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Erhältlich seit:
19.12.2005
Originaltitel: Hotel Rwanda
Südafrika/Großbritannien/Italien 2004
Laufzeit: 118 Min.
FSK: ab 12
Don Cheadle
Sophie Okonedo
Joaquin Phoenix
Regie: Terry George
Universum Film

In Toronto mit dem Hauptpreis des Festivals bedacht, mit Oscar-Nominierungen für die Hauptdarsteller Don Cheadle und Sophie Okonedo und mit einem für das so herbe Thema beachtlichen Einspielergebnis in den USA, kommt Terry Georges Dokudrama nun nach seiner Deutschlandpremiere im Wettbewerb der Berlinale in die deutschen Kinos. "Hotel Ruanda" erzählt die Geschichte des "afrikanischen Oskar Schindler", der angesichts des Völkermords in seiner Heimat über eintausend Menschen das Leben rettete.
Vor zehn Jahren gipfelte der Bürgerkrieg in Ruanda im größten Genozid seit den Naziverbrechen - beinahe unbemerkt vom Rest der Welt. Innerhalb von drei Monaten wurden drei Millionen Tutsis von regierenden Hutu-Milizen brutal ermordet. "Hotel Ruanda" erzählt vor dem Hintergrund der Ereignisse von einem Hotelmanager, der das Leben von über 1200 Menschen rettet, indem er, vereinfacht gesagt, ein sehr guter Hotelmanager ist. Dieser Mann heißt Paul Rusesabagina, gespielt wird er von Don Cheadle als ruhiger, stets souveräner Pol mitten im Chaos. Ein Mann, der weiß, wie die Welt funktioniert, der seine erlernten Fähigkeiten, seine Demut vor Autoritäten, seine Diskretion und Würde einsetzt, um zunächst seine Familie und schließlich über Tausend fliehenden Tutsis im zum Flüchtlingslager umfunktionierten Hotel in Sicherheit zu bringen. Paul selbst ist Hutu, verheiratet mit einer Tutsi namens Tatiana (Sophie Okonedo), in Belgien ausgebildet und Leiter das Vier-Sterne-Hotel "Des Milles Collines" in der Hauptstadt Kigali, nachdem sich der belgische Hoteldirektor aus dem Staub gemacht hat. Wie auch die Vereinten Nationen, die als Friedenstruppe nach Ruanda kamen, im Film von Nick Nolte als Colonel Oliver vertreten werden. Oliver sieht, was geschieht, informiert seine Vorgesetzten, bittet um Hilfe und Intervention und wird ignoriert. Am Ende sind es diese beiden Männer, Oliver und Rusesabagina, die auf eigene Faust die Evakuierung der Flüchtlinge erwirken können.
Rusesabagina begreift intuitiv, dass er nur etwas erreichen kann, indem er weiter wie ein Hotelmanager handelt. Die Wirtschaft ist zusammengebrochen, das Land wird von Anarchie regiert, aber Paul zieht jeden Morgen Anzug und Krawatte an und macht "business as usual" - selbst wenn er dabei vor Angst zittert. Er löscht Namen von der Gästeliste, besticht einen Hutu-General mit Whiskey und nutzt jeden möglichen Trick, um sich die Extremisten vom Leib zu halten. Das entsetzliche Blutbad, das dabei im Hintergrund zu erahnen ist, wird die meiste Zeit aus zweiter Hand erzählt, anfangs in den aufgenommen Bildern des von Joaquin Phoenix in einem Cameoauftritt gespielten Fernsehjournalisten, später offenbart es sich den Augen Rusesabaginas und des Zuschauers in einer Szene auf einer nebligen Landstraße, in der Rusesabagina und sein Fahrer schließlich bemerken, dass sie die ganze Zeit mit ihrem Wagen über Leichen fahren. Der vorangegangene Dialog mit einem Extremisten - "You do not believe you can kill them all? Why not? Why not? We are halfway there already." - wird in diesem Moment entsetzliche Wahrheit.
"Hotel Ruanda" ist konventionell und zurückhaltend in seiner Inszenierung und wird gänzlich von seinem charismatischen Protagonisten getragen, den Don Cheadle mit afrikanischem Akzent beeindruckend präzise verkörpert. "Hotel Ruanda" ist ein dramatischer, bewegender Film über Heldentum und den Kampf ums Überleben. Der Film funktioniert nicht deshalb, weil die Leinwand mit Spezialeffekten den Bürgerkrieg möglichst authentisch rekonstruiert, sondern weil die Filmemacher daran interessiert sind, wie ein Mann sich dazu entschließt, in einer unerträglichen Situation zu funktionieren. Terry George, langjähriger Partner von Jim Sheridan, dokumentiert nicht die Hintergründe und Schrecken des Völkermords, was ihm Kritiker vorwarfen. Doch gerade dies mag die einzige Möglichkeit sein, ein breites Publikum zu erreichen und daran zu erinnern, was seinerzeit - und das kritisiert der Film in aller Deutlichkeit - von der westlichen Welt ignoriert wurde. deg.
Kigali, Hauptstadt der Republik Ruanda im Jahr 1994: Der Hotelmanager Paul Rusesabagina ist Hutu. Seine Ehefrau ist Tutsi. Er persönlich hat bisher keine Probleme mit den Vertretern der ethnischen Minderheit in Ruanda, doch viele seiner Hutu-Landsleute hegen einen regelrechten Hass auf die Tutsibevölkerung. Die Stammeskonflikte in seinem Heimatland nimmt er zwar mit Sorge wahr, kann sich aber nicht vorstellen, dass die politische Situation weiter eskaliert. Sein Hotel ist voll von UN-Blauhelmsoldaten sowie internationalen Journalisten. Die Hutu-Regierung plant ein Friedensabkommen mit den Tutsi-Rebellen - die Lage scheint sich zu entspannen. Doch Pauls Hoffnungen sollen sich nicht bewahrheiten. Über Radiostationen wird die Hutu-Bevölkerung aufgestachelt und radikalisiert. Im Blutrausch durchkämmen Militärs und die Zivilbevölkerung das ganze Land. Jeder, der in den Verdacht gerät Tutsi zu sein, mit einem verheiratet zu sein oder nur mit ihnen zu sympathisieren, wird mit Macheten und Feuerwaffen niedergemetzelt. Paul gelingt es seine Familie und Nachbarn in seinem Hotel in Sicherheit zu bringen, indem er einen Hutu-Offizier besticht. Sein Hotel gleicht immer mehr einem Flüchtlingslager, während draußen das Morden an den Tutsi weitergeht. Doch der Hotelmanager hat nach wie vor gute Kontakte zu Regierungskreisen und hofft diese nutzen zu können, um seine Familie und die restlichen Flüchtlinge in seinem Hotel außer Landes zu bringen, bevor auch sie dem mörderischen Hass der Hutu-Milizen zum Opfer fallen...
Quelle: Universum Film
Bonusmaterial: Laufzeit ca. 80 Minuten
- Audiokommentar Terry George (Regie), Paul Rusesabagina und Wyclef Jean (engl OV)
- Featurette (engl OV)
- Interviews mit Cast & Crew (engl OV)
- Message for Peace: Making Hotel Ruanda (engl OV)
- Dokumentation: Return to Hotel Ruanda (engl OV)
- Selected Scenes mit Audiokommentar (engl OV)
- Kinotrailer
- Cast & Crew
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Don Cheadle | als Paul Rusesabagina | |
|---|---|---|---|
| Sophie Okonedo | als Tatiana Rusesabagina | ||
| Joaquin Phoenix | als Jack | ||
| Desmond Dube | als Dube | ||
| David O'Hara | als David | ||
| Cara Seymour | als Pat Archer | ||
| Fana Mokoena | als General Augustin Bizimungo | ||
| Hakeem Kae-Kazim | als George | ||
| Tony Kgoroge | als Gregoire | ||
| Mosa Kaiser | als Pauls Tochter | ||
| Mathabo Pieterson | als Pauls Tochter | ||
| Ofentse Modiselle | als Roger Rusesabagina | ||
| Nick Nolte | als Colonel Oliver | ||
| Jean Reno | als Leiter der Fluglinie | ||
| Regie: | Terry George | ||
| Buch: | Keir Pearson | ||
| Terry George | |||
| Musik: | Andrea Guerra | ||
| Rupert Gregson-Williams | |||
| Afro Celt Sound System | |||
| Kamera: | Robert Fraisse | ||
| Produzent: | A. Kitman Ho | ||
| Terry George | |||
Hotel Ruanda in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Audiokommentare, Featurette, Interviews, Dokumentation, Making of, Trailer, Biografien
Bonusmaterial: Laufzeit ca. 80 Minuten
- Audiokommentar Terry George (Regie), Paul Rusesabagina und Wyclef Jean (engl OV)
- Featurette (engl OV)
- Interviews mit Cast & Crew (engl OV)
- Message for Peace: Making Hotel Ruanda (engl OV)
- Dokumentation: Return to Hotel Ruanda (engl OV)
- Selected Scenes mit Audiokommentar (engl OV)
- Kinotrailer
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