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Illuminati

Zweiter Thriller mit Dan Browns Entschlüsselungsheld Robert Langdon, der nun die Zerstörung des Vatikans durch einen Geheimbund zu verhindern versucht.


Illuminati (Extended Version)

Leihvideo

Erhältlich seit:
15.10.2009

Originaltitel: Angels & Demons

Thriller

USA 2009
Laufzeit: 141 Min.
FSK: ab 16

Tom Hanks
Ewan McGregor
Stellan Skarsgård

Regie: Ron Howard
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Wie toppt man einen Welterfolg? Der Nachfolger von "The Da Vinci Code - Sakrileg" bietet dafür alle notwendigen Zutaten.

Robert Langdons Wissen ist wieder gefragt (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Robert Langdons Wissen ist wieder gefragt (Foto: Sony Pictures)

785 Millionen $. Das ist die überirdische Summe, die "The Da Vinci Code - Sakrileg" an den Kinokassen einspielte. Einen solchen Welterfolg hatten die Advokaten des Vatikans, die gegen die vermeintlich kirchenfeindlichen Botschaften gewettert hatten, nicht erwartet. Aber solche Zahlen belegen eindeutig, welch großes Publikum für eine ungewöhnliche Mischung aus Mystizismus mit Actionelementen und historischen Exkursionen existiert.

Das darf sich jetzt über eine Fortsetzung freuen, die all das bietet, was schon den ersten Teil auszeichnete. Auch "Illuminati" taucht ein in die Welt geschichtlicher Geheimnisse, die in der Gegenwart eine tödliche Wirkung entfalten. Wieder begibt sich Symbol-Spezialist Professor Langdon (Tom Hanks) auf eine atemlose Rätsel-Jagd, um den Sieg finsterer Mächte zu verhindern, und erneut bildet ein Bestseller von Dan Brown die Vorlage.

Das nächste Opfer musste dran glauben (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Das nächste Opfer musste dran glauben (Foto: Sony Pictures)

Nicht davor, sondern dahinter

Aber gleichzeitig entwickelt der Film die Stärken der Ouvertüre weiter. Deshalb schildert "Illuminati" - anders als der Roman - nicht eine Vorgeschichte des "Da Vinci Code", sondern baut auf dessen Erzählmotiven auf. Denn diesmal ist es ironischerweise die katholische Kirche, die den viel belesenen Helden um Hilfe ersucht: Ein berühmt-berüchtigter Geheimbund, die bewussten Illuminaten, hat es darauf abgesehen, vier Kardinäle umzubringen und den Vatikan einschließlich Petersdom mit einer hypermodernen Antimaterie- Bombe dem Erdboden gleichzumachen.

Daraus entwickelt sich der klassische Wettlauf gegen die Zeit - einer der bewährtesten Thriller-Mechanismen überhaupt. Der Film gewinnt, weil er die historischen Lehrstunden und alternativen Philosophien des "Da Vinci Code" abwerfen kann und sich auf pures Spannungskino reduziert. Das scheint auch Hauptdarsteller Tom Hanks zu gefallen, der sich mit spürbarer Souveränität und Vergnügen in seine Blockbuster-Rolle stürzt. Vielleicht genießt er auch die illustren Schauplätze, an die "Illuminati" seine Protagonisten und den Zuschauer entführt - pittoreske römische Szenerien, wie sie so noch nie im Film zu sehen waren, einschließlich der atemberaubenden Interieurs des Petersdoms, die freilich im Studio gedreht wurden.

Können Robert und Vittoria die Katastrophe noch verhindern? (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Können Robert und Vittoria die Katastrophe noch verhindern? (Foto: Sony Pictures)

Ein Film für alle

Ein Film, der alle begeistern wird, die Anhänger des Brown'schen Bestsellers ebenso wie die Action-Süchtigen - und generell ein Publikum, das Lust hat auf einen Kinoabend mit einer gut dosierten Mischung aus Stars - neben Tom Hanks u. a. Ewan McGregor, Stellan Skarsgård und Armin Mueller-Stahl - Grusel, Spannung und ungewöhnlichen Bildern. Genau das richtige Erfolgsrezept für eines der Kinohighlights des Jahres.

Illuminati (Extended Version)

Auch im zweiten Kinoeinsatz bekämpft Tom Hanks' Symbologe Robert Langdon eine Verschwörung vor dem Hintergrund europäischer Kunst- und Kirchengeschichte.

Eine Glaubensfrage war "The Da Vinci Code - Sakrileg" zumindest in den Resultaten nicht. Mit einem globalen Einspiel von mehr als 750 Mio. US Dollar war die Verfilmung von Dan Browns Bestseller das kommerzielle Ausrufezeichen, das Hanks und Ron Howard in die ersten Sequels ihrer Karrieren als Darsteller und Regisseur trieb. Vom Auftakt in Genf abgesehen, ist jetzt Rom Schauplatz der Ereignisse, die, weniger mysteriös angelegt als im Vorgänger nun auf diesen folgen und damit die Chronologie der Bücher umkehren. Die dubiosen Aspekte der Vorlage, von Entführungen mit angedachten Vergewaltigungen bis zu Papstnachwuchs durch künstliche Befruchtung, wurden mit den romantischen Teilen ausgemerzt, womit Hanks auch mit neuer Begleitung nur Vornamen austauschen darf, wenn der Plot, auf wenige Stunden komprimiert, permanenten Zeitdruck garantiert. Im Prolog in Genf, im größten Teilchenbeschleuniger der Welt, wird erstmals Antimaterie erzeugt und im fragilen Schwebezustand gesichert. Nach einem Mord wird der Behälter mit dem hochexplosiven Inhalt gestohlen und in der Vatikanstadt versteckt, um diese um Mitternacht auszulöschen. Verantwortlich dafür soll der Geheimbund der Illuminaten sein, der Jahrhunderte nach seiner brutalen Verfolgung durch das Papsttum Rache nehmen will, auch durch die Entführung von vier Kardinälen, die zum engen Kandidatenkreis für die Wahl des neuen Papstes zählen und am Abend im Stundentakt öffentlich hingerichtet werden sollen. Jeder der Tatorte enthält Hinweise auf den nächsten und schließlich auch auf die Bombe. Entschlüsselt werden diese von Robert Langdon und der Physikerin Vittoria Vetra (Ayelet Zurer aus "München") - beide Lexika auf Beinen in Fragen von Naturwissenschaft, Religion, Kunst und Geschichte. Während das Duo auf Schnitzeljagd durch Rom hetzt, gibt sich Armin Mueller-Stahl als Kardinal, der den Vatikan nicht evakuieren und die Papstwahl nicht verschieben will, hauptverdächtig, die treibende Kraft der Illuminaten-Wiedergeburt zu sein. Viele Blicke auf suspekte Gestalten wirft die Kamera, um mögliche Mittäter für den Zuschauer zu markieren, der sonst das Rätselraten recht passiv verfolgen muss und den Entführer und Auftragskiller nach 35 Minuten zu Gesicht bekommt. Durch den Druck der Bombe und der Mord-Ultimaten bedingt, erlaubt sich Howards Thriller kaum Atempausen, bringt aber dennoch Humor ein und Hanks, der fitter als im Vorgänger wirkt und erneut viel erklärenden Dialog zu bewältigen hat, in Konfrontationen mit dem Killer in Gefahr, ohne aber Mitgefühl für die Opfer erzeugen zu können. Zum Ende hin sorgt eine Druckwelle für visuelles Spektakel, bevor der finale Twist platziert und die anfangs religionsskeptische für eine versöhnlichere Haltung aufgegeben wird. kob.

Darsteller:  Tom Hanks   als Robert Langdon
  Ewan McGregor   als Camerlengo Patrick Mckenna
  Stellan Skarsgård   als Richter
  Ayelet July Zurer   als Vittoria Vetra
  Kristof Konrad   als Reporter
  Masasa Moyo   als Reporterin
  Victor Alfieri   als Carabinieri
  Curt Lowens   als Kardinal Ebner
  Armin Mueller-Stahl   als Kardinal Strauss
  Pierfrancesco Favino   als Inspektor Olivetti
  Nikolaj Lie Kaas   als Attentäter
  Thure Lindhardt   als Chartrand
 
Regie:  Ron Howard  
Buch:  Akiva Goldsman  
Musik:  Hans Zimmer  
Kamera:  Salvatore Totino  
Produzent:  John Calley  
  Brian Grazer  

Ron Howard gibt dritter Dan-Brown-Verfilmung einen Korb

Weil Ron Howard Lust auf neuen Filmstoff hat, muss das Filmstudio Sony für die Verfilmung von Dan Browns Literaturhit "Das verlorene Symbol" einen neuen Regisseur suchen.

Ron Howard hat genug vom Vatikan (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Ron Howard hat genug vom Vatikan (Foto: Kurt Krieger)

Genug von sakralen Verschwörungen: Ron Howard wird bei der Verfilmung des Dan Brown-Bestsellers "Das verlorene Symbol" nicht auf dem Regiestuhl Platz nehmen. "Er möchte nicht immer das Gleiche machen, die gleichen Charaktere und die gleichen Geschichten", wird ein Insider im Filmnachrichtenblog "Deadline.com" zitiert.

Howard hatte zuvor schon die beiden Dan-Brown-Bestseller "The Da Vinci Code - Sakrileg" und "Angels & Demons" (dt. Titel: "Illuminati") für Sony Pictures in Szene gesetzt. Sie hatten in den deutschen Kinos zusammen mehr als zehn Mio. Besucher angelockt und weltweit mehr als 1,2 Mrd. Dollar eingespielt.

Im Gegensatz zu Ron Howard ist Tom Hanks wieder im "Dan Brown"-Boot

Wie schon in den anderen beiden Dan-Brown-Verfilmungen wird Tom Hanks auch in "Das verlorene Symbol" die Hauptrolle spielen. Wer anstelle von Howard, der als Produzent mit an Bord sein wird, Regie führen wird, steht noch nicht fest.

Erst in der vergangenen Woche hatte Universal die Verfilmung der Stephen King-Fantasyreihe "Der dunkle Turm" zu den Akten gelegt, bei der Howard Regie hätte führen sollen. Dafür ist er im Gespräch, für Warner Bros. die Verfilmung des Jon Krakauer-Bestsellers "Under the Banner of Heaven" sowie das "Mad"-Comic "Spion & Spion" als Realfilm zu inszenieren.

 

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