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Igby!

Smarte und hochkarätig besetzte Ensemble-Komödie über die Selbstfindung und "Reifeprüfung" eines Teenagers, der gegen seine Familie rebelliert.


Igby!

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Erhältlich seit:
14.03.2008

Originaltitel: Igby Goes Down

Komödie/ Drama

USA 2002
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12

Kieran Culkin
Susan Sarandon
Jeff Goldblum

Regie: Burr Steers
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Kieran Culkin, Claire Danes und Ryan Phillippe in einer Komödie über das Erwachsenwerden.

Eine neue "Reifeprüfung" Großansicht

Eine neue "Reifeprüfung"

Man könnte sagen, Igby Slocumb (Kieran Culkin) kommt aus gutem Hause. Aber unter der luxuriösen Oberfläche seiner Upper-Class-Familie tun sich Abgründe auf, gegen die der sarkastische Siebzehnjährige rebelliert. Was zählen schon all die Privilegien und der seit Generationen vererbte Reichtum, wenn man solch eine Familie hat: der Vater schizophren (Bill Pullman), die Mutter gefühlskalt (Susan Sarandon) und der Bruder (Ryan Phillippe) so erzkonservativ wie die Bush-Regierung.

Igby hat diese Menschen und dieses Leben satt. Er reißt aus seiner Privatschule aus, kommt Dank der Kreditkarte seiner Mutter bis nach New York, wo er bei seinem reichen Patenonkels D. H. Banes (Jeff Goldblum) unterkommt. Dort erweckt zunächst das schöne Dienstmädchen Rachel (Amanda Peet), die mit ihrem Chef schläft, seine pubertäre Aufmerksamkeit. Dann verliebt sich die süße Sookie (Claire Danes) in ihn. Als die Familienprobleme Igby einholen, plant er, mit Sookie nun auch New York hinter sich zu lassen...

Burr Steers überrascht mit einem der aufregendsten Regie-Debüts seit langem, mit straffem Drehbuch, trockenen Pointen und New Yorker Originalschauplätzen. Ein großartig besetzter Film über das Erwachsenwerden, der den Kultfilm "Die Reifeprüfung" wieder lebendig werden lässt und seinen Stars Susan Sarandon und Kieran Culkin bereits Golden Globe-Nominierungen einbrachte.

Igby!

Was lockt große Namen in eine kleine Komödie, in der ein Ableger aus dem Culkin-Clan die Titelrolle spielt? Die Antwort liefert das literarisch gefärbte Drehbuch von Newcomer Burr Steers. Ein lustvoll spöttisches, im Kern aber empfindsames Erstlingswerk, das mehr von Sprachwitz und skurrilen Charakteren als von Plot lebt. Der siebzehnjährige Protagonist könnte gut ein "Tenenbaum", das merkwürdige Figurenpersonal eine Kreation John Irvings sein. Einen Konjunktiv braucht diese Expedition eines wohlhabend, wenn auch distanziert aufgewachsenen Jungen ins wahre Leben aber nicht. Sie ist amüsant, intelligent, unsentimental und prominent genug besetzt, um sich als originelles Kontrastprogramm zu Klamauk- oder Romantikkomödien behaupten zu können.

Ein Film, in dem eine zentrale, wenn auch nur im Hintergrund präsente Figur in die Schizophrenie flüchtet, gerade als sie im materiellen Kosmos alles erreicht hat, verdient per se Anerkennung im Aufzeigen alternativer Lebenswege. Viele Charaktere dieses Regiedebüts beziehen irgendwo zwischen fehlerhaft und unangenehm Position, werden aber nicht verdammt. Uneingeschränkter Sympathieträger aber ist Protagonist Igby (sehr gut als verweigernde und verwundete Seele: Kieran Culkin), jüngster Sohn einer dominanten, liebesunfähigen, todkranken Mutter (Susan Sarandon), Bruder eines konservativen Schnösels (Ryan Phillipe) und Patenkind eines reichen Geschäftsmannes mit Charme, Geliebter und ausgeprägter Skrupellosigkeit.

Das Milieu des Films, die vermögende Upper-Class der Ostküste, kennt Autor-Regisseur Steers aus seiner Biographie (Jacqueline Kennedy Onassis war seine Stieftante). Nach eigenen Worten inspiriert von frühen Filmen von Mike Nichols oder Hal Ashby, von Salingers Kultroman "Fänger im Roggen" und John Kennedy Tooles zynischem Totalverweigerer aus "Ignaz - Oder die Verschwörung der Idioten", entlässt Steers Igby in die Welt. Trotz des Vermögens seiner Familie hat der Teenager kein Geld und keinen Bock auf ein Karriere- und Ego-gesteuertes Leben, fliegt inkompatibel von allen Schulen, flüchtet nach New York, erlebt ausgerechnet mit der Bettmaus seines Patenonkels ersten Sex und mit Studentin Sookie (Claire Danes) erste Liebe. Bunt, schrill, alles andere als perfekt und gerade deshalb nicht leicht zu vergessen sind die Wesen, die Igbys Initiation ins erwachsene Leben begleiten, auf der New York nur Zwischenstation ist. Mit Sarkasmus kommentiert Igby diese Welt und ihr Personal, beobachtet, lässt sich treiben und findet am Ende zwar keine Erleuchtung, wohl aber die Kraft, neue, selbstbestimmte Wege zu suchen.

Moral- und sentimentfreier Ton, Humor und Besetzung des Films addieren sich zu einer Charakterkomödie, in der das Heiligtum der Familie und vieles mehr in Frage gestellt wird. Gut unterhalten kann man sich hier. Und im Unterschied zu Steers Drehbuchbeitrag zu einem US-Komödienhit, der Mitte April auch in den deutschen Kinos anlaufen wird, wird man den Eindruck in zehn Tagen nicht los. kob.

Igby!

Beißend-scharf und schwarz wie die Nacht, glänzt diese Komödie mit einem überwältigenden Aufgebot an Stars, darunter Kieran Culkin, Claire Danes, Jeff Goldblum, Jared Harris, Amanda Peet, Ryan Phillippe, Bill Pullman, sowie Oscar[r]-Preisträgerin Susan Sarandon*. Und alle liefern sie eine grandiose Vorstellung! Igby Slocumb, 17-jähriger Spross aus reichem Hause, ist ein Rebell von Dean'schem Format, der aber sehr genau weiß, was er zu tun hat: Nur weg von dieser Familie! Von der pillenschluckenden Mutter, dem schizophrenen Vater, dem angepassten Bruder und dem skrupellosen Onkel. Von älteren Frauen an-, von Freunden und Familien immer wieder heruntergezogen, kämpft der witzige, einfallsreiche Igby entschlossen darum, über Wasser zu bleiben - auch wenn alles untergeht.

* 1995: Beste Hauptdarstellerin, "Dead Man Walking"

Quelle: Fox

" Auf den Spuren von Igby
" Audiokommentar von Kieran Culkin und Regisseur Burr Steers
" Nicht verwendete Szenen mit
" Kommentaren des Regisseurs
" Hinter den Kulissen: Fotogalerie
" Trailer

Quelle: Fox

Darsteller:  Kieran Culkin   als Igby Slocumb
  Susan Sarandon   als Mimi Slocumb
  Jeff Goldblum   als D.H.
  Claire Danes   als Sookie Sapperstein
  Ryan Phillippe   als Oliver Slocumb
  Bill Pullman   als Jason Slocumb
  Amanda Peet   als Rachel
  Jared Harris   als Russel
  Rory Culkin   als Igby (jung)
  Kathleen Gáti  
  Cassidy Ladden  
  David Arrow  
  Gannon Forrester  
  Erin Fritch  
  Amber Gross  
  Dean Nolen  
 
Regie:  Burr Steers  
Buch:  Burr Steers  
Musik:  Uwe Fahrenkrog-Petersen  
Kamera:  Wedigo von Schultzendorff  
Produzent:  Marco Weber  
  Lisa Tornell  
 

Igby! in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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Susan Sarandon

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