DVD Kaufvideo

Im Bann des Jade Skorpions

Unterhaltsame Hommage an die Geniestreiche von Cukor, Hawks und Co. zwischen sophisticated comedy und Charlie-Chan-Mystery.


ohne Abbildung

Kaufvideo

Erhältlich seit:
19.10.2007

Originaltitel: The Curse of the Jade Scorpion

Komödie

USA 2001
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 6

Woody Allen
Helen Hunt
Dan Aykroyd

Regie: Woody Allen
Cine Plus Entertainment

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Im Bann des Jade Skorpions

Versicherungsdetektiv C.W. Briggs steht schwer unter Beschuss. Seine neue Chefin Betty Fitzgerald will ihn trotz seiner makellosen Bilanz im Aufklären von Versicherungsbetrügereien wegrationalisieren. Die Gelegenheit scheint gekommen, als Briggs von der Polizei eines Juwelenraubs verdächtigt wird. C.W. kämpft, um seine Unschuld zu beweisen. Was er nicht weiß: auf einer Betriebsfeier wurden er und "Fitz" vom diabolischen Magier Voltan hypnotisiert, und seitdem fungiert der Detektiv als dessen willenloses Werkzeug...

Für seinen 31. Spielfilm konnte Woody Allen erstmals Oscar-Preisträgerin Helen Hunt ("Besser geht's nicht") für die Hauptrolle gewinnen. Die zwei spielen Arbeitskollegen, die sich erst heftigst bekriegen, um sich dann in den Armen zu liegen. Allen, erneut Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller in Personalunion, geht in seiner äußerst unterhaltsamen Mystery-Komödie zurück in die von ihm so geliebte Jazz-Ära. Das Werk, das vor Witz und Esprit nur so sprüht, sollte bei Fans des New Yorker "Stadtneurotikers" bestens ankommen.

Im Bann des Jade Skorpions

Er ist im Lauf seiner Karriere schon mit vier Academy Awards ausgezeichnet worden, sie hat - neben ihrem Oscar für "Besser geht's nicht" - allein vier Emmy Awards als Hauptdarstellerin der Comedy-Serie "Verrückt nach Dir" gewonnen. Ideale Vorzeichen also für die erste Kooperation von Woody Allen und Helen Hunt, die sich als Versicherungsangestellte im 31. Kinofilm des New Yorker "Stadtneurotikers" heftigst bekriegen, ehe sie sich schließlich in den Armen liegen.

Ein bisschen sophisticated comedy, eine Prise Charlie-Chan-Mystery, ein wenig Verschlagenheit à la Dr. Fu Man Chu und Einzeiler der Kategorie "Onanie ist Sex mit jemandem, den man wirklich liebt" - fertig ist der alljährliche "Neue Woody Allen". "Im Bann des Jade Skorpions" heißt die aktuelle Produktion, die, in Zusammenarbeit mit der Spielberg-Firma Dreamworks entstanden, wohlige Erinnerungen an Allens Achtziger-Jahre Hits "Hannah und ihre Schwestern" oder "Radio Days" weckt. Wie in letztgenanntem Werk entführt der Filmemacher, hier einmal mehr Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in Personalunion, seine Zuschauer zurück in die von ihm so geschätzte Jazz-Ära.

Während der Big Apple zu heißen Rhythmen swingt, steht der Versicherungsdetektiv CW Briggs (Allen) schwer unter Beschuss. Grund: seine neue, taffe Vorgesetzte Betty "Fitz" Fitzgerald (Hunt). Die will ihn, obwohl er dank seines Spürsinns eine makellose Bilanz im Aufklären von Versicherungsbetrügereien vorweisen kann, wegen seiner altmodischen Arbeitsmethoden wegrationalisieren. Die Gelegenheit dazu scheint gekommen, als Briggs von der Polizei verdächtigt wird, Drahtzieher eines Juwelraubs zu sein. CW kämpft, um seine Unschuld zu beweisen. Ein im Prinzip hoffnungsloses Unterfangen, ist er doch tatsächlich der Täter. Nur das weiß Briggs nicht - wurde er doch auf einer alkoholseligen Betriebsfeier gemeinsam mit "Fitz" vom verbrecherischen Magier Voltan (sichtlich mit Spaß bei der Sache: David Ogden Stiers) hypnotisiert und fungiert seitdem als dessen williges Werkzeug...

1940 angesiedelt, dem Jahr, in dem Komödien-Klassiker wie "Die Nacht vor der Hochzeit", "Meine liebste Frau" oder "His Girl Friday" in die Kinos kamen, ist auf den ersten Blick klar, was Allen hier im Sinn hatte: eine Hommage an die spritzig-witzigen Geniestreiche von Cukor, Hawks und Co. sowie die Musik jener Zeit. So werden die wunderbar beiläufig inszenierten Einbruchssequenzen mit dem eingängigen New-Orleans-Ragtime "In a Persian Market" kommentiert, während Helen Hunt - ganz in der Tradition von Rosalind Russell und Katharine Hepburn - dem großsprecherischen Allen ordentlich einheizt. Was nicht so ganz funktioniert und etwas unglaubwürdig wirkt, ist die Liebesgeschichte zwischen dem 65-jährigen Kino-Altmeister und seiner 38-jährigen Kollegin, die sich gegen ihre von der Natur bevorzugten Geschlechtsgenossinnen Elizabeth Berkley ("Showgirls") und Charlize Theron (mit Veronica-Lake-Frisur!) behaupten kann.

Im Gegensatz zum affektierten, künstlerisch eher misslungenen "Celebrity - schön, reich, berühmt" (1998) und der wunderbaren Pseudo-Biographie "Sweet and Lowdown" (1999), die hierzulande leider sang- und klanglos unterging, besitzt "Im Bann des Jade Skorpions" wie zuletzt auch "Schmalspurganoven" all jene Tugenden, die den Mann aus Manhattan zu einem Meister seines Faches werden ließen: Zum einen sprüht seine Mystery-Komödie vor Witz und Esprit, zum anderen unterhält sie - nicht zuletzt dank Allens typisch zappeligem Spiel - äußerst gut. Eine optimale Ausgangsbasis also für den Verleih ottfilm, der sich hier erstmals an der Verwertung einer internationalen Produktion versucht. geh.

Darsteller:  Woody Allen   als C.W. Briggs
  Helen Hunt   als Betty Ann Fitzgerald
  Dan Aykroyd   als Chris Magruder
  Elizabeth Berkley   als Jill
  Brian Markinson   als Al
  Wallace Shawn   als George Bond
  David Ogden Stiers   als Voltan
  Charlize Theron   als Laura Kensington
  Michael Mulheren   als Herb Coopersmith
  Peter Linari   als Joe Coopersmith
  Irwin Corey   als Charlie
  Peter Gerety   als Ned
  John Schuck   als Mize
  John Tormey   als Sam
  Kaili Vernoff   als Rosie
  Carmen   als Rose Kensington
  Bob Dorian   als Mike
  Arthur Nascarella   als Tom
  Herb Lovelle   als Nachtwächter
  Ramsey Faragallah   als Ermittler
  Dan Moran   als Kontaktmann
  Bruce Brown   als Radiosprecher
  Trude Klein   als Hausmädchen
  Dick Hyman   als Band Leader
 
Regie:  Woody Allen  
Buch:  Woody Allen  
Kamera:  Zhao Fei  
Produzent:  Letty Aronson  
 

Im Bann des Jade Skorpions in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Woody Allen

Der kleine Mann mit der großen Hornbrille und dem noch größeren Witz, dessen Dauerthemen Sex, Tod und der Sinn des Lebens in präzise pointierten...

 

Star

Helen Hunt

Im bodenständigen Charakter-Match ist Oscar-Preisträgerin Helen Hunt nicht zu schlagen. Jack Nicholson und Mel Gibson, Kevin Spacey und Richard...