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I Am Legend

Spektakuläre Verfilmung von Richard Mathesons Sci-Fi-Klassiker über den vielleicht letzten Menschen auf Erden.


I Am Legend (Einzel-DVD)

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Erhältlich seit:
23.05.2008

Science Fiction/ Action

USA 2007
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 16

Will Smith
Alice Braga
Dash Mihok

Regie: Francis Lawrence
Warner Home Video Germany

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In Francis Lawrences Sci-Fi-Horror-Apocalypse ist Will Smith der vielleicht letzte Mensch unter infizierten, aggressiven und hungrigen Kreaturen.

Am Tag durchstreift Neville mit seinem Hund die verlassenen Straßen New Yorks (Foto: Warner) Großansicht

Am Tag durchstreift Neville mit seinem Hund die verlassenen Straßen New Yorks (Foto: Warner)

Zum Anfang des Jahres das Ende der Menschheit - unerbittlich und unheimlich präsentiert sich Hollywoods neue Vision vom Untergang. Sechs Milliarden Menschen drängten sich auf der Erde, bis ein unbekannter Virus sich blitzschnell verbreitete und die dominante Spezies ausrottete. Fast, denn zumindest ein Mann hat den viralen Globalangriff überlebt.

Warum ausgerechnet er, ist auch Robert Neville ein Rätsel. Alles hat der brillante Wissenschafter verloren, seine Familie, seine Freunde. Geblieben sind ihm die Erinnerungen, wie alles begann, wie alles endete. Und ein eiserner Wille, die Hoffnung nicht aufzugeben, dass es noch andere wie ihn geben, dass er mit seinem Blut vielleicht ein Serum gegen die Seuche finden könnte.

Mit der Dunkelheit kommt die Angst vor den Kreaturen der Nacht (Foto: Warner) Großansicht

Mit der Dunkelheit kommt die Angst vor den Kreaturen der Nacht (Foto: Warner)

Der letzte Überlebende

Diesen Ultimate Survivor spielt Will Smith - ein Star mit großer Durchsetzungstradition. Schließlich hat er in den meisten seiner Actionhits, aber auch zuletzt in "Das Streben nach Glück", ums Überleben gekämpft. Hier jedoch, in der bislang aufwendigsten Verfilmung von Richard Mathesons gleichnamigem Kultroman, ist er völlig isoliert und auf sich gestellt. Nur ein Schäferhund begleitet ihn auf seinen täglichen Erkundungszügen durch die verwaisten Straßen New Yorks, auf denen die Natur schon ihr Territorium zurückerobert.

Es sind spektakuläre Bilder, die dem Film in diesen Momenten eine gespenstische Schönheit verleihen. Bilder, wie man sie ansatzweise aus "28 Days Later", "12 Monkeys" oder aus dem Endzeitklassiker "Quiet Earth - Das letzte Experiment" kennt, die aber in diesem epischen Ausmaß und mit dieser Atmosphäre von absoluter Verlorenheit einzigartig sind.

Die Bedrohung ist immer ganz nah (Foto: Warner) Großansicht

Die Bedrohung ist immer ganz nah (Foto: Warner)

Suche nach Antworten

Realistisch wie diese düstere Vision ist auch die Routine, die Neville am Leben erhält. Tag für Tag sucht er mit Funksprüchen nach anderen Nichtinfizierten und im Labor nach Antworten - erntet Mais, jagt Wild, spielt auf den Dächern Manhattans Golf. Nachts allerdings verbarrikadiert er sich. Denn dann kommen sie, mutierte gefährliche Kreaturen, die Fleisch und die Dunkelheit brauchen. Sie sind intelligenter, als Neville vermutet, und warten auf ihre Chance, die Menschheit endgültig auszulöschen.

Hier, wenn das Böse im uneinsehbaren Schwarz lauert, zeigt der neue Film von Francis Lawrence ("Constantine") seine ganze Spannungs- und Actionkompetenz. Suspense und Attacke sind visuell so beeindruckend gelöst wie Isolation und Verwüstung.

Neville erinnert sich an Zeiten, in denen er nicht alleine war (Foto: Warner) Großansicht

Neville erinnert sich an Zeiten, in denen er nicht alleine war (Foto: Warner)

Metropole im Ausnahmezustand

Wie es dazu kam, verraten Rückblicke, die New York in Panik und sogar unter Beschuss zeigen. Massenszenen, in denen die Metropole tatsächlich eine Art Ausnahmezustand erlebte, wenn ganze Straßenzüge und auch die Brooklyn Bridge gesperrt wurden.

Der Aufwand hat sich gelohnt, das lange Warten nach den aufgegebenen Adaptionsversuchen von Ridley Scott und Michael Bay auch. "I am Legend" ist garantierter Nerventerror. Und das Schöne daran: Man muss sich ihm nicht alleine stellen.

I Am Legend (Einzel-DVD)

Als vielleicht letzter Mensch auf Erden ist Will Smith der beste Effekt in einem visuell verblüffenden, konstant spannenden Sci-Fi-Thriller.

Legendär selbst sind die Produktionswehen dieses Projektes, das durch die Hände von Ridley Scott und Michael Bay ging, bevor es bei "Constantine"-Entdeckung Francis Lawrence landete. Weil sich das fatalistische Finale aus Richard Mathesons Kultroman, die Kapitulation des Helden vor der Evolution, nicht in einen großen Unterhaltungsfilm integrieren ließ, suchten verschiedene Drehbuchautoren nach einem positiveren Erlösungskonzept. Eine rare Konstante dabei war Will Smith, der schon Bays erste Wahl war und den Richtungswechsel andeutet, den dieses Projekt nach Scott und seinem Star Schwarzenegger genommen hat. Ein Mix aus Charakterstudie und Actionfilm mit darstellerischer Dominanz - ein seltenes Phänomen in einem Genre, in dem originäre Ideen oder Bilder zum Staunen traditionell die Hauptrollen spielen. Smith allein trägt den Film emotional, assistiert von einem Schäferhund, der im Kino sicher seine eigene Fankurve bekommen wird. Dieses Duo streift seit drei Jahren allein durch die menschenleeren Straßen New Yorks. Ein Prolog erklärt die Keimzelle für den tödlichen Virus, der sich als Nebenwirkung eines Krebsmittels global verbreitete. Was mit New York und der Familie von Smiths Figur Robert Neville geschah, reicht der Film in Rückblicken nach. In Bildern von Ausnahmezustand und Panik, zu intensiven Erinnerungsfetzen komprimiert. In der Gegenwart versucht Biologe Neville, selbst immun gegen die Seuche, ein Gegenmittel zu finden. Getestet wird es auch an den Infizierten, an bleichen, hyperaggressiven humanoiden Kreaturen, die als kannibalistische Mutanten überlebt haben. Auch wenn die lichtempfindlichen, sich im Dunkeln zusammenrottenden Geschöpfe ihre digitalen Wurzeln nicht verbergen können, sind sie dennoch terrortauglich. Sorgen für ein Gefühl permanenter Bedrohung, wenn sie anfangs nur als unmenschliche Geräuschballung präsent sind, und für dynamische Survivalszenen, wenn sie schließlich attackieren. In der ersten Stunde ist "I am Legend" ein gespenstischer Genuss. Bilder von verwaisten Metropolen, wie sie "Quiet Earth" und "28 Tage später" noch fragmentarisch boten, sind hier Hauptdarsteller: Straßenzüge, auf denen das Gras den Asphalt gesprengt hat, Häuserschluchten mit verlassenen Autos, in denen Neville Jagd auf Rotwild macht - großartige Panoramen der Einsamkeit, die man fasziniert abspeichert. Lawrence zeigt die tägliche Routine, mit der Neville überlebt hat, aber auch die Symptome seines psychischen Verfalls. Mit seinem Hund spricht er, als zöge er sein Kind groß, mit Schaufensterpuppen, als träfe er gute alte Bekannte. Als eine der Unbelebten plötzlich ihren Standort wechselt, nimmt Nevilles Schicksal eine unerwartete Wende. So nebulös der Film bleibt, wie etwa Strom- und Wasserversorgung gewahrt blieben, warum Tiere Luft-, aber nicht Kontaktinfizierung überlebten, so überdeutlich ist er in seiner übereilten, überraschungsarmen Auflösung. Eine kleine Enttäuschung am Ende eines großen Abenteuers, das starke Momente in intimen Szenen, aber auch in mehreren intensiven Actionduellen hat. Unter den Verfilmungen von Mathesons Roman, angeführt von Charlton Hestons "Der Omega Mann", ist diese die aufregendste - und dabei, gegen den Trend, nicht dem Splatter, sondern der Spannung verpflichtet. kob.

I Am Legend (Einzel-DVD)

"Ich heiße Robert Neville. Ich habe in New York City überlebt. Falls esirgendwo noch jemanden gibt. irgendjemanden. Bitte. Du bist nicht allein." Auch der hervorragende Wissenschaftler Robert Neville (Will Smith) konnte den von Menschenhand entwickelten Virus nicht in den Griff bekommen - grausam und unerbittlich breitete sich die Epidemie über den gesamten Erdball aus. Unaufhaltsam.
Unheilbar. Aus unbekannten Gründen ist Neville immun - als einziger Mensch hat er in den Ruinen von New York City überlebt.
Vielleicht ist er sogar der letzte Mensch auf der ganzen Welt. Seit drei Jahren funkt er unbeirrt Botschaften durch den Äther - in seiner Verzweiflung sucht er so den Kontakt zu möglichen anderen Überlebenden. Doch der letzte Mensch auf der Erde ist nicht
allein: Lichtscheue Mutanten - die Infizierten - beobachten Neville auf Schritt und Tritt. Siewarten ab, bis er eines Tages einen tödlichen Fehler macht. Neville geht davon aus, dass die Zukunft der Menschheit allein von ihm abhängt. Deshalb verfolgt er hartnäckig sein Ziel: Er will die verheerenden Folgen des Virus umkehren, indem er die Immunstoffe seines eigenen Blutes nutzt.Doch er steht als Einzelkämpfer einer gewaltigen Übermacht gegenüber. Und die Zeit läuft ihm davon...

Quelle: Warner Home Video

Kurzfilm : Animierte Comics(Tod als Geschenk; Isolation; Einige wenige opfern, um die Masse zu retten; Die Zuflucht)

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Will Smith   als Robert Neville
  Alice Braga   als Anna
  Dash Mihok   als Alpha-Mann
  Charlie Tahan   als Ethan
  Salli Richardson   als Zoe
  Willow Smith   als Marley
 
Regie:  Francis Lawrence  
Buch:  Mark Protosevich  
  Akiva Goldsman  
Musik:  James Newton Howard  
Kamera:  Andrew Lesnie  
Produzent:  Akiva Goldsman  
  James Lassiter  
  David Heyman  
  Neal H. Moritz  

Seuchen, Zombies, Pandemien

Wenn US-Studios das Horrorszenario einer weltweiten Seuche entwerfen, mutiert für die gebeutelten Helden der Alltag zum ständigen Überlebenskampf.

Mehr als Zombiehorror: In "The Walking Dead" geht es nicht nur um Fleisch- sondern auch um Werte-Verfall Großansicht

Mehr als Zombiehorror: In "The Walking Dead" geht es nicht nur um Fleisch- sondern auch um Werte-Verfall

Nerven aus Drahtseil - die sollte man schon haben, wenn man sich plötzlich in einer Welt wiederfindet, in der nichts so ist wie bisher. Insofern hat es Rick Grimes (Andrew Lincoln) eigentlich ganz gut getroffen. Denn der Mann weiß, was er tut. Beziehungsweise tun muss. Nach einer Schussverletzung erwacht der Provinzpolizist aus dem Koma. Das Krankenhaus, durch das er irrt, ist menschenleer und gleicht einem Schlachtfeld. Als er endlich auf Lebende trifft, merkt er umgehend: Diesen Wesen sollte man lieber aus dem Weg gehen.

"The Walking Dead", die TV-Serie nach dem gleichnamigen Comic von Robert Kirkman und Tony Moore, beginnt wie der klassische Zombiehorror. Eine Seuche hat fast die gesamte Menschheit ausradiert, die wenigen Nicht-Infizierten kämpfen um ihr Überleben. Tatsächlich bietet das Serienformat aber einen komplett neuen Ansatz. Die Comicvorlage hat mittlerweile epische Ausmaße, seit Oktober 2003 erscheint Monat für Monat ein neues Heft. Die Serie greift diese fortlaufende Handlung auf - zwar nicht ansatzweise in dem Ausmaß, wie es mit dem Comic gelingt, aber doch weitaus effektiver, als es jeder Zombiefilm oder dessen Fortsetzung könnte.

Kein Mensch, nirgends: Will Smith in "I Am Legend" Großansicht

Kein Mensch, nirgends: Will Smith in "I Am Legend"

Der Blick wandert nach Innen

Sechs Episoden umfasst die erste Staffel, sieben die zweite. Und mit jeder Folge taucht der Zuschauer tiefer in das Horrorszenario ein, das für Rick Grimes Alltag bedeutet. Schnell wird klar: Die Zombies sind nicht das einzige Problem, mit dem die Überlebenden fertig werden müssen. Die menschlichen Abgründe, ihre Beziehung zueinander, das Abstumpfen und der sich entwickelnde Sadismus von Einzelnen stellt ein nicht minder schweres Problem dar.

"Carriers", das Regiedebüt der Brüder Alex und David Pastor, verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Zombies sieht man hier gar nicht. Die Seuche bringt den Tod, sie ist die unsichtbare Gefahr, die den Überlebenden im Nacken sitzt. Es ist also der subtile Horror, der in dem Seuchenthriller dominiert. Nicht Zombies, sondern die Angst regiert in dieser Welt. Und zum tödlichen Virus hat sich der nicht minder tödliche Verlust von Moral und Mitgefühl gesellt.

Nach diesem Film weiß man wirklich nicht mehr, was besser ist: In der Gruppe um das Überleben zu kämpfen und zumindest die vage Hoffnung auf ein Stückchen Geborgenheit und Rückhalt zu haben oder vollkommen allein auf sich gestellt zu sein und so zumindest nicht Gefahr zu laufen, hinterrücks betrogen zu werden. Ein Hund, wie er in "I Am Legend" Will Smith zur Seite steht, scheint eine gute Alternative zu sein. Allerdings lehrt dieser Film, dass auch die loyalsten Tiere nicht unsterblich sind und dass der Verlust eines solchen Sidekicks zu irrationalen Handlungen in einer ohnehin schon komplett irrationalen Welt führen kann.

Kämpft auf verlorenem Posten: Bruce Willis in "Twelve Monkeys" Großansicht

Kämpft auf verlorenem Posten: Bruce Willis in "Twelve Monkeys"

Die Geißel der Menschheit

"I Am Legend" ist auch ein sehr schönes Beispiel dafür, wie sich der Fokus von Seuchenfilmen verstärkt auf die Innenansicht der zur Verdammnis verurteilten Antihelden konzentriert. Zieht man etwa die auf dem gleichen Roman basierenden Endzeitklassiker "The Last Man on Earth" oder "Der Omega Mann" zum Vergleich heran, merkt man, dass in den älteren Verfilmungen der Horror vorrangig von den infizierten Untoten ausgeht. "Twelve Monkeys" hingegen spielt wieder ganz wunderbar auf der surreal-albtraumhaften Klaviatur der inneren Verlorenheit von Einzelkämpfer Bruce Willis.

Aber vollkommen egal, ob man nun den analytischen Blickwinkel bevorzugt, den realistischen Ansatz wie in "Outbreak" und der dritten Staffel von "24" oder den klassischen Zombieterror à la "28 Days Later" und "28 Weeks Later" - von der Vorstellung, dass Seuchen die Geißel der Menschheit sind, kommt die amerikanische Film- und Serienindustrie nicht los. Und solange all das nur Vision bleibt, kann man sich auch getrost auf den nächsten Albtraum freuen.

 

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Der Kumpel schlechthin. Frohnatur, Sprücheklopfer mit Herz, frechem Charme und der Fähigkeit, sich mit Leutseligkeit aus jedem Schlamassel...