
Am Anfang ihrer Karriere wurde Popsängerin Mandy Moore aufgrund ihrer äußerlichen Ähnlichkeit gern mit Britney Spears verglichen. Dem konterte sie mit dunkelbraun gefärbten Haaren und einer beachtenswerten schauspielerischen Leistung in ihrem Debütfilm, dem sentimentalen Teendrama "Nur mit Dir". Ihr Folgefilm "How To Deal" von Regisseurin Clare Kilner ("Janice Beard: 45WPM") kreist wieder um die Probleme erster Liebe, wobei sich ergreifendes Melodram und auflockernde Komödie in etwa die Waage halten.
Basierend auf den beiden Romanen "Someone Like You" und "That Summer" von Sarah Dessen wird die Story der 17-jährigen Halley (Moore) erzählt, die aufgrund der gescheiterten Ehe ihrer Eltern eine pessimistische Einstellung in Sachen Liebe hat. Ihr Vater (Peter Gallagher), ein hipper Radio-DJ, bewältigt seine Midlife-Krise, indem er ihre verbitterte Mutter (Allison Janney aus der TV-Serie "The West Wing") für eine jüngere Frau verlässt. Halleys Schwester ist mit einem reichen Schnösel verlobt, mit dem sie sich andauernd zu streiten scheint. Und Halleys beste Freundin Scarlett (Alexandra Holden aus "The Hot Chick") hat auch nicht viel Glück in der Liebe, als ihr Freund auf dem Fußballfeld an einem Herzfehler stirbt. Als der unkonventionelle und gutaussehende Mitschüler Macon (Terry Ford aus "Gosford Park") beginnt, sich für sie zu interessieren, ist Halley zunächst distanziert. Doch im Laufe der Zeit entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, die schließlich zu mehr führt. Doch daraufhin macht Halley wieder einen Rückzieher, und erst als sie ihre Knatschphase überwunden haben, finden sie im Happy End mit einem innigen Kuss endgültig zueinander.
Die Konfliktsituation zwischen dem jugendlichen Paar besteht aus ihrer Angst, sich zu verlieben, und aus dem von ihr empfundenen Vertrauensbruch, als er sie nach einem Autounfall im Krankenhaus absetzt und dort nicht einmal besucht. Ein weiterer "Problem"-Subplot ist die Schwangerschaft von Scarlett, wobei jedoch nie weiter ernsthaft auf die Situation eingegangen wird. Befreiende Komik wird von der Marijuana rauchenden Großmutter (Nina Foch) und den versnobten Schwiegereltern in spe der Schwester bei einem peinlichen Familienessen beigesteuert. Insgesamt wollen weder der Herz- noch der Humoraspekt wirklich überzeugen, womit auch das Pendeln im Erzählton kaum funktioniert. Auch die Chemie zwischen den beiden Protagonisten ist nicht umwerfend, doch Moore erweist sich trotz des schalen Materials erneut als vielversprechende Schauspielerin. ara.