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I'm a Cyborg, But That's OK

Exzentrische Science-Fiction-Romanze über ein Mädchen, das sich für einen Roboter hält und in ihrer Anstalt in einen jungen Mann verliebt.


I'm a Cyborg, But That's OK

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Erhältlich seit:
20.01.2012

Originaltitel: Saibogujiman kwenchana

Drama/ Komödie

Südkorea 2006
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 12

Lim Su-jeong
Rain
Lee Yong-nyeo

Regie: Park Chan-wook
Rapid Eye Movies HE

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Exzentrische Science-Fiction-Romanze über ein Mädchen, das sich für einen Roboter hält und sich in der Anstalt in einen jungen Mann verliebt.

Die Zimmer sind trist, doch das Leben in der Anstalt birgt Überraschungen (Foto: Rapid Eye Movies) Großansicht

Die Zimmer sind trist, doch das Leben in der Anstalt birgt Überraschungen (Foto: Rapid Eye Movies)

Das junge Mädchen Young-goon (Lim Su-jung) hält sich für einen Kampfroboter und wird deshalb in eine Anstalt eingewiesen. Dort will sie mit den Ärzten nichts zu tun haben und verweigert Essen, da es ihrer Mechanik Schaden zufügen könnte.

Doch dann lernt sie den jungen Il-sun (Rain) kennen und verliebt sich in ihn. Auch er ist nicht von ungefähr in der Anstalt: Er ist überzeugt davon, die Seelen und Angewohnheiten anderer Menschen anzunehmen.

Nach Abschluss seiner Rachetrilogie ("Sympathy for Mr. Vengeance", "Oldboy", "Lady Vengeance") gönnt sich der südkoreanische Regiemeister Park Chan-wook mit seiner Science-Fiction-Romanze einen deutlich weniger brutalen, aber in keiner Weise weniger exzentrischen Stoff.

Zwei verwirrte Menschen haben sich gefunden (Foto: Rapid Eye Movies) Großansicht

Zwei verwirrte Menschen haben sich gefunden (Foto: Rapid Eye Movies)

Verworren, aber einzigartig

Wie immer erzählt er die Geschichte, besetzt mit seiner "Lady Vengeance"-Darstellerin Kim Byung-ok und Popstar Rain, elliptisch und bisweilen verworren, bleibt mit seiner eigentümlichen Bildsprache dennoch stets faszinierend und einzigartig.

I'm a Cyborg, But That's OK

Originelle, verspielte und schräg romantische Liebesgeschichte mit SF-Zitaten als Groteskversion von "Einer flog über das Kuckucksnest".

Mit dem Alfred-Bauer-Preis der Berlinale für einen Film, der neue Perspektiven der Filmkunst aufzeigt, ausgezeichnet, war der Film des Koreaners Park Chan-wook, bei uns mit der Rachtetrilogie "Mr. Vengeance", Old Boy" und "Lady Vengeance" bekannt, der verrückteste des Festivals. Keine Beschreibung wird der in einer Irrenanstalt spielenden, vor Einfällen übersprühenden Liebesgeschichte gerecht, deren Reichtum an Farben, Ausstattung, Dekormalerei, verspielten Zitaten und zauberhaft gespielten Liebesszenen ihresgleichen sucht.

Die Vorspannsequenz, eine Verbeugung vor Chaplins "Moderne Zeiten" und "Metropolis", führt die Heldin Young-gun (Lim Soo-jung) als Fließbandarbeiterin ein, die in der Fabrik verrückt wird, sich für einen Cyborg hält, an die Steckdose anschließt und im Asyl landet. Im gleißend hellen Licht der Anstalt spricht sie mit Maschinen, Uhren und Geräten, lernt andere Patienten kennen und mäht in Fantasieszenen, die von "Terminator 1" bis zu John Woos Meisterwerk "Hard Boiled" (Showdowns in der Klinik) vergnüglich Massaker zitieren, mit aus ihren Roboter-Fingerspitzen ausgefahrenen Maschinengewehrmündungen Ärzte und Personal in weißen Kitteln nieder: eine schön bizarre Revolution.

Im Zentrum steht die Liebesgeschichte zwischen Young und dem Meisterdieb mit Haargeweih Il-soon (Jung Ji-hoon, in Asien als Popstar Rain ein Name), der anderen ihre Begabungen stiehlt. Ihm gelingt es, der an Batterien leckenden Young das Leben zu retten und ihr Herz zu gewinnen. Die Liebesszenen im Heizungskeller, bei einer Operation am Rücken und mit Hörgeräten und Drähten an Wänden sind so verspielt wie in Michel Gondrys "Science of Sleep" und führen mit hinreißenden Jodlern als Liebeswerbung direkt in die Schweiz als Fluchtort der Fantasie. Bei der Preisverleihung wandte sich Park, einer der besten Regisseure der Welt, galant entschuldigend an seine Ehefrau mit "Ich bin ein Filmregisseur, aber das macht nichts." ger.

I'm a Cyborg, But That's OK

Young-gun ist überzeugt ein Cyborg zu sein. Sie spricht mit Getränkeautomaten, verweigert menschliche Nahrung und trägt Batterien bei sich, um sich jederzeit wieder aufladen zu können. In einer Nervenklinik begegnet sie Il-sun, der glaubt, er könne anderen Menschen ihre Fähigkeiten klauen. Und auch wenn sich das für einen Cyborg nicht gehört, entwickelt Young-gun Gefühle für Il-sun. Ihre exzentrisch-zarte Romanze, voller Schlafflüge und Jodeleinlagen, ist in Gefahr, als Young-gun wegen Unterernährung zu sterben droht. Doch Il-sun ist zu allem bereit und nutzt seine Gabe, um Young-gun zurückzuholen.

Regisseur PARK Chan-wook (OLDBOY) bezeichnet I'M A CYBORG, BUT THAT'S OK als "kind of a romantic comedy" - das lässt jeden, der auch nur eine Ahnung vom Oeuvre des koreanischen Ausnahmeregisseurs hat, einiges vermuten. Doch der Film sprengt die Dimension des Vorstellbaren. Die abgedrehte Mischung aus EINER FLOG ÜBER'S KUCKUCKSNEST, dem Ideenreichtum Michel Gondrys und der visuellen Kraft des koreanischen Kinos ist ein beinahe anarchistisches Meisterwerk.

Quelle: Rapid Eye Movies

- Making Of
- Deleted Scenes
- Interviews
- Berlinale-Special
- Kinotrailer

Quelle: Rapid Eye Movies

Darsteller:  Lim Su-jeong   als Young-gun
  Rain   als Il-sun
  Lee Yong-nyeo   als Young-guns Mutter
  Oh Dal-su   als Shin
  You Ho-Jeong   als Il-sun's Mutter
 
Regie:  Park Chan-wook  
Buch:  Jeong Seo-Gyeong  
  Park Chan-wook  
Musik:  Jo Yeong-wook  
Kamera:  Jung Jung-hu  
Produzent:  Lee Chun-Yun  
 

I'm a Cyborg, But That's OK in der Fotoshow

 

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