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Ich habe keine Angst

Beeindruckendes italienisches Filmkunstwerk über einen Jungen, der entdeckt, dass seine Eltern mit Entführern im Bunde sind.


Ich habe keine Angst

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Erhältlich seit:
19.10.2004

Originaltitel: Io non ho paura

Drama

Italien/Spanien/Großbritannien 2002
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12

Giuseppe Cristiano
Mattia Di Pierro
Adriana Conserva

Regie: Gabriele Salvatores
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Beeindruckendes italienisches Filmkunstwerk über einen Jungen, der entdeckt, dass seine Eltern mit Entführern im Bunde sind.

Der kleine Michele macht eine erschreckende Entdeckung (Foto: Kinowelt) Großansicht

Der kleine Michele macht eine erschreckende Entdeckung (Foto: Kinowelt)

Im flirrenden Hochsommer 1978 erobern Michele (Giuseppe Cristiano) und seine fünf Freunde in einem kleinen Dorf in Apulien, das nur aus vier Häusern besteht, mit Fahrrädern die Hecken und Weizenfelder der Umgebung. Auf einem verlassenen Bauernhof findet Michele in einem Erdloch einen verdreckten, verschorften, blinden und ausgehungerten Knaben seines Alters.

Michele freundet sich mit dem angeketteten "Wolfsjungen" an, bringt ihm heimlich Essen und Wasser. Als er erkennt, dass die Eltern mit dem unheimlichen Gast Sergio (Diego Abatantuono) zu den Entführern dieses Filippo gehören, ist seine Kindheit verloren. Michele trifft eine Entscheidung: Er schützt die hilflose Kreatur, trägt Filippo ins Freie.

Michele erkennt: Erwachsenen kann man nicht trauen (Foto: Kinowelt) Großansicht

Michele erkennt: Erwachsenen kann man nicht trauen (Foto: Kinowelt)

Plötzlich erwachsen

Nach dem Roman "Die Herren des Hügels" von Niccolò Ammaniti inszeniert Regisseur Gabriele Salvatores ("Mediterraneo") einen großen Film über kleine Leute und das abrupte Ende einer Kindheit.

Das ästhetisch beeindruckende kleine Kunstwerk überzeugt durch erstaunliche Kinderdarsteller, knappe präzise Dialoge, eine traumhafte Lichtregie und eine Kamera, die konsequent aus der Perspektive der Protagonisten aufnimmt.

Ich habe keine Angst

Ein großer Film über kleine Leute, das abrupte Ende einer Kindheit und den Verlust des Vertrauens in die Verräterwelt der Erwachsenen. Gabriele Salvatores ästhetisch beeindruckendes kleines Kunstwerk über einen Jungen, der entdeckt, dass seine Eltern mit Entführern im Bunde sind und das Ende seines Kinderkosmos erlebt, wurde 2003 im Wettbewerb der Berlinale übergangen, dabei überzeugt er durch die erstaunlichen Kinderdarsteller, knappe präzise Dialoge, eine traumhafte Lichtregie und eine Kamera, die konsequent aus der Perspektive der Protagonisten aufnimmt: Sie wurde auf 1,30 Meter heruntergefahren.

Nach dem Roman "Die Herren des Hügels" von Niccolò Ammaniti erzählt Regisseur Gabriele Salvatores (1992 Oscar für "Mediteraneo") vom zehnjährigen Michele (sehr intensiv und ernst: Giuseppe Cristiano). Im flirrenden Hochsommer 1978 erobern Michele und seine fünf Freunde in einem kleinen Dorf in Apulien, das nur aus vier Häusern besteht, mit Fahrrädern die Hecken und Weizenfelder der Umgebung. Auf einem verlassenen Bauernhof findet Michele in einem Erdloch einen verdreckten, verschorften, blinden und ausgehungerten Knaben seines Alters. Michele freundet sich mit dem angeketteten "Wolfsjungen" an, bringt ihm heimlich Essen und Wasser. Als er erkennt, dass die Eltern mit dem unheimlichen Gast Sergio (Diego Abantuono) zu den Entführern dieses Filippo gehören, ist seine Kindheit verloren. Michele trifft eine Entscheidung: Er schützt die hilflose Kreatur, trägt Filippo ins Freie.

Salvatores inszeniert den ersten Teil als wunderschönes Horrormärchen, das fast ohne Dialoge die gedrückt merkwürdige Stimmung im Dorf mit den traumhaften Bildern der Wüste aus Weizen und der Tiere kontrastiert. Die Entdeckung Filippos schlägt wie ein Schock ein, das Versteckspiel Micheles ist Krimi um Kinder, die mutig, opferbereit und mit gesundem Gefühl für Recht, selbstlose Hilfe und Freundschaft in Konflikte mit den kriminell grotesken Taten der Erwachsenen geraten. Für das Ende der Kindheit findet Salvatore eine brutal stimmige Metapher: Das Weizenfeld, jenes magische Reich, wo Wirklichkeit und Fantasie verschwimmen, verschwindet unter drei Mähdreschern. Wegen der grandiosen Bilder aus dem goldfarbenen Niemandsland und dem Verständnis der Nöte aller Figuren ein sehenswertes mediterranes Kunstwerk fürs Arthouse-Publikum. ger.

Darsteller:  Giuseppe Cristiano   als Michele
  Mattia Di Pierro   als Filippo
  Adriana Conserva   als Barbara
  Fabio Tetta   als Teschio
  Giulia Matturo   als Maria
  Stefano Biase   als Salvatore
  Fabio Antonacci   als Remo
  Aitana Sánchez-Gijón   als Anna
  Dino Abbrescia   als Pino
  Diego Abatantuono   als Sergio
  Giorgio Careccia   als Felice
  Antonella Stefanucci   als Assunta
  Riccardo Zinna   als Pietro
  Michele Vasca   als Candela
  Susy Sanchez   als Filippos Mutter
 
Regie:  Gabriele Salvatores  
Buch:  Niccolò Ammaniti  
  Francesca Marciano  
Musik:  Pepo Scherman  
  Ezio Bosso  
Kamera:  Italo Daniele Petriccione  
Produzent:  Maurizio Totti  
  Riccardo Tozzi  
  Giovanni Stabilini  
  Marco Chimenz  
 

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