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Hostel

Neuer Horror vom Macher von "Cabin Fever", in dem zwei Amerikaner auf Eurotrip in einer slovakischen Jugendherberge den nackten Terror erleben.


Hostel (Kinofassung)

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Erhältlich seit:
27.10.2006

Thriller/ Horror

USA 2005
Laufzeit: 89 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Jay Hernandez
Derek Richardson
Eythor Gudjonsson

Regie: Eli Roth
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Quentin Tarantino ("Kill Bill"), Scott Spiegel ("Tanz der Teufel 2") und Regisseur Eli Roth sorgen unermüdlich für Terror in diesem nervenzerfetzenden Horror-Thriller.

Die weibstollen Jungs gehen den Lockvögeln ins Netz (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Die weibstollen Jungs gehen den Lockvögeln ins Netz (Foto: Sony Pictures)

Einen Eurotrip der finstersten Sorte erleben die amerikanischen Backpacker Paxton (Jay Hernandez aus "Im Feuer") und Josh (Derek Richardson), die noch mal richtig Spaß haben wollen, bevor sie der Ernst des Lebens einholt. In einem Amsterdamer Coffeeshop genießen sie Komasaufen, Kiffen und willige Girls, sind aber stets offen für den nächstgrößeren Kick.

Da kommt ein Geheimtipp gerade recht: In der Slowakei soll es eine berüchtigte Herberge geben, in der einem die freizügigsten Wünsche erfüllt werden. Gemeinsam mit ihrem neuen Kumpel, dem Isländer Oli, reisen sie nach Bratislava, um auf Aufreißtour zu gehen.

In der Gewalt der Peiniger (Foto: Sony Pictures) Großansicht

In der Gewalt der Peiniger (Foto: Sony Pictures)

Lockruf des Grauens

Das Ziel ihrer Träume ist jedoch Ort ihres fürchterlichsten Alptraums: In dem Hostel lauern hübsche Lockvögel, die ihre ahnungslosen Opfer mit falschen Versprechen ködern - und direkt in die Arme barbarischer Schlächter führen. Als sie merken, dass sie in einer tödlichen Falle sitzen, ist es bereits zu spät.

Mit Härte und boshaften satirischen Querschlägen katapultiert sich Eli Roth in die Oberliga der Angstfürsten. Dieser schonungslos authentische, lebensechte Schreckenstrip ist finster und intensiv. Denn die verheißungsvollen Jungdarsteller, denen man bekanntlich mehr zumuten darf als etablierten Stars, gehen an ihre Grenzen. Eins ist sicher: In diesem Hostel will keiner einchecken!

Hostel (Kinofassung)

Der Tod ist ein sicheres Geschäft im zweiten Film von "Cabin Fever"-Regisseur Eli Roth. Auch am Boxoffice konnte der mit dem publikumswirksamen "Quentin Tarantino Presents"-Qualitätsstempel versehene Schocker absahnen.

Als aus dem Leben gegriffene Inspiration für das gewalttätige Horrorszenario mit beißend gesellschaftskritischem Kommentar diente Roth, der zudem das Drehbuch verfasste, eine thailändische Website, die für 10.000 Dollar willige menschliche Opfer zum Foltern und Töten anbot. Die blutig-brutale Abschlacht-Action wird hier ins osteuropäische Bratislava verlegt, wohin es die drei Rucksacktouristen Paxton (Jay Hernandez), Josh (Derek Richardson) und Oli (Eythor Gudjonsson) auf der Suche nach heißen Miezen und coolen Drogen verschlägt. In ihrer Jugendherberge erweisen sich sexy slawische Schönheiten erst einmal als erstaunlich willig, doch am nächsten Morgen findet sich von Oli keine Spur. Nacheinander wird Pax und Josh sein horrendes Schicksal offenbar, als sie ebenfalls im dunklen Folterkeller einer geheimen Organisation landen und im wahrsten Sinne des Wortes von zahlenden mordlüsternen Sadisten bis aufs Blut drangsaliert werden. Doch einem der Opfer gelingt, es den Spieß umzudrehen, und mit seinen Peinigern in den In-Fight zu gehen.

Roth teilt seine furiose Blutoper in drei klare Akte ein: Zunächst begleitet man die sexlüsternen Protagonisten auf ihrem ausgelassenen Eurotrip durch Amsterdam und per Bahn ins empfohlene Mädchen-Mekka Bratislava. Nachdem dort ihre Fratboy-Fantasien wahr geworden sind, mündet die zunächst schleichende Bedrohung (hervorragend vom Oldschool-Score vorangetrieben) plötzlich in eine blutgefrierende Foltertortur, bei der Bohrer, Zange, Kettensäge und Skalpell nur einen kleinen Teil des Arsenals bilden. Dabei werden die Aufnahmen der eigentlichen Verstümmelungen relativ schmerzlos kurz gehalten. Einige der Grausamkeiten spielen sich auch im Off ab, was sich beim unweigerlichen Director's Cut vermutlich ändern dürfte. Im dritten Abschnitt wird zum rabiaten Racheakt übergangen und nun auch die Plausibilität des Plots in haarsträubende Bahnen gelenkt. Dabei hat man allerdings den Eindruck, dass dieser satirisch anmutende Overkill gewollt ist. Versiert ist Roth auch in der Schaffung erinnernswerter Nebenfiguren, wie der einer biederen Vaterfigur, die zu gleichen Teilen väterlichen Rat und Totschlag austeilt. Oder die einer schönen Frau, deren innere Hässlichkeit sich auf erschreckende Weise offenbart oder eine Gang von Straßenkindern, die für eine Tüte Süßigkeiten zu allem bereit ist. Oder der eines amerikanischen Geschäftsmanns, der sich mordgeil in Rage redet und ein besonders ätzendes Attest für eine abgestumpfte Gesellschaft, die ihre Thrills mit nur noch immer extremeren Mitteln erzielen kann, abgibt. Für Fans klassischen Horrors ist dieser handwerklich gekonnte Genreeintrag ein absolutes Muss! ara.

Hostel (Kinofassung)

Sie suchen das Abenteuer und finden das nackte Grauen! Die beiden abenteuerlustigen College-Freunde Paxton und Josh sind mit ihrem neuen Kumpel, dem Isländer Oli, mit dem Rucksack unterwegs auf Europa-Tour. Da bekommen sie einen Geheimtipp: Abseits der üblichen Reiserouten soll im tiefsten Ost-Europa ein Nirwana für Backpacker liegen - ein Hostel in der Slowakei, in dem atemberaubende und obendrein noch willige Frauen auf sie warten. Und tatsächlich: Die Freunde lernen die beiden Schönheiten Natalya und Svetlana kennen und sie haben die Zeit ihres Lebens. Doch die währt nur kurz. Zu spät bemerken sie, dass sie in einer tödlichen Falle sitzen. Flucht ist unmöglich - sie stecken bereits mitten in den finstersten Abgründen der menschlichen Natur. Was sie dort erleben, ist so unvorstellbar, dass es alles in den Schatten stellt, was an Grausamkeit und Perversion bislang bekannt war und nur als Mythos galt. Haben sie eine Chance, diesen Alptraum zu überleben?

Kurzbewertung:
Die Zukunft des Horrors heißt Eli Roth (Cabin Fever)! Mit HOSTEL dringt er in menschliche Abgründe vor, von denen bisher kein Mensch zuvor ahnte und lässt die trügerische Backpacker-Romantik in einen beinharten Terrorfilm münden. Quentin Tarantino (Kill Bill) präsentiert den Genre-Meilenstein, der alle Grenzen überschreitet und selbst die härtesten Horrorfans schockiert.

Quelle: Sony Pictures

Filmkommentare: Eli Roth, Quentin Tarantino, Boaz Yakin, Scott Spiegel, George Folsey Jr., Harry Knowles, Chris Briggs, Gabriel Roth, Barbara Nedeljakova, Eythor Gudjonsson
Making of
Kill The Carl (Multi-Angle)
Trailer

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Jay Hernandez   als Paxton
  Derek Richardson   als Josh
  Eythor Gudjonsson   als Oli
  Barbara Nedeljáková   als Natalya
  Jana Kaderabkova   als Svetlana
  Jan Vlasák   als niederländischer Geschäftsmann
  Rick Hoffman   als amerikanische Geschäftsmann
  Jennifer Lim   als Kana
 
Regie:  Eli Roth  
Buch:  Eli Roth  
Musik:  Nathan Barr  
Kamera:  Milan Chadima  
Produzent:  Mike Fleiss  
  Eli Roth  
  Chris Briggs  

"'Im Dutzend billiger' ist wirklich zum Fürchten"

Nach "Cabin Fever" legt Regisseur Eli Roth nun mit "Hostel" einen weiteren Horror-Hit vor. Der Schocker landete sogar auf Platz eins der US-Charts und war so erfolgreich, dass Teil zwei bereits in Arbeit ist.

Fürchte sich, wer kann! (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Fürchte sich, wer kann! (Foto: Sony Pictures)

» Seit "Cabin Fever" werden Sie als Wunderkind des Horrorgenres gefeiert. Hollywood muss Sie mit Angeboten überhäufen.

ELI ROTH: Das kann man wohl sagen, aber die meisten Drehbücher kann man vergessen. Ich traf mich mit vielen Studiobossen und bekam immer wieder zu hören, was man bei einem Horrorfilm alles nicht darf. Bei einem möglichen Projekt kam ich mal mit dem Vorschlag, einen Zehnjährigen in der Anfangsszene von seinem Kuschelteddy zerstückeln zu lassen, was natürlich abgelehnt wurde.

» Mit welcher Begründung?

Dass Kinder im Film nicht gekillt werden dürfen. Die haben mir vorgerechnet, dass ein Horrorfilm von 40 Millionen Dollar für ein breites Publikum bestimmt ist, und dass diese Zuschauerzahl nicht möglich wäre, wenn er erst ab 18 Jahren freigegeben wäre. In Hollywood geht man auf Nummer sicher und das widerspricht nun mal der Natur eines Horrorfilms, der in Gefahrengebiete eindringt, die uns Angst machen.

Gruselexperte Eli Roth bei der Arbeit (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Gruselexperte Eli Roth bei der Arbeit (Foto: Sony Pictures)

» Wie viel Geld stand Ihnen für "Hostel" zur Verfügung?

Vier Millionen Dollar. Aber das ist mir lieber als mit 25 Millionen einen Film zu machen, der sich nichts traut. Selbst bei "Hostel" gab es Diskussionen, als man bei Sony die Folterszenen sah und man mir sagte, so einen Film könnte man nicht herausbringen.

» Gab es mit den Sexszenen in "Hostel" ebenfalls Probleme?

Sex im Film ist in Amerika ein richtiges Tabuthema. Da gibt es Fernsehserien wie "24" und "CSI", in denen viele Gewaltsequenzen vorkommen und die Leute lieben es. Aber sobald die Brustwarzen von Janet Jackson zu sehen sind, gerät das Land in Aufruhr.

 

Hostel (Kinofassung) in der Fotoshow

 

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