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Im Netz der Spinne

Serienkiller-Thriller, in dem Polizeipsychologe Alex Cross erneut eine junge Frau aus den Händen eines Geiselnehmers retten muss.


Im Netz der Spinne

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Erhältlich seit:
05.07.2006

Originaltitel: Along Came A Spider

Thriller

USA 2000
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 16

Morgan Freeman
Monica Potter
Michael Wincott

Regie: Lee Tamahori
Paramount Home Entertainment

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Im Netz der Spinne

Megan, die Tochter eines US-Senators, wird vor der Nase des Secret Service von ihrem Lehrer entführt. Dr. Alex Cross nimmt zusammen mit Agentin Jezzie Flannigan, die für die Sicherheit des Mädchens verantwortlich war, die Ermittlungen auf. Im Verlauf der Untersuchungen wird schnell klar, dass der Kidnapper Gary Soneji mehr als nur ein üppiges Lösegeld im Sinn hat: Er will sich im gefährlichen Katz- und-Maus-Spiel auch mit dem berühmten Polizeipsychologen Cross messen - was diesem überhaupt nicht behagt...

Auch wenn die Brillanz seines Spielfilm-Erstlings "Die letzte Kriegerin" hier unerreicht bleibt, kann sich Lee Tamahoris Adaption von James Pattersons Bestseller - das Prequel zu "Denn zum Küssen sind sie da" - durchaus sehen lassen. Bis zur verblüffenden Schlusspointe entspinnt sich bei diesem packenden, temporeichen Thriller ein dichtes Suspense-Netz. Eine Klasse für sich stellt einmal mehr Morgan Freeman dar, der alle Unglaubwürdigkeit im Plot einfach über- und alle Kollegen an die Wand spielt. Gut verdauliche Krimikost.

Im Netz der Spinne

In dem Serienmörder-Thriller "Denn zum Küssen sind sie da" aus dem Jahr 1997 schlüpfte Ausnahmeschauspieler Morgan Freeman ("Sieben") erstmals in die Rolle des Alex Cross. Nun gibt es ein Wiedersehen mit dem distingierten schwarzen Polizeipsychologen in dem spannungsvollen Entführungsreisser "Im Netz der Spinne", der abermals auf einem Krimibestseller von James Patterson basiert. In der Buchreihe erschien dieser vor dem zuerst verfilmten Roman, und auch am Boxoffice hatte die zum Sequel umfunktionierte Story einen Vorsprung. Mit 17,1 Mio. Dollar war das US-Startwochenende um immerhin vier Mio. Dollar besser.

Nachdem der erste Teil von Gary Fleder allzu deutlich die Erfolgsmerkmale von "Sieben" trug, setzt der Neuseeländer Lee Tamahori ("Die letzte Kriegerin") in seiner dritten Hollywood-Studioarbeit weniger auf visuelle Mätzchen, als vielmehr auf grundsolide Spannung. Mit "Im Netz der Spinne" ist ihm ein souveräner Thriller gelungen, der sich vor allem durch sein straffes Tempo auszeichnet. Die von Marc Moss adaptierte Story beginnt mit einer dramatischen Eröffnungssequenz, in der Polizeiass Cross seine Partnerin verliert. Von Schuldgefühlen geplagt, zieht er sich vom Dienst zurück. Doch acht Monate später wird er unfreiwillig in einen sensationellen Kidnappingfall verwickelt. Die Senatorentochter Megan wird von ihrem Lehrer Soneji (Michael Wincott als Ungeheuer mit samtweicher Stimme) direkt vor der Nase des Secret Service entführt. Das Motiv des narzisstischen Sonejis ist jedoch nicht ein erkleckliches Lösegeld, sondern sein Verlangen nach Aufmerksamkeit der Medien und von Cross, mit dem er sich im psychologischen Katz- und Mausspiel messen will. Cross bestreitet die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der in Ungnade gefallenen Secret-Service-Agentin Jezzie Flannigan (Monica Potter aus "Patch Adams"). Während sich im Roman eine (nicht allzu realistsiche) Affäre zwischen den beiden entspinnt, bleibt ihr Verhältnis in Tamahoris Film strikt erotikfrei professionell. Ihre Verbindung fundiert hier vielmehr darauf, dass beide beruflich angeschlagen sind und sich mit der Rettung Megans rehabilitieren wollen. Doch Soneji erweist als eiskalt und gerissen. Er hinterlässt etliche Leichen auf seinem Weg zum angestrebten Ruhm. Bis zur verblüffenden Schlusspointe entspinnt sich ein äußerst ordentliches Suspensenetz. Eines der Highlights ist eine aufregend (wenn auch nicht logisch wasserdicht) orchestrierte Lösegeldübergabe, für die Cross durch ganz Washington sprinten muss.

Freeman gibt einmal mehr eine hervorragende Performance. Mühelos versieht er seine Figur trotz spärlicher Plothilfe durch seine schiere Gegenwart mit Herz und Seele. Potter wirkt dagegen ein wenig hilflos, da sie nicht über das Charisma der "Denn zum Küssen sind sie da"-Heldin Ashley Judd verfügt, um gegen Freeman zu bestehen. Die Produktionswerte sind guter Durchschnitt, ebenso wie der geschickt unauffällig nervenaufreibende Soundtrack: Alles im Dienst eines Thrillers, der nicht mehr will als unterhalten und dieses Versprechen auch einlöst. ara.

Darsteller:  Morgan Freeman   als Alex Cross
  Monica Potter   als Jezzie Flannigan
  Michael Wincott   als Gary Soneji
  Dylan Baker   als Ollie McArthur
  Mika Boorem   als Megan Rose
  Anton Yelchin   als Dimitri Starodubov
  Kim Hawthorne   als Agent Hickley
  Jay O. Sanders   als Kyle Craig
  Billy Burke   als Ben Devine
  Michael Moriarty   als Senator Hank Rose
  Penelope Ann Miller   als Elizabeth Rose
 
Regie:  Lee Tamahori  
Buch:  Marc Moss  
Musik:  Jerry Goldsmith  
Kamera:  Matthew F. Leonetti  
Produzent:  David Brown  
  Joe Wizan  

Bonds Bettgeschichten

Bondage, James? Rosamund Pike erhöht die Drehzahl im Agenten-Bett

Bondage, James? Rosamund Pike erhöht die Drehzahl im Agenten-Bett

Im Bett mit Bond waren schon viele, richtig zur Sache ging's dabei allerdings selten. Damit ist im neuen Jahrtausend Schluss - dieser Ansicht ist zumindest Rosamund Pike.

Die 23jährige Britin hat als zweites Bond-Girl neben Halle Berry im kommenden Abenteuer "Stirb an einem anderen Tag" - eigenen Aussagen zufolge - einen der prickelndsten Auftritte aller Zeiten auf der Agenten-Matratze und ist darüber auch mächtig stolz. Newcomerin Pike wickelt Bond in der Rolle der Olympia-Fechterin Miranda Frost ums Florett - und zwar so gekonnt, dass ein Teil dieses Schäferstündchens der Schere zum Opfer fiel.

"Es gab sehr erotische Szenen, die allerdings rausgeschnitten wurden", so Pike, "sie waren einfach zu heiss!"

Für die neue Schlüpfrigkeit in Bonds Bett zeichnet ihrer Meinung nach Regisseur Lee Tamahori ("Im Netz der Spinne") verantwortlich: "Das ist Lees Handschrift. Er läutet mit 'Stirb an einem anderen Tag' sozusagen ein neues Bond-Zeitalter ein."

Ob's tatsächlich so heiß her geht, oder Miss Pike vor lauter Aufregung über ihre erste große Leinwandrolle nur ein wenig übertrieben hat? Abwarten, am 28. November läuft "Stirb an einem anderen Tag" in den deutschen Kinos an.

 

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