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Im Fadenkreuz - Allein gegen alle

Erzkonservativer Kriegsfilm, der in puncto Spezialeffekte und Tempo auf der Höhe der Zeit ist.


Im Fadenkreuz - Allein gegen alle

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Erhältlich seit:
25.07.2002

Originaltitel: Behind Enemy Lines

Action/ Kriegsfilm

USA 2001
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16

Owen Wilson
Gene Hackman
Gabriel Macht

Regie: John H. Moore
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Im Fadenkreuz - Allein gegen alle

Während des Balkankrieges werden zwei F-18 Kampfpiloten hinter den feindlichen Linien abgeschossen. Die Freude darüber, sich mittels Schleudersitz noch einmal gerettet zu haben, währt bei Burnett und Stackhouse nur kurz. Denn wie ein Bluthund ist ihnen der serbische Freischärler Lokar auf der Spur. Als sein Kamerad erschossen wird, kann sich Burnett in letzter Sekunde retten und wird nun von den Feinden durch den Wald gehetzt. Der Hilferuf des Piloten wird vom Vorgesetzten per Funk abgewiesen, denn die Diplomatie hat Vorrang.

Regie-Neuling John Moore hat einen geradezu prototypischen Kriegsfilm in Szene gesetzt, der ganz nach dem Geschmack altgedienter John-Wayne-Fans sein dürfte. So stehen denn auch weniger die Unmenschlichkeit des Krieges als vielmehr eine Lobeshymne auf soldatischen Heldenmut und der Kampf von Gut gegen Böse im Mittelpunkt. Die gute Besetzung mit Oldie Gene Hackman und Youngster Owen Wilson, die mit modernster Technik inszenierten Luftkampfszenen sowie der furiose Showdown dürfte bei Actionfreunden bestens ankommen.

Im Fadenkreuz - Allein gegen alle

Während in Afghanistan US-Bodentruppen weiterhin versuchen, das Land zu "befrieden", erlebt der Krieg in Bosnien auf der Leinwand seine Wiederauferstehung. In "Im Fadenkreuz - Allein gegen alle" wird ein US-Kampfpilot während eines Erkundungsfluges abgeschossen und muss sich alleine zur nächstgelegenen NATO-Schutzzone durchschlagen. Erzkonservativ und zumindest fragwürdig im Ton, in puncto Spezialeffekte und Tempo auf der Höhe der Zeit, hat Regie-Neuling John Moore einen geradezu prototypischen Kriegsfilm in Szene gesetzt, der ganz nach dem Geschmack altgedienter John-Wayne-Fans sein dürfte.

Hubschrauber, die plötzlich hinter einer Hügelkette empor schweben, Soldaten, die Schulter an Schulter das Gelände durchkämmen, teuflische Tretminen, eiskalte Scharfschützen, gewissenlose Befehlshaber - altbekannte Versatzstücke des totgeglaubten Kriegsfilm-Genres. Aber trotz Coppola und Cimino, trotz "Apocalypse Now" und "Die durch die Hölle gehen" gibt es immer noch die patriotische Variante der einst so beliebten US-Paradegattung. Das amerikanische Militär ist wieder wer - spätestens seit dem 11. September - und John Moore belegt dies mit seinem Leinwand-Debüt. Moore, der sich als Clip-Regisseur einen Namen gemacht hat, lässt nach einem Drehbuch von David Veloz und Zak Penn zwei F-18-Piloten bei einem Routineflug hinter feindlichen Linien - "Behind Enemy Lines" lautet denn auch der treffendere Originaltitel - abstürzen. Getroffen von einer serbischen Flugabwehrrakete katapultieren sich die beiden Männer mittels ihrer Schleudersitze aus der brennenden Maschine. Die Freude darüber, am Leben zu sein, währt nur kurz. Denn schon bald haben serbische Freischärler unter der Führung des eiskalten Lokar ihre Spur aufgenommen. Der eine Pilot, Stackhouse, wird von der serbischen Soldateska erschossen, der andere, Burnett, kann sich in letzter Sekunde in im Dickicht des Waldes verstecken. Nun bittet er via Funk um Rettung durch seinen Befehlshaber Admiral Reigart. Dem Kommandanten eines Flugzeugträgers, der vor der Küste stationiert ist, sind jedoch die Hände gebunden: Aus politischen Gründen darf er keine Befreiungsaktion starten...

Reigart alias Gene Hackman, der 1995 schon einmal einen knallharten Marine-Befehshaber, damals in Tony Scotts "Crimson Tide - In tiefster Gefahr", gespielt hat, setzt in "Im Fadenkreuz - Allein gegen alle" die wenigen schauspielerischen Akzente. Trumpf sind hier jedoch eindeutig Action und Adrenalin und dafür ist ganz alleine Owen Wilson als Burnett zuständig. Der Nachwuchsstar aus "Meine Braut, ihr Vater und ich" und "Zoolander" hetzt durchs Unterholz, immer einen Schritt vor seinen mörderischen Verfolgern. Im besten Jerry-Bruckheimer-Stil fliegen ihm die Kugeln um die Ohren, während links und rechts die Granaten hochgehen und ein besonders perfider Sniper an seinen Fersen klebt. Betrachtet man das Werk als geradliniges High-Tec-Spektakel, ist daran nichts auszusetzen. Vorzüglich, ja geradezu brillant die Luftkampfszene, bei der die F-18 den Flugabwehrraketen zu entkommen versucht, furios das Finale auf einem zugefrorenen See, in dessen Verlauf es Burnett mit einer ganzen Armee aufnimmt. Geschmacklos oder zumindest fragwürdig dagegen die politische "Botschaft" des Films. Trotz angesprochener heikler Themen wie Genozid, Mut des Einzelnen, Loyalität und (falsche) Rücksichtnahme ist die Story kaum mehr als krasse Schwarz-Weiß-Malerei - die Guten gegen die Bösen -, die Erinnerungen an Machwerke wie "Die grünen Teufel" weckt und ein ernstes Thema in Wild-West-Manier - Militärmusik-Haudrauf-Score inklusive - abhandelt. Da hilft es wenig, dass zu guter Letzt mittels Text suggeriert wird, dass die Story auf Tatsachen basiert. In den USA von der Fox vom geplanten Startermin 2002 wohl wegen der zur Zeit anhaltenden "patriotischen Stimmung" eilig vorgezogen, dürfte in Deutschland ein Publikum jenseits ausgesprochener Action-Freaks schwieriger zu finden sein. geh.

Darsteller:  Owen Wilson   als Lt. Chris Burnett
  Gene Hackman   als Admiral Reigart
  Gabriel Macht   als Lt. Michael Stackhouse
  Charles Malik Whitfield   als Rodway
  Joaquim De Almeida   als Admiral Piquet
  David Keith   als O'Malley
  Olek Krupa   als Lokar
  Wladimir Maschkow   als Tracker
  Marko Ogonda   als Bazda
  Eyal Podell   als Kennedy
  Geoffrey Pierson   als Admiral Donnelly
  Laurence Mason   als Brandon
  Leon Russom   als Ed Burnett
  Ann Sorum   als Burnetts Mutter
 
Regie:  John H. Moore  
Buch:  David Veloz  
  Zak Penn  
Musik:  Don Davis  
Kamera:  Brendan Galvin  
Produzent:  John Davis  

Owen Wilson in "The Big Bounce"

Owen Wilson ist schwer im Arbeits-Stress

Owen Wilson ist schwer im Arbeits-Stress

Owen C. Wilsons Karriere-Kurve zeigt weiter steil nach oben. Nach "Zoolander", "Im Fadenkreuz - Allein gegen alle", "Die Royal Tenenbaums" und dem in Kürze anlaufenden "I Spy" hat er nun einen weiteren dicken Brocken an Land gezogen.

In "The Big Bounce" von Regisseur George Armitage ("Ein Mann - ein Mord") wird er die Hauptrolle als charmanter Schürzenjäger übernehmen, der durch eine rätselhafte Femme fatale in Todesgefahr gerät.

Das gleichnamige Buch stammt von keinem geringeren als Elmore Leonard, der bereits die Vorlagen zu "Out of Sight", "Jackie Brown" und "Schnappt Shorty" schrieb. Leonard wird auch als Ko-Produzent fungieren.

Die Dreharbeiten sollen bereits im Herbst auf Hawaii beginnen. Da hat sich Produzent Steve Bing einen ziemlich knappen Zeitplan gesteckt, denn die weibliche Hauptdarstellerin fehlt noch.

 

Im Fadenkreuz - Allein gegen alle in der Fotoshow

 

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Owen Wilson

Seine lässige nonchalante Art überspielt clever die gebrochene Nase, sein cooler Charme wirkt blitzartig, und das gewisse Etwas eines...

 

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Gene Hackman

Seitdem Gene Hackman 1961 in "Der Tollwütige" als Polizist sein Debüt gab und 1967 mit seinem Part in "Bonnie und Clyde" den schauspielerischen...