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Hostel 2

Fortsetzung des harten Horrorhits von 2006, in dem diesmal drei amerikanische Mädchen in dem slowakischen Folterknast landen.


Hostel 2 (Kinofassung)

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Erhältlich seit:
24.01.2008

Originaltitel: Hostel Part II

Thriller/ Horror

USA 2007
Laufzeit: 92 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Lauren German
Heather Matarazzo
Bijou Phillips

Regie: Eli Roth
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Das Horror-Hotel hat noch eine Folterkammer frei: Diesmal landen drei Amerikanerinnen in der slowakischen Höllenherberge.

Menschenhändler entführen die Studentin in ein Folterverlies (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Menschenhändler entführen die Studentin in ein Folterverlies (Foto: Sony Pictures)

Während eines Kunstkurses im sommerlichen Rom erfahren die amerikanischen Studentinnen Beth (Lauren German), Lorna (Heather Matarazzo) und Whitney (Bijou Phillips) von einem ihrer Zeichenmodels von einer legendären Jugendherberge in der Slowakei, in der angeblich die wildesten Partys gefeiert werden.

Kurzentschlossen reisen die drei Mädels nach Osteuropa und bezahlen schon bald bitter für ihre Neugier. Schnell stellt sich nämlich heraus, dass die Herberge nur ein Vorwand ist, um Frischfleisch für ein Folterverlies heranzuschaffen, in dem sich Sadisten für 50.000 Dollar alle blutigen Wünsche erfüllen können.

Aus dem Folterraum gibt es kein Entrinnen (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Aus dem Folterraum gibt es kein Entrinnen (Foto: Sony Pictures)

It's Ladies Night

Ließen Quentin Tarantino und Eli Roth im ersten Teil die sexabenteuerlustigen Männer zur Ader, so darf im nicht minder prickelnden Nachfolger die Damenwelt um ihr Leben kreischen: Die Fortsetzung des Sensationserfolgs setzt wieder auf harten Trash-Horror und ist die ultimative diesjährige Kino-Mutprobe.

Hostel 2 (Kinofassung)

Produzent Quentin Tarantino und sein williger Vollstrecker, der "Cabin Fever"-Regisseur Eli Roth, haben mal wieder eine Reise in den Wilden Osten unternommen und dementsprechend etwas zu erzählen im unerwartet originellen und allemal für Genrefans umfassend erhebenden Sequel zu einem übel beleumundeten Gewaltschocker.

Wer in der internationalen Jugendherberge eines slowakischen Märchendorfes absteigt, hat nichts zu lachen. Gefühllose Grobiane verschleppen ihn ins Folterlager auf einer anonymen Industriebrache und lassen ihn von solventen Antimoralisten aus aller Herren Länder für teuer Geld abschlachten. Besonders gefragt sind amerikanische Opfer, vielleicht, weil Amerika gerade auf der Welt so beliebt ist. So weit, so schön scheußlich die Grundidee zu "Hostel", an der nun auch der Nachfolger treu fest hält. Statt einer geschlechtlich gemischten Gruppe wie im Vorgänger sind es nun drei junge Damen, die sich anlocken lassen von einer vermeintlichen Freundin und heimlichen Verbündeten des Metzelfürsten und schon knietief drinstecken im Albtraum aus Folter, Terror und Tod. Messer werden gewetzt, Sensen angesetzt, Weichteile seziert, die Scream Queen quiekt. Alles wie immer also im sittenlosen Reiche des "Torture Porn"? Der nächste Griff ins Sadistenklo von Splatterfreaks ohne menschliche Reife? Weit gefehlt.

"Hostel 2" hat mehr zu bieten als visuelle Tiefschläge und Bodycount. Zum Beispiel Humor, Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen. Das merkt man früh, und die Anzeichen für ein überdurchschnittliches Genreerlebnis häufen sich mit zunehmender Spieldauer. Nicht allein die Opfer in spe werden charakterisiert, auch über ihre Mörder erfährt man jetzt was. Ein wenig über die, die in Bratislava Hof halten, und mehr über jene, die die Mädchen in einer unerhört unterhaltsam montierten Handykonferenz meistbietend ersteigern. Der eine hat Pech, der andere Glück, und jeder ein völlig anderes Motiv. So wie die beiden Brüder aus den USA, von denen der eine einen entscheidenden Schritt zu Übermannwerdung zu gehen glaubt und der andere stellvertretend seine Frau tötet. Hier spielt Roth einen geschickten Zug: In dem er die Mörder der typischen US-Mädchen typische US-Vorstadtbewohner sein lässt, zieht er dem Projekt ansatzweise den xenophobischen Stachel. In dem er Opfer und Täter einander schon lange vor der Todeskammer kennen lernen lässt, nimmt er der Sache die unmenschliche Anonymität. Jeder kann Täter oder Opfer sein, manche sind sogar beides, "Hostel" kann überall stattfinden und die universelle Geschichte über unerfreuliche Instinkte und menschliche Abgründe sein, die es ist.

Roth belässt es nicht dabei, Opfer wie Täter zu greifbaren Menschen zu machen, über die man mehr wissen will. Er lässt sie ihre Mission auch furios vollenden, und zwar in den meisten Fällen in einer Weise, die der Zuschauer nach Hoffnung der Macher kaum erwartet. Da wird aus dem Übermenschen ein flennendes Bündel, aus dem Würstchen ein Wolf, aus dem Gejagten ein Geschäftspartner und aus dem Opferlamm eine Todesgöttin. Das Ganze ist so pointiert und zitatenreich angerichtet, wie man es von einer Tarantino-Produktion erwarten darf, sowie in aller hintergründigen Ironie und inszenatorischen Eleganz mindestens so brutal, wie es die hartgesottenen Splatterfreaks von einem Werk dieses Anspruchs erhoffen. Kaum anzunehmen, dass alle Gräuel der Originalfassung - vom Kopfschuss für das Bettelkind bis zur detailfreudigen Kastration mit der Rohrzange - ungekürzt das Licht deutscher Projektoren erblicken, doch was übrig bleibt, sollte zartbesaiteten Gruselfreunden immer noch den Atem rauben. Eingeweihte dagegen stoßen spitze Schreie des Entzückens aus, bei der Entdeckung der italienischen Unterhaltungskinolegenden der 70er Luc Merenda, Edwige Fenech oder Ruggero Deodato, die hier in heiter aufs persönliche Lebenswerk abgestimmten Szenen auftreten. Irgendwo dazwischen sitzt der durchschnittlich empfindende Horrorfreak, der schon den Vorgänger und die "Saw"-Serie irgendwie ganz nett fand und zu Hits machte, und fühlt sich bestens unterhalten. ab.

Hostel 2 (Kinofassung)

Die Fortsetzung des sensationell erfolgreichen Horrorhits begibt sich auf die Spur von drei jungen Amerikanerinnen, die während des Sommersemesters in Rom Kunst studieren. Bei einem Wochenendausflug werden sie in das berüchtigte slowakische Hostel gelockt. Schon bald erfahren sie das düstere Geheimnis dieses Ortes äußerst schmerzhaft am eigenen Leib - und erleben die Hölle auf Erden ...

Kurzbewertung:
Willkommen zurück in Ihrem schlimmsten Alptraum!

Die Regie übernahm wieder Eli Roth und als ausführender Produzent fungiert erneut Quentin Tarantino. Gänsehaut garantiert! In den Hauptrollen spielen Lauren German (Michael Bay's "Texas Chainsaw Massacre"), Heather Matarazzo (Plötzlich Prinzessin!), Bijou Phillips (Almost Famous - Fast Berühmt) und Roger Bart (The Producers).

Quelle: Sony Pictures

Filmkommentare: Eli Roth, Quentin Tarantino, Gabe Roth, Lauren German, Richard Burgi, Vera Jordanova
Filmdokumentationen: Hostel 2 - The Next Level, KNB EFX - Special Effects, Produktions-Design, Hostel 2 - Internationales TV-Special
Blut & Eingeweide (Gag-Reel)
Entfallene Szenen
Radio Interview mit Eli Roth
Aufnahmen aus den Überwachungs-Kameras
Verschiedene Trailer

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Lauren German   als Beth
  Heather Matarazzo   als Lorna
  Bijou Phillips   als Whitney
  Roger Bart   als Stuart
  Richard Burgi   als Todd
  Vera Jordanova   als Axelle
  Milan Knazko   als Sasha
  Stanislav Ianevski   als Miroslav
 
Regie:  Eli Roth  
Buch:  Eli Roth  
Musik:  Nathan Barr  
Kamera:  Milan Chadima  
Produzent:  Eli Roth  
  Mike Fleiss  
  Chris Briggs  
 

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