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Hunger

Schongslose und bewegende filmische Aufarbeitung des Hungertodes von Bobby Sands.


Hunger

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.07.2009

Drama

Großbritannien 2008
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 16

Michael Fassbender
Liam Cunningham
Stuart Graham

Regie: Steve McQueen
Ascot Elite Home Entertainment

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Hunger

In den frühen 80er Jahren beginnt im berüchtigten nordirischen Gefängnis Maze eine Gruppe von aus verschiedenen Gründen inhaftierten IRA-Mitgliedern damit, die Forderung nach einem Status als politische Gefangene mit einer Reihe publikumswirksamer Widerstandsaktionen zu unterstreichen. Als verschiedene andere Verfahren nicht zu den gewünschten Verhandlungen sondern nur zu schlimmeren Repressalien führen, tritt eine Gruppe um den charismatischen Anführer Bobby Sands in den Hungerstreik. Mit tragischen Folgen.

Niederschmetternder und aufrüttelnder ist wohl nie zuvor im Kino das Schicksal der IRA-Kämpfer in britischer Folterhaft beschrieben worden als in diesem vielfach ausgezeichneten und zu Recht von der Kritik gefeierten Politthriller und Gegenwartsdrama vom britischen Künstler und Regiedebütanten Steve McQueen. Ohne sich politisch auf die eine Seite zu schlagen oder die andere zu dämonisieren, weckt der schonungslos inszenierte und hervorragend gespielte Film ein Höchstmaß an Anteilnahme und sollte in keinem wohlsortierten Dramenregal fehlen.

Hunger

Der Hunger rechtfertigt die Mittel im packenden Regiedebüt und Gewissensdrama des Namensvetters von Steve McQueen.

Als beeindruckende Geschichtslektion mit aktuellen Anspielungen auf den Krieg gegen den Terror führt das Regiedebüt des in Cannes mit der Caméra d'Or als Bester Erstlingsfilm ausgezeichneten Steve McQueen ins Jahr 1981 in den sechswöchigen Hunger- und Waschstreik der irischen Aktivisten im Maze Prison in Nordirland. McQueen widmet sein Werk, das wie eine forensische Studie funktioniert, dem Aktivisten Bobby Sands, überragend verkörpert von Michael Fassbender (Francois Ozons "Angel"). Sands war eine Schlüsselfigur der IRA, überzeugt von der Opposition gegen England, dem Glauben an ein vereintes Irland und dem mit Waffen geführten Kampf. Im Gefängnis benutzte er Körper und Leben als letztes Mittel und verlangte, als Kriegsgefangener behandelt zu werden. Das Schicksal von Sands inspirierte schon öfters Theater und Film, u.a. in "Some Mother's Son - Mütter & Söhne".

"Hunger" liefert einen bis zum letzten Kassiber lebendigen und bis zum letzten Exkrement detailgenauen Einblick in den, wegen seiner Form, H-Block genannten Gefangenentrakt des Maze Prison, wo die Inhaftierten sich weigern, Gefängniskleidung zu tragen und zu essen. Nur mit Handtüchern bekleidet und vollbärtige erinnern sie bald an Jesus-artige Knochengrippe. Währendessen schlagen und scheren die Wärter Köpfe. Für sie steht Raymond (Stuart Graham), der jeden Tag unter seinem Auto nach Bomben sucht und dessen blutig vernarbte Fingerknöchel nie heilen.

Zentrale Szene ist ein langes Gespräch zwischen Sands und Pater Dominic Moran (Liam Cunningham), bei dem die Kamera sich nicht bewegt und die einander am Tisch gegenübersitzenden Männer fixiert. Ein Ruhepunkt in der Halbzeit eines Films, der die lebende Hölle schildert, wo die mit Kot beschmierten Wände fast wie abstrakte Gemälde wirken. Da zeigt sich die visuelle Ausbildung des Turner-Preisträgers McQueen. Grandiose Bildkompositionen sind spürbar bei Schneefall, Reinigen des Korridors von Urinbächen und Sands' Agonie. Ein wuchtiger Film voll Power und Poesie, Pflichtprogramm für jedes politisch bewusste Arthouse-Kino. ger.

Darsteller:  Michael Fassbender   als Bobby Sands
  Liam Cunningham   als Pater Moran
  Stuart Graham   als Ray Lohan
  Laine Megaw   als Rays Frau
  Brian Milligan   als Davey
  Liam McMahon   als Gerry
  Karen Hassan   als Gerrys Freundin
  Frank McCusker   als Direktor
  Lalor Roddy   als William
  Helen Madden   als Mrs. Sands
  Des McAleer   als Mr. Sands
  Geoff Gatt   als Mann mit Bart
  Rory Mullen   als Priester
 
Regie:  Steve McQueen  
Buch:  Enda Walsh  
  Steve McQueen  
Musik:  David Holmes  
  Leo Abrahams  
Kamera:  Sean Bobbitt  
Produzent:  Laura Hastings-Smith  
  Robin Gutch  

"Hunger" im Juli im Verleih

Ascot Elite Home Entertainment bringt am 9. Juli das Gefängnisdrama "Hunger" in die Videotheken.

Aufwühlendes Drama: "Hunger" (Foto: Ascot Elite) Großansicht

Aufwühlendes Drama: "Hunger" (Foto: Ascot Elite)

Das Regiedebüt des 2008 in Cannes mit der Caméra d'Or für den Besten Erstlingsfilm ausgezeichneten Künstlers Steve McQueen führt ins Jahr 1981, als IRA-Aktivisten im berüchtigten nordirischen Maze Prison in einen sechswöchigen Hunger- und Waschstreik traten.

Turner-Preisträger McQueen inszeniert dieses politische Arthouse-Kino als minutiöse und schonungslos inszenierte Chronik der Ereignisse, die im Tod mehrerer IRA-Häftlinge gipfelte - allen voran des Anführers Bobby Sands, charismatisch dargestellt von Michael Fassbender ("Inglourious Basterds").

"Hunger" wurde nicht nur in Cannes ausgezeichnet, sondern heimste auch einen Europäischen Filmpreis (Entdeckung 2008) sowie einen BAFTA-Award für den Besten Erstlingsfilm ein.

Der DVD-Kaufstart von "Hunger" erfolgt am 20. August. Hier wird es eine 2-Disc-Special Edition mit umfangreichem Bonusmaterial geben. Dazu zählen Interviews und ein Making-of. Ascot Elite plant darüber hinaus, den Film noch in die Kinos zu bringen.

 

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Deutsch-irischer Schauspieler. Innerhalb weniger Jahre hat sich Michael Fassbender mit der enormen Bandbreite seiner Schauspiel-...