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Kaufvideo
Erhältlich seit:
07.08.2008
Originaltitel: I Know What You Did Last Summer
USA 1997
Laufzeit: 100 Min.
FSK: nicht unter 18
Jennifer Love Hewitt
Sarah Michelle Gellar
Ryan Phillippe
Regie: Jim Gillespie
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Wes Cravens smarter Teen-Schocker "Scream - Schrei!", der mit einem US-Einspiel von mehr als 103 Mio. Dollar eine lukrative Renaissance des Horrorfilms einläutete, steht nun auch in deutschen Lichtspielhäusern vor der Tür. Fast zeitgleich streicht die ebenfalls von Kevin Williams verfaßte Metzelmär "I Know What You Did Last Summer" - eine Verbindung, die Sony in seiner effizienten Werbekampagne deutlich hervorzuheben wußte (bis "Scream"-Verleih Miramax eine Unterlassungsklage anstrengte) - im Vorfeld des amerikanischen Halloween-Gruselfesttags sensationelle Umsätze ein.
Ähnlich genresprengend wie "Scream - Schrei!" ist das Regiedebüt von Jim Gillespie allerdings nicht ausgefallen. Anstatt das Genre postmodern zu transzendieren, orientiert sich "I Know..." in erster Linie sehr deutlich an den von klassischen Slasher-Vorbildern diktierten Gefilden und läuft routiniert nach dem bewährten, wenn auch durch falsche Fährten ergänzten "Wer-ist-der/die-Nächste-beim-Sterben-Schema"ab. Wie so oft zuvor findet sich das Grauen an einem idyllischem Ort ein, in diesem Fall in einem verschlafenen Fischerstädtchen in North Carolina. Zwei junge befreundete Pärchen - Schönheitskönigin Helen (Sarah Michelle Gellar sorgt als TV-Heroine in "Buffy the Vampire Slayer" für Furore) und der aggressiv-arrogante Barry (Ryan Phillippe), die vernünftige Julie (Jennifer Love Hewitt aus der Fernsehserie "Party of Five") und der rechtschaffene Ray (Freddie Prinze Jr. aus "The House of Yes") - überfahren auf dem Nachhauseweg nach einer Feier des Unabhängigkeitstags auf einer abgelegenen Küstenstraße einen Mann, der plötzlich aus dem Nichts auftaucht. Nach kurzer Debatte beschließen sie, die Leiche ins Meer zu werfen, doch in bester Stehauf-Manier des Halloween-Psychos Mike Myers erwacht ihr Opfer kurz vor dem Untertauchen nochmals zum Leben. Aus einem Unfall wird somit endgültig ein Mord. Angeknüpft wird am Unabhängigkeitstag genau ein Jahr später. Die Wege der jugendlichen Protagonisten haben sich getrennt, jeder kämpft mit den Schuldgefühlen und hat dafür seinen Traum von der Verwirklichung des eigenen Potentials geopfert. Die nervlich angeschlagene Julie erhält einen anonymen Brief, der die Titelzeile zum Inhalt hat. Sie wendet sich an ihre ehemaligen Freunde, und als gemischtes Doppel müssen sie schon bald um ihr Leben fürchten. Ein Killer - unkenntlich-gesichtslos in einen Ostfriesennerz gehüllt - treibt mit riesigem Haken (wie er bereits in John Carpenters "Nebel des Grauens" und in "Candyman" zum Einsatz gebracht wurde) sein blutig-bestialisches Handwerk. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, den Attacken des Unbekannten auszuweichen, fahnden die vier Teenager in ihrem Bekanntenkreis, der Familie ihres Opfers ("Volcano"-Mimin Anne Heche als degenerierte "Texas Chainsaw Massacre"-ähnliche Landbewohnerin) und gar in den eigenen Reihen nach dem dämonischen Aggressor. Die ausgedehnte Auflösung auf einem Fischkutter fällt dann unerwartet, wenngleich ein wenig unbefriedigend aus.
Die Spannung wird mit durchschlagend punktierten Schockmomenten hochgeputscht, während sich die graphische Gewalt vergleichsweise in Grenzen hält. Darstellerisch wird der Film von der überzeugenden Scream Queen Hewitt getragen, die wie ihre Serienkollegin Neve Campell in "Scream - Schrei!" eine ideale Identifikationsfigur abgibt. Geneigte Horrorfans wird der Schocker, der sich mit Ausnahme einer höheren Professionalität bei der Realisierung nur unwesentlich von den zahllosen Vorbildern abhebt, womöglich kalt lassen, auch wenn sie zum Schwelgen in den großzügig eingestreuten Genrereferenzen geradezu eingeladen werden. Das blendende Abschneiden am US-Boxoffice ("I Know What You Did Last Summer" ist auf dem Weg, der erfolgreichste Film der US-Herbstsaison zu werden) läßt jedoch darauf schließen, daß längst eine neue Publikumsgeneration in die Kinos drängt, um sich unvoreingenommen ins neue Jahrtausend hineinzugruseln. Inwiefern der Erfolg auf deutsche Verhältnisse übertragbar ist, wird sich zeigen, wenn die ersten "Scream-Schrei"-Ergebnisse bekannt werden. ara.
Vier Freunde unterwegs in einer Sommernacht: Mit mörderischem Tempo fahren sie die Küste entlang, als ihnen plötzlich eine Gestalt vor das Auto springt und am Straßenrand liegenbleibt. Voller Panik werfen sie den leblosen Körper ins Meer und schwören sich, keiner Menschenseele jemals etwas zu erzählen. Doch ein Jahr später kehrt der Horror des Sommers zurück. Alle Beteiligten erhalten rätselhafte Drohungen, sie ahnen: es gibt jemanden, der um ihr schreckliches Geheimnis weiß. Ein erster, blutiger Mord geschieht und der Unbekannte will anscheinend nicht ruhen, bis einer nach dem anderen ein grausames Ende gefunden hat ...
Kurzbewertung:
Nervenzerreißender Horror-Thriller von "Scream"-Autor Kevin Williamson mit den Jungstars Sarah Michelle Gellar (Scream 2) und Jennifer Love Hewitt (Sister Act 2, Ghost Whisperer - TV).
Quelle: Sony Pictures
Filmkommentare: Regisseur Jim Gillespie, Steve Mirkovich (Schnitt)
Kurzfilm "Joyride" mit Kommentar
Filmdokumentation (Making of)
Musikvideo: Kula Shaker "Hush"
Trailer
Quelle: Sony Pictures
| Darsteller: | Jennifer Love Hewitt | als Julie James | |
|---|---|---|---|
| Sarah Michelle Gellar | als Helen Shivers | ||
| Ryan Phillippe | als Barry Cox | ||
| Freddie Prinze Jr. | als Ray Bronson | ||
| Muse Watson | als Benjamin Willis | ||
| Anne Heche | als Melissa Egan | ||
| Bridgette Wilson | als Elsa Shivers | ||
| Johnny Galecki | als Max | ||
| Regie: | Jim Gillespie | ||
| Buch: | Kevin Williamson | ||
| Musik: | John Debney | ||
| Kamera: | Denis Crossan | ||
| Produzent: | Neal H. Moritz | ||
| Stokely Chaffin | |||
| Erik Feig | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch Dolby TrueHD 5.1, Englisch Dolby TrueHD 5.1, Spanisch Dolby TrueHD 5.1, Russisch DD 5.1
Tonformat: Dolby TrueHD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Türkisch, Arabisch, Dänisch, Engl. f. Hörg., Finnisch, Griechisch, Hebräisch, Hindi, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Tschechisch, Ungarisch
Bildformat: 1:2,40/16:9
Extras: Audiokommentar, Kurzfilm, Making of, Musikvideo, Trailer
Filmkommentare: Regisseur Jim Gillespie, Steve Mirkovich (Schnitt)
Kurzfilm "Joyride" mit Kommentar
Filmdokumentation (Making of)
Musikvideo: Kula Shaker "Hush"
Trailer
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