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Ich will da sein - Jenny Gröllmann

Der Dokumentarfilm über die 2006 verstorbene DEFA-Größe ist ein Dokument der DDR-Filmgeschichte und ein sehr persönliches Porträt.


Ich will da sein - Jenny Gröllmann

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Erhältlich seit:
04.12.2009

Porträt/Biographie

Deutschland 2008
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12

Jenny Gröllmann
Hermann Beyer
Michael Gwisdek

Regie: Petra Weisenburger
good!movies

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Der Dokumentarfilm über die 2006 verstorbene DEFA-Größe ist ein Dokument der DDR-Filmgeschichte und ein sehr persönliches Porträt.

In der DDR war Jenny Gröllmann schon früh ein Star (Foto: defa-spektrum) Großansicht

In der DDR war Jenny Gröllmann schon früh ein Star (Foto: defa-spektrum)

Jenny Gröllmanns Werdegang als Schauspielergröße aus DDR-Zeiten, Charakterdarstellerin und Künstlerpersönlichkeit vor der Kamera, auf der Bühne und im privaten Leben, wird festgehalten in intimen Bildern.

Die Geschichte dieser außergewöhnlichen Frau erzählt von Anerkennung, Vergessenheit und Selbstverwirklichung. Ihr Weg ins gesamt deutsche Fernsehen, ihr Kampf gegen den Krebs sowie ihre Ängste und Wünsche stehen im Mittelpunkt.

Der mit dem Max Ophüls Preis ausgezeichnete Dokumentarfilm von Petra Weisenburger begleitet die 2006 verstorbene DEFA-Größe Jenny Gröllmann während ihrer letzten drei Lebensjahre.

Jenny Gröllmann in "Dein unbekannter Bruder" (Foto: defa-spektrum) Großansicht

Jenny Gröllmann in "Dein unbekannter Bruder" (Foto: defa-spektrum)

Bewegendes Porträt

Filmausschnitte, Fotomontagen sowie Interviews mit Michael Gwisdek, Henry Hübchen und anderen Wegbegleitern kombinieren Fiktion und Realität. Herausgekommen ist ein bewegendes, zuweilen aber zu persönliches und unkritisches Porträt.

Ich will da sein - Jenny Gröllmann

Sehr subjektive Liebeserklärung an die Schauspielerin Jenny Gröllmann, die vier Jahrzehnte am Theater, bei der DEFA und später vor allem im bundesdeutschen Fernsehen ("Liebling Kreuzberg") wirkte.

Über 60 Rollen hat die 2006 an Krebs verstorbene Gröllmann gespielt - vom DEFA-Klassiker "Ich war neunzehn" (1968) bis zu aktuellen "Tatort"-Folgen. Wie ihre Kollegen und Freunde sie wahrnehmen, früher und heute, erforscht Petra Weisenburger in ihrer sehr persönlichen und auch ziemlich distanzlosen Dokumentation. Mit vielen erhellenden Filmausschnitten, die von Interviews flankiert werden, durchmisst sie eine Karriere und entdeckt das doch herzlich unbekannte Territorium der DDR-Filmproduktionen.

Vertraute wie Hermann Beyer, Michael Gwisdek oder Henry Hübchen beschreiben sie als Paradiesvogel, als Muse, als Sexsymbol der ostdeutschen Künstlerszene, wo jeder jeden kannte. Allein der Umstand, in der sozialistischen Republik zu leben, habe ihre Weltkarriere vom Umfang einer Gina Lollobrigida und Sophia Loren verhindert, will man den schwärmerischen Bekundungen glauben. Aufnahmen aus den 60ern/70ern bestätigen das Bild einer wandlungsfähigen Vollblutschauspielerin, die trotz Hobbit-Ohren den Sex-Appeal einer Scarlett Johansson ausstrahlte und als charismatisches It-Girl der DEFA entzückte - eine wahre Erscheinung mit Faible für verträumte Figuren. Das erlaubt gleichzeitig einen aufschlussreichen Einblick in die Filmmachart jener Zeit, wo Poesie und Peinlichkeit, Pathos und Provinzialität Hand in Hand gehen und - dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb - ein wichtiges Kapitel der Filmästhetik aufdecken, das aus heutiger Sicht weitgehend terra incognita ist.

Neben Männergeschichten und Herkunft reißt Weisenburger erst spät die im Boulevard breitgetretenen Vorwürfe ihrer IM-Akte bei der Stasi auf. Wie jüngst ein Gericht verfügte, darf Gröllmann nicht als Stasi-Spitzel bezeichnet werden, auch wenn die Birthler-Behörde in einer Untersuchung zu gegenteiligem Ergebnis kam. Außer Unschuldsbeteuerungen aller Freunde und schwerer Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Ulrich Mühe ("Das Leben der anderen") - der damals noch lebte, aber nicht interviewt wurde -, fällt Weisenburger dazu nichts Aufklärendes ein. Objektivität ist etwas anderes. Ihre unkritische Huldigung emotionalisiert lieber kräftig mit parteiischen Mitteln. Man fragt sich zwangsläufig, wie sich wohl Tochter Anna Maria Mühe bei solcher Polemik fühlt. Das freilich dürfte film- und gesellschaftshistorisch Interessierte sowie Fans der DEFA-Diva nicht weiter stören. tk.

Ich will da sein - Jenny Gröllmann

Jenny Gröllmann, oft die Romy Schneider des Ostens genannt, war eine der großen Charakterdarstellerinnen und imponierendsten Künstlerpersönlichkeiten der DDR. Einer ihrer Karrierehöhepunkte war die Hölderlin-Verfilmung "Hälfte des Lebens", mit der Jenny Gröllmann und Ulrich Mühe zum DEFA-Traumpaar wurden. "Ich will da sein - Jenny Gröllmann" begleitet sie während ihrer letzten zwei Lebensjahre. Mit Filmausschnitten und parallel montierten Bildern und Gesprächen mit Kollegen und Wegbegleitern wird die Karriere einer besonderen Schauspielerin und das bewegende persönliche Portrait einer starken Frau gezeichnet. Die Parallelerzählung von Fiktion und Realität verdichtet sich zu einem faszinierenden Dokument der Schauspielkunst, der Filmgeschichte und schließlich deutschen Geschichte. Ein Film über Glück und Tragik - erzählt mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Quelle: good!movies

 

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