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Hurricane

Packendes und stark emotionales Melodram um den wegen Mordes verurteilten Boxer Hurricane.


ohne Abbildung

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Erhältlich seit:
26.04.2001

Originaltitel: The Hurricane

Drama

USA 1999
Laufzeit: 140 Min.
FSK: ab 12

Denzel Washington
Vicellous Reon Shannon
Deborah Unger

Regie: Norman Jewison
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Hurricane

Nachdem Rubin "Hurricane" Carter seine Jugend in der Besserungsanstalt verbracht hat, gelingt ihm eine erfolgreiche Karriere als Boxer. Ja, er bringt es sogar bis zum Weltmeister. Doch dann hängt ihm derselbe Cop, der ihn einst ins Heim schickte, einen Mehrfachmord an. Erneut wandert Hurricane hinter Gitter, diesmal lebenslänglich. Nach Jahren der Verbitterung ist es schließlich die Brieffreundschaft zu einem afro-amerikanischen Schuljungen, die Carter wieder an den Sinn des Lebens glauben lässt.

Packendes Biopic und bewegendes Melodram zugleich ist Norman Jewisons ("Mondsüchtig") kongeniale Adaption von Carters Autobiographie "The Sixteenth Round" sowie dem Sachbuch "Lazarus and the Hurricane" von Sam Chaiton und Terry Swinton. Der Oscar-nominierte und Berlinale-prämierte Denzel Washington zeigt in der Titelrolle eine grandiose Leistung. Rund 33 Jahre nach "In der Hitze der Nacht" gelingt Jewison somit erneut ein flammendes Plädoyer wider den Rassismus. Mehr als nur ein Boxer-Film.

Hurricane

Während Robert De Niro etliche Pfunde zulegte, um in "Wie ein wilder Stier" einen Boxer zu spielen, speckte Denzel Washington für seine oscarreife Rolle des Boxchampions Rubin "Hurricane" Carter fast 60 Pfund ab. Das von Norman Jewison ("Mondsüchtig") ergreifend inszenierte Biopic erzählt mit einigen Freiheiten die Geschichte des schwarzen Boxweltmeisters Carter, der 1966 unschuldig für den Mord an drei Weißen verurteilt wurde und erst 19 Jahre dank des unermüdlichen Engagements von drei kanadischen Studenten freigesprochen wurde.

Das Drehbuch basiert auf Carters Autobiografie "The Sixteenth Round" und "Lazarus and the Hurricane" von Sam Chaiton und Terry Swinton, worin die kanadischen Aktivisten ihre Version der Ereignisse schilderten. Der Film hält sich zwar nicht sklavisch an alle Tatsachen, doch ging es vor allem darum, himmelschreienden Rassismus noch mehr hervorzuheben. Die erste Runde der emotionalen Tour De Force läutet Jewison mit schwarzweiß-Aufnahmen von Carters brachialen Titelkampf ein. Im Gegenschnitt wird der Mord von Weißen in einer Bar gezeigt. Darauf sieht man, wie Carter und ein Bekannter auf dem Weg nach Hause aufgehalten werden und ihnen in Folge die Morde vom korrupten und rassistischen Detective Della Pesca (Dan Hedaya als verabscheuungswürdiger Gesetzesverdreher) angehängt werden. Im Flashback wird offenbar, daß Pesca Carter bereits als Elfjährigen auf dem Kiecker hatte und für seine Unterbringung im Heim bis zum 21. Lebensjahr verantwortich war. Erneut wird der Champion hinter Gitter geschickt, diesmal lebenslänglich. Um den Horror des Gefangenseins zu demonstrieren, verzichtet Jewison auf die typischen Klischees von sadistischen Gefängniswärtern sowie Schlägereien und Vergewaltigung unter den Insassen. Stattdessen geht er auf den psychologischen und seelischen Schmerz ein, die Washington mit seiner intensiven, nuancierten Darstellung beeindruckend vermittelt. Die einzige Möglichkeit für ihn zu überleben, ist es, sich von grenzenlosem Hass getrieben keine Gefühlsbindungen zu erlauben. Das ändert sich erst, als der afro-amerikanische Schuljunge Lesra (Vicellous Reon Shannon) nach dem Lesen seiner Autobiografie eine Korrespondenz mit ihm beginnt und sich eine Art Vater/Sohn-Beziehung entwickelt. Lesras Mentoren, politisch engagierte Studenten (Deborah Kara Unger, Liev Schreiber, John Hannah) verschreiben sich dem Kampf um Hurricanes Freilassung.

Mit authentischen schwarzweiß Archivaufnahmen wird das zeitgenössische Klima des Rassismus (Schwarze werden grundlos von der Polizei zusammengeknüppelt) und des Protests (Demonstrationen für Carters Freilassung, ein Clip von Bob Dylan, dessen berühmte Ballade "Hurricane" sich durch den gesamten Film zieht) der 60er und 70er Jahre präsentiert. Die Botschaft des inspirierenden Dramas wird mit Carters Aussage, 'Hass hat mich hierher (ins Gefängnis) gebracht, Liebe wird mich freisetzen' prägnant auf den Punkt gebracht. Als größter Sieger könnte sich am Ende Washington erweisen, der eine Oscarnomierung allemal verdient hat. ara.

Darsteller:  Denzel Washington   als Rubin "Hurricane" Carter
  Vicellous Reon Shannon   als Lesra
  Deborah Unger   als Lisa
  Liev Schreiber   als Sam
  John Hannah   als Terry
  Dan Hedaya   als Della Pesca
  Debbi Morgan   als Mae Thelma
  Clancy Brown   als Lt. Jimmy Williams
  David Paymer   als Myron Bedlock
  Harris Yulin   als Leon Friedman
  Rod Steiger   als Richter Sarokin
  Garland Whitt   als John Artis
 
Regie:  Norman Jewison  
Buch:  Armyan Bernstein  
  Dan Gordon  
Musik:  Christopher Young  
Kamera:  Roger Deakins  
Produzent:  Armyan Bernstein  
  Norman Jewison  
  John Ketcham  
 

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