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Leihvideo
Erhältlich seit:
21.02.2011
Originaltitel: Io sono l'amore
Italien 2009
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 12
Tilda Swinton
Flavio Parenti
Edoardo Gabbriellini
Regie: Luca Guadagnino
MFA+ Film Distribution

Das Mailänder Familienporträt, in dem Tilda Swinton ihre Leidenschaft zu einem Koch entdeckt, schlägt Cineasten in seinen Bann.
Keine Frage: "Io sono l'amore" ist ein Kunstfilm, der auf Festivals bereits mächtig Staub aufgewirbelt hat. Seinen Spielfilm dirigiert Luca Guadagnino, der zuvor mit der Skandal-Bestseller-Adaption "Melissa P." nur deutsche Videotheken erreichte, so poetisch-waghalsig wie eine Arie, die in einer Novelle Gustave Flauberts gesungen wird.
Zunächst entfaltet die Kamera von Yorick Le Saux (arbeitet sonst für François Ozon) mit beiläufiger Eleganz ein Bildnis der wohlhabenden Mailänder Textilfabrikantenfamilie Recchi. Man wohnt dem Treiben eines Fests bei, das offenbar nur mit Naturlicht den Prunk der Snobs und ihrer Dienerschaft abbildet. Während sich das Panorama rund um die Russin Emma (Tilda Swinton wie Meissner-Porzellan in der Madame-Bovary-Rolle) entfaltet, die in die alteingesessene Magnaten-Sippe eingeheiratet hat und als Signora drei erwachsene Kinder vorweisen kann, hat man genug Zeit Andeutungen und Zitate aus den "Buddenbrooks" und italienischen Klassikern von "Der Leopard" bis zum Mailand-Epos "Rocco und seine Brüder" zu entdecken.
Derweil legt Guadagnino, der mit drei Autoren die eigene Story adaptierte, seine Fährten so spröde und mit dramaturgischen Aussparungen aus, dass man sich lange auf die Pointe gedulden muss. Die kommt aber - und zwar in einem ästhetischen Rausch, der überwältigt und ohne jeden Kompromiss wie eine Oper Leidenschaften durchbuchstabiert: Emma verliebt sich zunächst in die Kochkunst des begnadeten Antonio, dann in ihn. Und schon ist aus einer behäbigen Familienchronik eine passionierte Amour Fou geworden, die mit orchestraler Musik und offenherzigen Liebesszenen eine stilistische Orgie offenbart, die sich nicht darum schert, ob man sie als prätenziös und bedeutungsschwer, oder als kunstfertig und revolutionär erlebt. Eine von "Vertigo", diversen Wagner-Opern bis hin zu klassischen französischen und russischen Literaten reichende Entdeckungsreise für den aufgeschlossene Kulturmenschen, der sich auf ein exquisites Kunstdrama und einer herausragenden Tilda Swinton freuen darf. tk.
| Darsteller: | Tilda Swinton | als Emma Recchi | |
|---|---|---|---|
| Flavio Parenti | als Edoardo Recchi Jr. | ||
| Edoardo Gabbriellini | als Antonio Biscaglia | ||
| Alba Rohrwacher | als Elisabetta Recchi | ||
| Pippo Delbono | als Tancredi Recchi | ||
| Maria Paiato | als Ida Roselli | ||
| Diane Fleri | als Eva Ugolini | ||
| Waris Ahluwalia | als Mr. Kubelkian | ||
| Marisa Berenson | als Allegra Recchi | ||
| Gabriele Ferzetti | als Edoardo Recchi Sr. | ||
| Regie: | Luca Guadagnino | ||
| Buch: | Luca Guadagnino | ||
| Barbara Alberti | |||
| Ivan Cotroneo | |||
| Walter Fasano | |||
| Musik: | John Adams | ||
| Kamera: | Yorick Le Saux | ||
| Produzent: | Luca Guadagnino | ||
| Francesco Melzi d'Eril | |||
| Marco Morabito | |||
| Tilda Swinton | |||
| Alessandro Usai | |||
| Massimiliano Violante | |||
I Am Love in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Italienisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Interviews, Behind the Scenes, Trailer
Star
Tilda Swinton
Über 15 Jahre war sie die Gallionsfigur der englischen Avantgarde, Muse des britischen Regisseurs Derek Jarman und erklärter Liebling...
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