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Im Angesicht des Verbrechens

Zehnteilige Dramaserie über die Berliner Russen-Mafia, in deren Zentrum ein junger Polizist russisch-jüdischer Abstammung steht.


Im Angesicht des Verbrechens

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Erhältlich seit:
16.11.2010

Drama/ Kriminalfilm

Deutschland 2009
Laufzeit: 488 Min.
FSK: ab 16

Max Riemelt
Ronald Zehrfeld
Misel Maticevic

Regie: Dominik Graf
MFA+ Film Distribution

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Im Angesicht des Verbrechens

The "Heat" is on! Mit seiner wegweisenden Fernsehserie über die Berliner Russenmafia erweist sich Dominik Graf erneut als echter "Sieger" und deutscher Ausnahmeregisseur.

Ganz poetisch taucht Dominik Graf in seine Handlung ein. Eine junge Frau schwimmt nackt in einem idyllisch gelegenen See. Sie taucht ab zu einem Panzer, der, so die Stimme aus dem Off, seit dem Großen Krieg hier liegt. Unter Wasser, so die Stimme weiter - es ist die der jungen Schwimmerin Jelena -, wird sie laut Prophezeiung der Großmutter ihren zukünftigen Mann sehen. Und dann erscheinen Gesichter, darunter das von Marek. Schnitt. Polizist Marek hängt an einem Fallschirm, genauso wie sein Partner, sein buddy Sven und eine befreundete Kollegin. Ausgelassen ist die Stimmung, am Boden angekommen lieben die drei sich unter Fallschirmseide. Um Freundschaft geht es, um (käufliche) Liebe, um Drogen und Geld...

Und vor allem um die Suche nach Glück - und das "Im Angesicht des Verbrechens". Die Ukrainerin Jelena landet bald in Berlin, nicht wie vom Schlepper versprochen als Bedienung, sondern als Prostituierte in einem Club namens "King George". Der wird betrieben von der Freundin des Chefs des Nobel-Restaurants "Odessa", Mischa, dem Ehemann Stellas - sie wiederum ist die Schwester vom lettischen Juden Marek. Komplexe Familien- und Freundschaftsverhältnisse, die an US-Überserien wie "The Sopranos" oder "The Wire" erinnern. Nicht nur inhaltlich, sondern auch formal. Graf hat 480 Serienminuten verantwortet, die genial sind, vergleichbar mit Fassbinders "Alexanderplatz" oder Edgar Reitz' "Heimat".

116 Tage wurde gedreht, um die 10 Mio. Euro soll das Budget betragen haben und am Ende war die Produktionsfirma bankrott. Mitten im Schnitt wurde das Projekt eingestellt - und dann hat man sich doch eines Besseren besonnen. Zum Glück. Mehr als ein Jahr lang recherchierte Rolf Basedow, neben Günter Schütter Grafs Stammautor, im Milieu jüdischer Russen, studierte ihre Sprache, Gewohnheiten und Regeln. Was ein ausgefeiltes Drehbuch zur Folge hatte, eins mit sorgfältig ausgearbeiteten Charakteren und einem Blick fürs Detail. In ihm fußt die Qualität des Mehrteilers - und in seiner brillanten Umsetzung.

Mit leichter Hand verknüpft Graf die zahlreichen Handlungsstränge, hält das Tempo hoch, inszeniert sex and crime, dass einem der Atem stockt. Um rivalisierende Russen-Clans kreist der Plot, um Ehre und Verrat, um Betrug und offene Rechnungen. Mit traumwandlerischer Sicherheit führt er sein vorzügliches Ensemble, die "guten" Bullen Max Riemelt und Ronald Zehrfeld, den smarten russischen Zigaretten-Paten Misel Maticevic und seine willensstarke Frau Marie Bäumer, den korrupten Unternehmer Bernd Stegemann und den coolen Killer Georgii Poyolotskyi. Keine der Figuren gerät zum Klischee, alle sind gut wie böse, mal loyal, dann wieder auf den eigenen Vorteil bedacht. Kriminalfilm und Mafiadrama, Familien- und Gangstersaga, Road Movie und Love Story - und zwischen den Bildern grüßen "Traffic" und "Heat", "Good Fellas" und natürlich auch "Die Sieger". So brillant kann Fernsehen sein. geh.

Im Angesicht des Verbrechens

In Berlin herrscht Krieg. Banden der Russenmafia liefern sich in Berlins Unterwelt einen Kampf um
die Vorherrschaft im Menschen- und illegalen Zigarettenhandel. Die beiden jungen Polizisten Sven
Lottner (Ronald Zehrfeld) und Marek Gorsky (Max Riemelt) wollen die Drahtziehern hinter Gitter
bringen. Doch Marek, Sohn baltisch-jüdischer Einwanderer, steht bald zwischen den Fronten. Sein
Bruder ist vor Jahren von der Russenmafia ermordet worden, seine Schwester Stella (Maria
Bäumer) mit einem Mafiaboss (Misel Maticevic) verheiratet.
Dominik Graf zeichnet mit seiner 10-teiligen Thrillerserie ein realistisches Bild des organisierten
Verbrechens in Deutschland und bietet mit Gorsky und Lottner zwei Polizisten jenseits der üblichen
Genreklischees. Packendes TV-Kino, das sich nicht hinter der amerikanischen Konkurrenz
verstecken muss.

Quelle: MFA Video

Darsteller:  Max Riemelt   als Marek Gorsky
  Ronald Zehrfeld   als Sven Lottner
  Misel Maticevic   als Mischa
  Marie Bäumer   als Stella
  Katharina Nesytowa   als Swetlana
  Alina Levshin   als Jelena
  Arved Birnbaum   als Roeber
  Ulrike C. Tscharre   als Sabine Jaschke
  Uwe Preuss   als Bruno Hollmann
  Sascha Gersak   als Kolja
  Bernd Stegemann   als Lenz
  Joan Pascu   als Leonid Bodarenko
  Ryszard Ronczewski   als Onkel Sascha
  Vladimir Burlakov   als Nikolai
  Marko Mandic   als Joska Bodrov
  Robert Hofmann   als Otto Lenz
  Mark Ivanir   als Andrej
  Karolina Lodyga   als Katarina
  Carmen Simone Birk   als Anja Kirchner
  Klara Manzel   als Padelski
 
Regie:  Dominik Graf  
Buch:  Rolf Basedow  
  Dominik Graf  
Musik:  Florian van Volxem  
  Sven Rossenbach  
Kamera:  Michael Wiesweg  
Produzent:  Marc Conrad  
 

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Features

 

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Max Riemelt

Deutscher Schauspieler. Als ein deutscher Jedermann mit zurückhaltender Körpersprache, erstaunt neugierigem Blick und fest entschlossen, die Welt...

 

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Ronald Zehrfeld

Der gelernte Theaterschauspieler Ronald Zehrfeld spielte in Dominik Grafs "Der rote Kakadu" (2006) seine erste Kino-Hauptrolle. Zehrfelds...