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House of Sleeping Beauties

Adaption des Romans "Die schlafenden Schönen" von und mit Vadim Glowna.


House of Sleeping Beauties

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Erhältlich seit:
17.06.2011

Originaltitel: Das Haus der schlafenden Schönen

Drama

Deutschland 2006
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 16

Vadim Glowna
Angela Winkler
Maximilian Schell

Regie: Vadim Glowna
Infopictures

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Verfilmung des japanischen Romans "Die schlafenden Schönen" von und mit Vadim Glowna.

Egmond begibt sich ins Etablissement (Foto: Atossa Film) Großansicht

Egmond begibt sich ins Etablissement (Foto: Atossa Film)

Egmond (Vadim Glowna), der um seine Familie trauert, sucht noch einmal die Wärme und Erotik einer jungen Frau. Auf Empfehlung seines Freundes (Maximilian Schell) besucht er das "Haus der schlafenden Schönen", in dem man eine Nacht neben einer schlafenden Frau verbringen kann - ohne weiteren Körperkontakt.

Während er neben ihr liegt, steigen vergessene Erinnerungen in ihm auf, aber auch Fragen nach Schuld und Todessehnsucht. Schon bald kehrt Egmond in das Etablissement zurück. Doch nur daliegen und die nackten Frauen anschauen ist ihm nicht mehr genug.

Nur anschauen ist Egmond nicht genug (Foto: Atossa Film) Großansicht

Nur anschauen ist Egmond nicht genug (Foto: Atossa Film)

Für die älteren Herren

Die neue Regiearbeit des auch als Schauspieler bekannten Vadim Glowna ist eine Adaption des japanischen Romans "Die schlafenden Schönen" von Yasunari Kawabata. Ihm gelingt es, dessen poetisch-melancholischen Stil zu bewahren. Eine Altherrenfantasie, düster, eigen, betörend fremdartig - komponiert mit sorgfältigen Bildern, gespeist aus einer dunkel-gedeckten Farbpalette.

House of Sleeping Beauties

Ein alter Mann sucht emotional Zuflucht in einem Freudenhaus, wo er neben schlafenden Mädchen über sein Leben sinniert. Vadim Glowna gelingt es, den poetisch-melancholischen Stil von Yasunari Kawabatas Erzählung von 1961 zu bewahren.

Literaturnobelpreisträger Kawabata (1899-1972) ist wie auch andere Schriftsteller Japans von Eros und Thanatos fasziniert und war Inspiration für Vadim Glowna, der als Hauptdarsteller, Regisseur, Autor und Produzent in Personalunion die Handlung nach Berlin verlegt. Dort besucht Egmont, der einen Chefposten samt Sekretärin in einer anonymen Firma bekleidet, auf Empfehlung eines Freundes (Maximilian Schell) ein verschwiegenes Etablissement. Unter Madames (Angela Winkler) diskreter Aufsicht darf man eine Nacht bei jungen Mädchen verbringen, die von Schlafmitteln betäubt wurden. Missbrauch ist untersagt und bald kehrt der desillusionierte Egmont, ein gebrochener Mann, der um seine Familie trauert, zurück, wie ein Opiumsüchtiger in seine Höhle, um bei den Schlafenden Wärme und Erotik zu fühlen, seinen Erinnerungen nachzuhängen, um Vergnügen, Vergessen, Erlösung zu finden. Seine Lust steigert sich, er droht damit die platonischen Regeln zu verletzen und verfällt immer mehr dem Wunsch, neben den Nackten sein eigenes Leben auszuhauchen, was in einer epiphanischen Sterbeszene gipfelt.

Eine Altherrenphantasie? Aber gewiss. Und was für eine! Stimmig, düster, eigen, betörend fremdartig - Glowna bleibt juveniler Hektik fern, komponiert sorgfältige Bilder mit Trauerrand, gespeist aus einer dunkel-gedeckten Farbpalette. Zärtliche Musik umschmeichelt seine Schönen, die barocken Gemälden gleichen. Er verzichtet auf Exposition oder umfassende Handlung, sondern erzählt geschickt rudimentär, bleibt beim Wichtigsten. Egmonts monologische Gedanken prägen das Innenleben des Films, dessen reizvoll-traumschwere Arrangements in dekadent-stilvollen Interieurs den unaufdringlichem, aber weitreichendem gleichnishaften Gehalt begleiten.

Geprägt von typisch japanischer Todessehnsucht, von Nietzscheanischer Vereinsamung, von schwarzromantischer Weltflucht in den Schlaf, den Bruder des Todes, wo Kontraste wie Unschuld und Verdorbenheit ein Symbiose eingehen, wagt sich Glowna künstlerisch weit vor, geht von etwaiger Moral unbeirrt seinen Weg, der das Potenzial zur Kontroverse birgt. Damit macht er sich angreifbar, nimmt einen aber mit seinem radikalen künstlerischen Entwurf für sich ein. tk.

House of Sleeping Beauties

Edmond, ist nach dem Tod seiner Familie in tiefer Trauer. Um sich zu trösten, sucht er noch einmal die Wärme und Erotik einer jungen Frau. Er hofft seine Sehnsucht im "Haus der schlafenden Schönen", stillen zu können, in dem man, wie es heißt, eine Nacht neben einer schlafenden jungen Frau verbringen kann. Während Edmond neben der schönen, schlafenden Unbekannten liegt, steigen vergessene Erinnerungen in ihm auf. Seine Gedanken kreise aber auch Fragen Schuld und Todessehnsucht.

Quelle: Infopictures

Darsteller:  Vadim Glowna   als Edmond
  Angela Winkler   als Madame
  Maximilian Schell   als Kogi
  Birol Ünel   als Herr Gold
 
Regie:  Vadim Glowna  
Musik:  Nikolaus Glowna  
  Siggi Mueller  
Kamera:  Ciro Cappellari  
Produzent:  Vadim Glowna  
  Raymond Tarabay  
 

House of Sleeping Beauties in der Fotoshow

 

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Features

 

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Vadim Glowna

Unverwechselbar die kehlige Stimme, mit der er wie kein anderer das kaputte Lebensgefühl seiner Antihelden zum Ausdruck brachte. Wenn Vadim...

 

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Angela Winkler

Seit sie 1975 schlagartig in Volker Schlöndorffs Heinrich-Böll-Verfilmung "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" bekannt wurde, trug...