als Erlösung aus der größten Pein, diese Türe lässt Kilian Riedhof lange offen, und er lässt sie Jonas selbst zuschlagen.

Imponierend an "Homevideo" ist vor allem auch die Figurenzeichnung. Mit Jonas Nay als Jakob ist ein neuer Star geboren, der selbst die wahrscheinlich recht diffizile Selbstbefriedigungsszene ganz unverkrampft hinbekommt. Wotan Wilke Möhring und Nicole Marischka als Eltern machen das Scheitern ihrer Beziehung greifbar. Rührend stehen Sie an der Seite des Sohnes und dringen aufgrund ihrer eigenen Krise doch nicht zu ihm durch. Einziger Kritikpunkt bleibt die Figur Henrys - gerne hätte man mehr über die Motivation des Mobbers erfahren. Doch das kann das finale Urteil nicht beeinträchtigen: Film des Jahres! fra.

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Jakob (Jonas Nay) ist ein verschlossener, sensibler 15-Jähriger mitten in den Wirren der Pubertät. Er filmt alles mit seiner Videokamera, was ihn gerade
bewegt, und liebt ungewöhnliche Fotos. Seine Eltern Claas (Wotan Wilke Möhring) und Irina (Nicole Marischka)wissen wenig von ihm, zu sehr sind sie mit
sich selbst beschäftigt. Sie stecken in einer Ehekrise - beinahe täglich wird Jakob Zeuge eines Streits. Als Jakobs Mutter ihm eröffnet, dass sie sich von
Claas trennen und ausziehen wird, zieht er sich noch mehr in sich zurück. Auch in der Schule bekommt Jakob Probleme, doch eigentlich ist ihm das alles
egal, denn er hat nur Augen für Hannah (Sophia Boehme), in die er verliebt ist. Als er gerade beginnt, ihr näher zu kommen, gerät ein selbstgedrehtes,
kompromittierendes Video von Jakob in die Hände seiner Mitschüler. Noch bevor Jakob es sich zurückholen kann, stellt es ein Mitschüler ins Internet - in
kürzester Zeit verbreitet sich das Video in der ganzen Schule. Von allen Seiten wird Jakob daraufhin ausgelacht und gemobbt. Über das Internet erhält er in
Chatrooms dutzende Hassbotschaften. Auch Hannah bricht den Kontakt ab. Jakob ist beschämt und verzweifelt; seine Eltern versuchen ihm zu helfen, ohne
die Tragweite seines Unglücks wirklich zu erkennen.

Quelle: Studio Hamburg

Darsteller:  Jonas Nay   als Jakob Moormann
  Wotan Wilke Möhring   als Claas Moormann
  Nicole Marischka   als Irina Moormann
  Sophia Boehme   als Hannah
  Jannik Schümann   als Henry
  Tom Wolf   als Erik
  Willi Gerk   als Tom
  Anett Heilfort   als Frau Beckmann
  Petra Kelling   als Gertrud
  Sabine Timoteo   als Vera
  Hans-Werner Meyer   als Robert
  Tarja Loos   als Amelie Moormann
  Tove Loos   als Amelie Moormann
  Ingrit Dohse   als Frau Hanich
 
Regie:  Kilian Riedhof  
Buch:  Jan Braren  
Musik:  Peter Hinderthür  
Kamera:  Benedict Neuenfels  
Produzent:  Christian Granderath  
  Benjamin Benedict  
 

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Features

 

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