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Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Zweiter Teil des Teenie-Schockers mit dem Killer im Ostfriesennerz.


Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

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Erhältlich seit:
09.11.1999

Originaltitel: I Still Know What You Did Last Summer

Horror

USA 1998
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 16

Jennifer Love Hewitt
Freddie Prinze Jr.
Brandy

Regie: Danny Cannon
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Zwölf Monate sind bereits seit den schrecklichen Morden des "Fischers" vergangen - doch immer noch leidet Julie unter Alpträumen. Um sich abzulenken, nimmt sie das Angebot ihrer Freundin Karla an, mit Freunden zwei Wochen auf einer Karibik-Insel zu verbringen. Im Hotel angekommen, erfahren die Urlauber allerdings, dass die Saison schon vorbei sei und bereits für den nächsten Tag ein schwerer Sturm angekündigt ist. Zu allem Überfluss kehrt in der Nacht auch noch der "Fischer" zurück und nimmt sein blutiges Handwerk wieder auf...

Routinierte Fortsetzung des Hits "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast", der bisweilen an von Trey Callaway verantworteten Drehbuchschwächen leidet. Für Fans reißerischer Schauwerte ist dennoch viel geboten: Der Stilist Danny Cannon ("Young Americans") kreierte elegante, opulente Bilder, die Schockeffekte würden jedem Splattermovie zur Ehre gereichen und die beiden weiblichen Stars Jennifer Love Hewitt und Brandy präsentieren sich lolitahaft aufreizend.

Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Mit der von "Scream - Schrei" aktivierten Horror-Renaissance geht das unvermeidbare Prequel-Fieber einher, mit dem sich bereits das für die neue Schocker-Generation Pate stehende Gore-Genre in den achtziger Jahren zielstrebig das eigene Grab schaufelte. Nach "Scream 2" folgt nun das Sequel zu dem ebenfalls von Metzelmaestro Kevin Williamson (seine neue Skribtarbeit "The Faculty" - Regie: Robert Rodriguez - steht zu Weihnachten an) geschriebenen Slasher-Sleeperhit "Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast". Diesmal wurde das Drehbuch des Folgefilms reichlich formelhaft von Trey Callaway verfaßt: Glänzte schon das Original nur bedingt mit Originalität, fällt die Anhäufung geradliniger Genreklischees in der Fortsetzung sehr deutlich auf.

Die Story setzt genau ein Jahr nach den Ereignissen des ersten Teils ein, nachdem Julie (Jennifer Love Hewitt wandelt axtschwingend auf Screamqueen-Pfaden von Jamie Lee Curtis) und drei ihrer Freunde von dem Fischer Ben Willis und seinem tödlichen rechten Haken heimgesucht wurden. Der Killer im Ostfriesennerz war und ist auch jetzt wieder in Sachen Rache unterwegs, da die Teens seine vermeintliche Leiche einst nach einem Autounfall im Meer versenkt hatten. In Bewegung gesetzt werden die Ereignisse, als Julies Freundin Karla (R&B-Jungdiva Brandy kreischt sich formidabel durch ihr Leinwanddebüt) in einem Radiowettbewerb trotz falscher Antwort eine Reise auf die Bahamas nimmt und neben Julie noch ihren lüsternen Freund Tyrell (Mekhi Phifer aus Clockers) und den braven Will Benson (Matthew Settle) auf den (Abschlacht-)Trip ins Paradies nimmt. Dort werden sie nicht nur von einem tückischen tropischen Regensturm überrascht, sondern sehen sich dem irren Mörder ausgesetzt. Kenntnis des ersten Teils ist zwar hilfreich, um Julies schreckhafte Paranoia nachzuvollziehen, jedoch keineswegs Voraussetzung, einen Schritt vor den sich entfaltenden blutigen Ereignissen zu bleiben. Wie bereits in dem Teenschocker "Düstere Legenden" werden eine Überzahl an falschen Schreckmomenten eingebaut, mit denen 38 Jahre nach "Psycho" wohl nur noch Uninitiierte zu überraschen sind. Einiges an Spannung wird dagegen mit den hinlänglich erprobten Einstellungen erzeugt, in denen der Zuschauer den am nichtsahnenden Opfer vorbeihuschenden Killer sieht. Die musikalische Untermalung bewegt sich ebenfalls auf bekanntem Terrain und besteht aus den typisch düsteren Klanggebilden, die in Momenten drohenden Unheils laut anschwellen. In bester Tradition wird zum Abschluß noch eine unerwartete Handlungswendung eingebaut, die aufmerksame Zuschauer jedoch bereits aus "Scream - Schrei" kennen dürften. Daß mit der allerletzten Szene einem dritten Teil Vorschub geleistet wird, überrascht nicht: Er soll sich bereits in Arbeit befinden. Ob dieser Schritt gerechtfertigt ist, wird letztlich das Gesamteinspiel dieses von selbstironischem Humor fast gänzlich freien Schlitzerschockers zeigen. Mit 16,5 Mio. Dollar Einspiel am Startwochenende ist der Grundstein dafür gelegt. ara.

Darsteller:  Jennifer Love Hewitt   als Julie James
  Freddie Prinze Jr.   als Ray Bronson
  Brandy   als Karla Wilson
  Mekhi Phifer   als Tyrell
  Muse Watson   als Ben Willis
  Matthew Settle   als Will Benson
  Bill Cobbs   als Estes
  Jeffrey Combs   als Brooks
  Jennifer Esposito   als Nancy
  John Hawkes   als Dave
 
Regie:  Danny Cannon  
Buch:  Trey Callaway  
Musik:  John C. Frizzell  
Kamera:  Vernon Layton  
Produzent:  Neal H. Moritz  
  Erik Feig  
  Stokely Chaffin  
  William S. Beasley  

Achtung: Scharfe Kurven!

Jennifer Love Hewitt hat sich erst spät an ihre weiblichen Formen gewöhnt - demnächst wird sie im "Smoking" von Kevin Donovan eine exzellente Figur abgeben.

Tatsächlich: Auch im Wet-Look sieht Jenny toll aus

Tatsächlich: Auch im Wet-Look sieht Jenny toll aus

Sie ist definitiv eine Herzensbrecherin. Doch wer hätte gedacht, dass der Titel von Jennifer Love Hewitts Gaunerkomödie "Heartbreakers - Achtung: scharfe Kurven!" gleich eine doppelte Wahrheit enthält?

Denn Jenny war von ihren weiblichen Formen als junge Frau ziemlich schockiert: "Ich war total verunsichert - ich war 11 Jahre alt und dachte mir: 'Hey, was passiert mit mir?!'"

Doch die spätere Horror-Queen ("Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast 1" und 2) lernte ihre Vorzüge bald zu schätzen - und setzt sie seitdem auch gerne gewinnbringend auf der Kinoleinwand in Szene:

"Irgendwann dachte ich mir dann: 'Wow, was für ein wunderbares Accessoire zu einem T-Shirt - früher habe ich im T-Shirt nie so gut ausgesehen!' Man muss so eine Gabe einfach mit offenen Armen empfangen."

Da kann man nur zustimmen. Auch "Der Smoking", den ihr Regisseur Kevin Donovan auf den Leib geschneidert hat, dürfte Jennifer sicher gut stehen: In der actionreichen Agentenkomödie spielt sie die unerfahrene Assistentin des Chauffeurs Jimmy Thong, dargestellt von Jackie Chan. Als dessen Herr und Meister (Jason Isaacs) im Krankenhaus landet, fällt den Beiden zufällig sein Smoking in die Hände - der sich als technisches Wunderwerk á la Inspektor Gadget erweist.

Zu bewundern gibt's das Ganze ab November - genau die richtige Zeit, um sich von Jackie und Jenny gehörig einheizen zu lassen.

 

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