DVD Kaufvideo

Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast

Effektiver Teen-Horror in der Nachfolge von "Freitag der 13", der mit tiefschürfenden Psychogrammen aufwartet.


Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast

Kaufvideo

Erhältlich seit:
17.11.1998

Originaltitel: I Know What You Did Last Summer

Horror

USA 1997
Laufzeit: 97 Min.
FSK: nicht unter 18

Jennifer Love Hewitt
Sarah Michelle Gellar
Ryan Phillippe

Regie: Jim Gillespie
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Bild 1 von 5

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast

Julie, Helen, Barry und Ray begießen den Umstand, daß man nun den provinziellen Mief hinter sich zu lassen und Karriere in den Metropolen zu machen gedenkt. Einer solchen Karriere könnte allerdings ein Mord im Wege stehen, und genau den begeht das Quartett, als man nach der Party betrunken dahinrasend einen Passanten plättet. Aber es hat ja keiner gesehen. Oder etwa doch? Als die Übeltäter im nächsten Sommer wieder zusammenkommen, lichtet eine geheimnisvolle Mordserie ihre Reihen.

"Freitag der 13." auf dem Budgetniveau eines soliden Hollywooddramas. Kevin Williamson, Drehbuch-Mastermind hinter der ironischen Teenagerschlachtplatte "Scream", schrieb auch das Script zu dieser Horrorproduktion, die "Scream" zwar weder formal noch inhaltlich das Wasser reicht, das einschlägig interessierte Publikum aber nichtsdestotrotz zu begeistern wußte. War mit 70 Millionen Dollar Einspiel einer der Boxoffice-Könige des letzten Sommers.

Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast

Wes Cravens smarter Teen-Schocker "Scream - Schrei!", der mit einem US-Einspiel von mehr als 103 Mio. Dollar eine lukrative Renaissance des Horrorfilms einläutete, steht nun auch in deutschen Lichtspielhäusern vor der Tür. Fast zeitgleich streicht die ebenfalls von Kevin Williams verfaßte Metzelmär "I Know What You Did Last Summer" - eine Verbindung, die Sony in seiner effizienten Werbekampagne deutlich hervorzuheben wußte (bis "Scream"-Verleih Miramax eine Unterlassungsklage anstrengte) - im Vorfeld des amerikanischen Halloween-Gruselfesttags sensationelle Umsätze ein.

Ähnlich genresprengend wie "Scream - Schrei!" ist das Regiedebüt von Jim Gillespie allerdings nicht ausgefallen. Anstatt das Genre postmodern zu transzendieren, orientiert sich "I Know..." in erster Linie sehr deutlich an den von klassischen Slasher-Vorbildern diktierten Gefilden und läuft routiniert nach dem bewährten, wenn auch durch falsche Fährten ergänzten "Wer-ist-der/die-Nächste-beim-Sterben-Schema"ab. Wie so oft zuvor findet sich das Grauen an einem idyllischem Ort ein, in diesem Fall in einem verschlafenen Fischerstädtchen in North Carolina. Zwei junge befreundete Pärchen - Schönheitskönigin Helen (Sarah Michelle Gellar sorgt als TV-Heroine in "Buffy the Vampire Slayer" für Furore) und der aggressiv-arrogante Barry (Ryan Phillippe), die vernünftige Julie (Jennifer Love Hewitt aus der Fernsehserie "Party of Five") und der rechtschaffene Ray (Freddie Prinze Jr. aus "The House of Yes") - überfahren auf dem Nachhauseweg nach einer Feier des Unabhängigkeitstags auf einer abgelegenen Küstenstraße einen Mann, der plötzlich aus dem Nichts auftaucht. Nach kurzer Debatte beschließen sie, die Leiche ins Meer zu werfen, doch in bester Stehauf-Manier des Halloween-Psychos Mike Myers erwacht ihr Opfer kurz vor dem Untertauchen nochmals zum Leben. Aus einem Unfall wird somit endgültig ein Mord. Angeknüpft wird am Unabhängigkeitstag genau ein Jahr später. Die Wege der jugendlichen Protagonisten haben sich getrennt, jeder kämpft mit den Schuldgefühlen und hat dafür seinen Traum von der Verwirklichung des eigenen Potentials geopfert. Die nervlich angeschlagene Julie erhält einen anonymen Brief, der die Titelzeile zum Inhalt hat. Sie wendet sich an ihre ehemaligen Freunde, und als gemischtes Doppel müssen sie schon bald um ihr Leben fürchten. Ein Killer - unkenntlich-gesichtslos in einen Ostfriesennerz gehüllt - treibt mit riesigem Haken (wie er bereits in John Carpenters "Nebel des Grauens" und in "Candyman" zum Einsatz gebracht wurde) sein blutig-bestialisches Handwerk. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, den Attacken des Unbekannten auszuweichen, fahnden die vier Teenager in ihrem Bekanntenkreis, der Familie ihres Opfers ("Volcano"-Mimin Anne Heche als degenerierte "Texas Chainsaw Massacre"-ähnliche Landbewohnerin) und gar in den eigenen Reihen nach dem dämonischen Aggressor. Die ausgedehnte Auflösung auf einem Fischkutter fällt dann unerwartet, wenngleich ein wenig unbefriedigend aus.

Die Spannung wird mit durchschlagend punktierten Schockmomenten hochgeputscht, während sich die graphische Gewalt vergleichsweise in Grenzen hält. Darstellerisch wird der Film von der überzeugenden Scream Queen Hewitt getragen, die wie ihre Serienkollegin Neve Campell in "Scream - Schrei!" eine ideale Identifikationsfigur abgibt. Geneigte Horrorfans wird der Schocker, der sich mit Ausnahme einer höheren Professionalität bei der Realisierung nur unwesentlich von den zahllosen Vorbildern abhebt, womöglich kalt lassen, auch wenn sie zum Schwelgen in den großzügig eingestreuten Genrereferenzen geradezu eingeladen werden. Das blendende Abschneiden am US-Boxoffice ("I Know What You Did Last Summer" ist auf dem Weg, der erfolgreichste Film der US-Herbstsaison zu werden) läßt jedoch darauf schließen, daß längst eine neue Publikumsgeneration in die Kinos drängt, um sich unvoreingenommen ins neue Jahrtausend hineinzugruseln. Inwiefern der Erfolg auf deutsche Verhältnisse übertragbar ist, wird sich zeigen, wenn die ersten "Scream-Schrei"-Ergebnisse bekannt werden. ara.

Darsteller:  Jennifer Love Hewitt   als Julie James
  Sarah Michelle Gellar   als Helen Shivers
  Ryan Phillippe   als Barry Cox
  Freddie Prinze Jr.   als Ray Bronson
  Muse Watson   als Benjamin Willis
  Anne Heche   als Melissa Egan
  Bridgette Wilson   als Elsa Shivers
  Johnny Galecki   als Max
 
Regie:  Jim Gillespie  
Buch:  Kevin Williamson  
Musik:  John Debney  
Kamera:  Denis Crossan  
Produzent:  Neal H. Moritz  
  Stokely Chaffin  
  Erik Feig  

Buffy bald mit Babybauch?

Immer neue Pläne: <br />Sarah Michelle Gellar

Immer neue Pläne: <br />Sarah Michelle Gellar

Die Frischvermählten Schauspieler Sarah Michelle Gellar und Freddie Prinze Jr. wünschen sich ein Baby.

Das hinreißende Pärchen lernte sich 1997 am Set von "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" kennen. Vor einer Woche heirateten sie romantisch an einem schönen Strand von Mexiko.

Freddie ist von dem "Nachwuchs-Gedanken" begeistert: "Vater zu sein ist das Einzige, was ich mir jetzt noch vom Leben wünsche. Ich werde der beste Vater sein den Sie je gesehen haben. Ich werde immer Vater des Jahres sein und Sarah wird die wunderbarste Mutter sein."

Tragischerweise hatte Freddie seinen eigenen Vater, den Fernsehschauspieler Freddie Prinze sehr früh verloren. Dieser begann 1977 Selbstmord, als Freddie erst zehn Monate alt war.

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Jennifer Love Hewitt

Sie muss sich durch Eismassen wühlen und stößt unerwartet auf immer neue Leichen im Schiffskutter des Grauens. Der Teenage-...

 

Star

Sarah Michelle Gellar

Mit Horror und Übernatürlichem als ihren täglichen filmischen Begleitern mauserte sich Sarah Michelle Gellar vom blonden...