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Im Juli

Hinreißendes Road-Movie-Märchen über einen Hamburger Lehrer, der einen gewagten Trip in die Türkei unternimmt, um die Frau seiner Träume zu treffen.


Im Juli

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Erhältlich seit:
03.04.2009

Komödie

Deutschland 2000
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

Moritz Bleibtreu
Christiane Paul
Mehmet Kurtulus

Regie: Fatih Akin
Universum Film

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Im Juli

Referendar Daniel ist einer der spießigsten Einwohner Hamburgs. Dennoch verliebt sich die flippige Schmuckverkäuferin Juli in ihn. Ihr Annäherungsversuch missglückt jedoch und Daniel verliebt sich prompt in eine andere: Melek, eine junge Türkin auf der Durchreise nach Istanbul. Blind vor Liebe beschließt Daniel, ihr nachzureisen. Am Autobahnzubringer gabelt er eine Anhalterin auf. Es ist Juli, die aus Liebeskummer in den Süden flüchten will. Eine wilde Odyssee durch Südosteuropa beginnt und entpuppt sich als Reise in ein neues Leben...

Nach seinem melodramatischen Noir-Thriller "Kurz und schmerzlos" inszeniert der junge Hamburger Regisseur Fatih Akin hier mit leichter Hand ein romantisch-spritziges Road Movie. Angelegt als klassische Verwechslungskomödie, entwickelt sich die Story zwar in altbewährter Manier, überrascht dabei jedoch immer wieder mit unerwarteten Wendungen und witzigen Action-Sequenzen. Moritz Bleibtreu als brillant mutierendes, verklemmtes Muttersöhnchen trägt ein Übriges dazu bei, den Sommerspaß zu einem zeitlosen Hit zu machen.

Im Juli

Der zweite Film des Hamburger Türken Fatih Akin ist ein romantisch komödiantisches Road Movie durch den Balkan und den südlicheren Teil Osteuropas bis nach Istanbul. Nach dem sehr atmosphärischen veristischen Noir-Thriller "Kurz und Schmerzlos" aus der Hamburger Multi-Ethno-Szene nun ein mit leichter Hand inszeniertes sommerliches Abenteuer der Liebe wegen - trotz aller Vorhersehbarkeit der Handlung mit immer wieder überraschenden Wendungen und witzigen Action-Momenten.

Moritz Bleibtreu in der Rolle des verklemmten und spießigen Lehrerreferendars Daniel, dem die Kinder in der Schule auf der Nase herum tanzen und die blitzartige Liebe zur durchreisenden Türkin Melek (Charme, Geheimnis, Faszination: Idil Üner) den bisherigen Lebensstil total durcheinander bringt, war noch nie so gut in einem Film. Er spielt den verliebten Jungakademiker souverän auf dem schmalen Grat zwischen disziplinierter Weltfremdheit, trotteligem Muttersöhnchen-Gebaren und emotional entschlossenem Liebesrausch. Er macht immer nur fast ein bisschen zuviel und bleibt deshalb gerade noch diesseits der Grenze zur Klamotte auf der Seite augenzwinkernder Komik. Fatih Akin, der auch das Drehbuch schrieb, erzählt seine Story nach dem Modell der klassischen Verwechslungskomödie. Die hübsche Schmuckverkäuferin Juli (Christiane Paul hat ihr darstellerisches Repertoire auf ein ewig strahlendes Lächeln reduziert) findet den schüchtern linkischen Daniel gerade wegen seiner Tolpatschigkeit attraktiv, macht ihn an, prophezeit ihm die bevorstehende Begegnung mit seiner Traumfrau und lädt ihn auf eine Party ein. Dort hält Daniel vergeblich Ausschau nach Juli und trifft Melek, die ein Flugticket nach Istanbul hat für den nächsten Tag, wo sie mit ihrem Freund verabredet ist. Daniel hat sich auf Anhieb verliebt und fährt der Türkin in dem alten Auto seines Nachbarn nach. Am Autobahnzubringer gleich hinter Hamburg nimmt er eine Anhalterin mit - Juli. In der nun beginnenden Odyssee entfaltet der Film nach der eher etwas schwerfälligen Exposition der Handlung atmosphärische Dichte und ein aus Akins erstem Spielfilm bekanntes Temperament der Inszenierung und lakonisch genauen Personenbeschreibung. Wenn einer eine Reise tut, und noch dazu mit einer fast schrottreifen Kiste, dann kann er was erleben. Das Auto verreckt, per Anhalter ziehen Daniel und Juli weiter, auf der Donau sogar per Lastkahn, werden getrennt, treffen sich an der rumänischen Grenze wieder und schrecken auch nicht mehr davor zurück, ein Auto zu klauen, um rechtzeitig nach Istanbul zu kommen. Daniel will schließlich Melek treffen.

So ist aus "Im Juli", dessen Dreharbeiten wegen des Erdbebens in Istanbul letztes Jahr unterbrochen werden mussten, ein nett unterhaltsames Feel-Good-Movie geworden - mit einer wunderbaren Rolle für Jochen Nickel als ruppig liebevollen LKW-Fahrer und der hierzulande bisher unbekannten brillanten Branka Katic als mit allen Wassern gewaschenen Jugoslawin. Ein durchaus zahlreiches Publikum dürfte an "Im Juli" nicht nur im August, sondern auch noch weit in den September seine unbeschwerte Freude haben. fh.

Im Juli

Der spießige Referendar Daniel (Moritz Bleibtreu) begegnet eines Tages auf dem Nachhauseweg der etwas schrägen Schmuckverkäuferin und Lebenskünstlerin Juli (Christiane Paul), die sich - erstaunlicherweise - prompt in ihn verliebt. Juli verkauft ihm einen geheimnisvollen Ring, mit einer Sonne als Symbol versehen, der ihn zu der Frau seines Lebens, also zu ihr führen soll. Aber Daniel ahnt von Julis Zukunftsplänen nichts und verliebt sich wiederum auf einer Party in die schöne Melek (Idil Üner). Hals über Kopf macht er sich am nächsten Tag auf den Weg von Hamburg nach Istanbul, um Melek dort wieder zu sehen. Aber wie es der Zufall so will trifft er auf seiner Reise durch den wilden Osten Europas an den ungewöhnlichsten Orten immer wieder auf Juli. Doch bis Daniel endlich merkt, dass es nicht Melek, sondern seine mitunter nervige Reisebegleitung Juli ist, für die er tausende von Meilen gegangen, Flüsse überquert und Berge versetzt hat, scheint es fast schon zu spät zu sein...

Quelle: Universum Film

- Audiokommentar mit Fatih Akin
- Deleted Scenes
- Outtakes
- Behind the Scenes

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Moritz Bleibtreu   als Daniel Bannier
  Christiane Paul   als Juli
  Mehmet Kurtulus   als Isa
  Idil Üner   als Melek
  Branka Katic   als Luna
  Sandra Borgmann  
  Jochen Nickel  
 
Regie:  Fatih Akin  
Buch:  Fatih Akin  
Musik:  Ulrich Kodjo Wendt  
Kamera:  Pierre Aïm  
Produzent:  Stefan Schubert  
  Ralph Schwingel  
 

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