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I'm Not a F**king Princess

Regiedebüt der Schauspielerin Eva Ionesco über eine ehrgeizige Fotografin (Isabelle Huppert), die ihre Tochter als Muse entdeckt und in die Lolita-Rolle drängt.


I'm Not a F**king Princess

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Erhältlich seit:
27.04.2012

Originaltitel: My Little Princess

Drama

Frankreich 2011
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 12

Isabelle Huppert
Anamaria Vartolomei
Georgetta Leahu

Regie: Eva Ionesco
Warner Home Video Germany

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I'm Not a F**king Princess

Autobiografisch geprägtes Regiedebüt über ein sehr junges Mädchen, das von seiner exzentrischen Mutter als verführerische Lolita vor der Kamera inszeniert wird.

Die Figur der Lolita gehört zum Kino. Unvergessen bis heute der Skandal-Tsunami bei Stanley Kubricks "Lolita" aus dem Jahre 1961, Adrian Lynes Neuverfilmung von Vladimir Nabokovs literarischer Vorlage erschütterte 1998 weniger. Im Gegensatz zur Altherrenfantasie ist es hier der voyeuristische Blick einer Mutter auf ihre Tochter, der eine Kindheit zerstört. Und das ist auch das Verstörende an Eva Ionescos auf Kindheitserinnerungen basierendem Drama. Für ihre Mutter stand sie ab dem vierten Lebensjahr Modell, machte 1974 Furore durch eine Ausstellung mit erotischen Schwarzweißfotos, es folgten Aktaufnahmen der Minderjährigen in morbiden Settings und Nacktfotos in Playboy und Penthouse. Die Violetta im Film ist beim ersten Posieren zehn Jahre alt und von ihrer schillernden Mutter fasziniert. Die kreuzt auf, wann es ihr gefällt und überlässt ihre Erziehung der frommen rumänischen Urgroßmutter. Was als Verkleidung inmitten von Requisiten beginnt, wird zur freizügigen Fotografie mit Strapsen, Schminke, toupierten Haaren und lasziver Haltung. "Die kleine Prinzessin eines einzigartigen Universums" wird zum Star. Als sie sich bei einem Shooting an der Seite eines englischen Rockstars ausziehen soll, weigert sie sich. Nach dem plötzlichen Tod der Urgroßmutter eskaliert die Situation.

Emotional anrührend zeichnet der fulminant ausgestattete Film die Entwicklung von Mutter und Tochter, deren Rollen sich vertauschen - das Mädchen wandelt sich zur Frau und rebelliert gegen die Mutter, die regrediert und Selbstporträts in Mädchenkleidern inmitten von Puppen macht. Durch den bewussten Verzicht auf eine moralische Sichtweise gerät das kindliche Leid (eine Entdeckung: Anamaria Vartolomei) etwas aus dem Fokus, auch wenn Einsamkeit, Ausgrenzung und Isolation, Sehnsucht nach Normalität wie eine Wunde brennen. Isabelle Huppert spielt sich in einer Mischung aus blondem Vamp und alles verschlingender Hexe im märchenhaften Spiegelkabinett in den Vordergrund. Das Porträt einer dekadenten Zeit wird die Debatte um Kinderpornografie neu entfachen. mk.

Darsteller:  Isabelle Huppert   als Hannah Giurgiu
  Anamaria Vartolomei   als Violetta Gurgiu
  Georgetta Leahu   als Mamie
  Denis Lavant   als Ernst
  Jethro Cave   als Updike
  Louis-Do de Lencquesaing   als Antoine Dupuis
  Nicolas Maury  
  Pascal Bongard  
 
Regie:  Eva Ionesco  
Buch:  Eva Ionesco  
  Philippe Le Guay  
  Marc Cholodenko  
Musik:  Bertrand Burgalat  
Kamera:  Jeanne Lapoirie  
Produzent:  François Marquis  
 

I'm Not a F**king Princess in der Fotoshow

 

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