
Das Komikerduo Steve Martin und Eugene Levy, das schon in "Haus über Kopf" komische Funken versprühte, prallen nun vom selben Regisseur, Adam Shankman, inszeniert, als zwei wild wetteifernde Väter in der Fortsetzung der (Groß-)Familienhitkomödie aufeinander.
Wie der Titel vermuten lässt, wird von der vertrauten Formel bestehend aus überschäumendem Slapstick und herzrührendem Schmalz auch diesmal nicht abgewichen. Schließlich wurde die Story um die familiären Turbulenzen der vierzehnköpfigen Baker-Sippe erneut von Drehbuchautor Sam Harper beigesteuert. Neu dabei ist "Der Babynator"-gestählte Regisseur Shankman, der den nun als Produzenten fungierenden Shawn Levy ablöst. Während beim Erstling die Karriereerfüllung beider Elternteile und die chaotischen Auswirkungen auf den alleingelassenen Clan zum Thema gemacht wurden, dient nun die Kontrolle, die Väter auf ihre erwachsen werdenden Kinder ausüben wollen, und deren Rebellion dagegen als Aufhänger. Losgelegt wird mit dem Lamentieren von Vater Tom Baker (Martin) über die mangelnde Familiengemeinsamkeit. Da die drei ältesten Kids (von Hillary Duff, Piper Perabo und Tom Welling dargestellt) kurz davor stehen, die Familie zu verlassen, schlägt der wehmütige Tom einen letzten gemeinsamen Urlaub am Winnetkasee vor.
Untergebracht in einem schäbigen Seehaus, sind die Kids zunächst wenig begeistert. Da erscheinen die Aktivitäten wie Jetskifahren und Wasserrutsche in der gegenüberliegenden protzigen Villa wesentlich attraktiver. Zu Toms Unbill stellt sich der Eigentümer als sein ehemaliger Rivale aus Jugendtagen, Jimmy Murtaugh (Levy), heraus. Dieser ist mittlerweile nicht nur steinreich, sondern hat seinerseits acht wohlerzogene und talentierte Kinder sowie eine hübsche junge Frau (Carmen Electra). Natürlich folgt alsbald eine Einladung zum Essen, und die Kinder kommen großartig miteinander klar. In zwei Fällen sogar besonders gut: Toms jungenhafte Tochter Sarah (Alyson Stone) verbindet mit Jimmys Sohn Eliott (Taylor Lautner) eine süße vorpubertäre Schwärmerei und auch zwei der älteren Sprösslinge haben einen besonderen Draht zueinander. Tom und Jimmy hingegen beginnen, mit allerlei Slapstick verbundenen Gebaren miteinander zu konkurrieren. Dabei geht es nicht nur um materielle Diskrepanzen, sondern auch um schulische Leistungen und vor allem Erziehungsmethoden. Wo Jimmy, der seinen Kindern Disziplin und gutes Benehmen abverlangt, als zu autoritär dargestellt wird, erscheint Tom zu nachgiebig, weshalb seine Kids ein chaotischer, nicht zu kontrollierender Haufen sind. Einer gefälligen Mainstreamkomödie entsprechend, liegen die Sympathien natürlich vorwiegend bei Tom, doch letztlich können die Streithähne vom anderen lernen und damit auch die Familienharmonie wieder ins Lot bringen.
Ebenso wie die Emotionen zwischen aufgedreht-überschwenglich und sentimental wechseln, wird bei der Soundtrack-Zusammenstellung einerseits auf flotte Pophits von Madonna, Sugar Ray und Smashmouth, anderseits auf den aufdringlich larmoyanten Orchesterscore von John Debney gesetzt. Fans des ersten Teils werden ohne Frage wieder voll auf ihre Kosten kommen ara.