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I Served the King of England

Jiri Menzels Verfilmung des Romans von Bohumil Hrabal über einen Emporkömmling zur Zeit der Nazi-Besatzung in Prag.


I Served the King of England

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Erhältlich seit:
18.06.2009

Originaltitel: Obsluhoval jsem anglického krále

Komödie/ Drama

Tschechien/Slowakei 2007
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 12

Oldrich Kaiser
Ivan Barnev
Julia Jentsch

Regie: Jirí Menzel
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Jiri Menzels Romanverfilmung über einen Kollaborateur zur Zeit der Nazi-Besatzung in Prag.

Jan hat eine große Karriere vor sich (Foto: Farbfilm (Barnsteiner)) Großansicht

Jan hat eine große Karriere vor sich (Foto: Farbfilm (Barnsteiner))

Die Geschichte eines Emporkömmlings: Jan Díte (jung: Ivan Barnev; alt: Oldrich Kaiser) verdient sich seine Brötchen als Aushilfskellner in einem Prager Nobelhotel. Aber er hat höhere Ziele, will sich unbedingt verbessern. Als die Nazis an die Macht kommen und Tschechien besetzen, sieht Jan seine Chance gekommen: Als Kollaborateur erhofft er sich eine goldene Zukunft.

Zwei Jahrzehnte europäischer Geschichte umfasst die Verfilmung eines der berühmtesten Romane des tschechischen Schriftstellers Bohumil Hrabal. Es ist der erste Spielfilm des tschechischen Altmeisters Jiri Menzel ("Liebe nach Fahrplan") seit 1994.

So sieht ein ausgezeichneter Kellner aus (Foto: Farbfilm (Barnsteiner)) Großansicht

So sieht ein ausgezeichneter Kellner aus (Foto: Farbfilm (Barnsteiner))

Gewinnerin an Bord

Er liefert eine besonders ambitionierte und besonnene Arbeit ab, in der unter anderem Bären-Gewinnerin Julia Jentsch ("Sophie Scholl - Die letzten Tage") eine der Hauptrollen spielt.

I Served the King of England

Meisterhafte tschechische Tragikomödie von Altmeister Jiri Menzel um kleine Leute im Räderwerk der Weltgeschichte; mit Julia Jentsch als Nazi-Lehrerin.

Der eigenartige Nationalcharakter der Tschechen, die Bier und Huren lieben, mit Geld um sich werfen und am liebsten alle drei Lebensqualitäten feiern, steht im Mittelpunkt des auf der Berlinale übergangenen Meisterwerks von Altmeister Jiri Menzel, der vierzehn Jahre nach "Die merkwürdigen Abenteuer des Soldaten Iwan Mukshin" endlich wieder einen Film gedreht hat. Menzel, 1968 für "Liebe nach Fahrplan" mit dem Auslands-Oscar und 1990 mit dem Goldenen Bären für seine zwanzig Jahre verbotene Politsatire "Lerchen am Faden" ausgezeichnet, hat mit "I served..." den Schelmenroman des böhmischen Autors Bohumil Hrabal (1914-1997) verfilmt und eine geniale Symbiose aus Thomas Manns "Felix Krull", Jaroslav Haseks "Der brave Soldat Schweijk" und der Avantgarde des tschechischen Films inszeniert.

Die fiktiven Erzählungen des Kellners Jan Dite (jung: Ivan Barnev; alt: Oldrich Kaiser) führen vom Ende des Ersten Weltkriegs bis in die 60er-Jahre und beleuchten Weltgeschichte aus der Perspektive des gewitzten kleinen Mannes, der sich durch die Zeitläufe laviert. Durchgängiges Motiv ist Dites Fähigkeit, sich verschmitzt anzupassen und Geld zu machen, was bei jedem neuen Erfolg einen Jobwechsel als Kellner, Oberkellner oder Hotelportier mit sich führt. Menzel inszeniert das mit großem Spaß an übermütigem Slapstick, ironischen Eskapaden und fröhlich freizügigen Sexszenen. Historisch stehen die Besetzung von Böhmen und Mähren, die Nachkriegsvertreibung der Deutschen und die kommunistische Machtübernahme 1948, die Dite für fünzehn Jahre hinter Gittern bringt, an.

In einer tragenden Nebenrolle spielt Julia Jentsch ("Sophie Scholl") genüsslich eine sudetendeutsche Turnlehrerin, die Nazi-Parolen schwingt, etwas tschechisch spricht, Dite heiratet und in einer köstlichen Szene beim "nationalsozialistischen Beischlaf" seinen Kopf beiseite rückt, um das Führerbild an der Wand zu sehen. So komisch kann Geschichte sein. Menzels Film sprüht vor inszenatorischen Einfällen (die Musik der Bäume hören; Rivalitäten der Kellner), Running Gags (Geldhaufen; Spiegel, Speisen und Getränke) und einem gepfefferten Erzählerkommentar. Für Cineasten eine Fundgrube sind Zitate und Anspielungen auf Menzels eigenes Werk ("Liebe nach Fahrplan" und "Die wunderbaren Männer mit der Kurbel") und die Avantgarde der 60er-Jahre (Vera Chytilovas "Tausendschönchen"). In Tschechien hat die zauberhafte Tragikomödie, die manches allein mit Bildern erzählt, Kassenrekorde gebrochen. ger.

I Served the King of England

Jan Dite (alt: Oldrich Kaiser, jung: Ivan Barnev) ist klein, aber mit großen Ambitionen. Er ist gewitzt, gerissen, hinterhältig, und er ist Kellner in einem Dorf-Pub. Aber sein erklärtes Ziel ist es, Millionär zu werden. Er hört und sieht alles und nutzt sein dadurch erworbenes Wissen immer zu seinen Gunsten aus, egal, wer deshalb daran glauben muss. So schafft er es während des Zweiten Weltkrieges bis zum Restaurant-Chef eines Prager Nobelschuppens. Und dann hilft ihm das Schicksal in Gestalt von Lisa (Julia Jentsch), einer Krankenschwester, die an der Front ihren Dienst tut. Er heiratet sie, sie bringt die Briefmarkensammlung eines Juden mit, der die Marken "zurücklassen" musste. Dumm ist nur, dass Lisa kurz darauf stirbt. Aber na gut, Jan verkauft die Sammlung und sein Traum wird wahr, er wird Millionär. Er lebt in Saus und Braus, bis die Kommunisten an die Macht kommen, und die mögen keine reichen Menschen.

Quelle: EuroVideo

Darsteller:  Oldrich Kaiser   als Jan Dite (alt)
  Ivan Barnev   als Jan Dite (jung)
  Julia Jentsch   als Liza
  Martin Huba   als Skrivánek
  Marian Labuda   als Walden
  Milan Lasica   als Professor
  Josef Abrham   als Brandjes
  Jíri Labus   als Hotelchef
  Jaromir Dulava   als Kellner Karel
 
Regie:  Jirí Menzel  
Buch:  Jirí Menzel  
Musik:  Ales Brezina  
Kamera:  Jaromír Sofr  
Produzent:  Rudolf Biermann  

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Julia Jentsch

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