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Im Sumpf des Verbrechens

Rechtsprofessor Paul Armstrong hilft einem farbigen Delinquenten aus der Todeszelle, der sich anschließend als kranker Killer entpuppt und Armstrongs Familie bedroht. Inhaltlich dürftiges Plädoyer für die Todesstrafe, das sich Grauschläfe Connery höchstselbst auf den Leib co-produzierte.


Im Sumpf des Verbrechens

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Erhältlich seit:
26.01.2000

Originaltitel: Just Cause

Thriller

USA 1995
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 16

Sir Sean Connery
Laurence Fishburne
Kate Capshaw

Regie: Arne Glimcher
Warner Home Video Germany

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Im Sumpf des Verbrechens

Paul Armstrong, ein angesehener Professor für Rechtskunde und ausgewiesener Feind der Todesstrafe, wird von einem farbigen Delinquenten um Hilfe gebeten, der in einer Todeszelle auf seine Hinrichtung. Der Fall und das fragwürdige Vorgehen der Behörden lassen Armstrong schnell zu der Gewißheit gelangen, einen Unschuldigen vor sich zu haben. Nachdem er seinen Mandanten jedoch in einer Berufungsverhandlung freibekommen hat, outet sich dieser nachträglich als Täter und nimmt die Familie des Anwalts auf's Korn.

Sean Connery, Laurence Fishburne ("Jenseits der weißen Linie"), Ed Harris ("Taschengeld") und Kate Capshaw ("Black Rain") sind die Stars eines spannend inszenierten, wenngleich inhaltlich nicht immer überzeugenden Justizthrillers mit Serienkiller-Twist. Connery, der das unverhohlene Plädoyer für die Todesstrafe selbst co-produzierte, gönnt sich einen weiteren souveränen Altherrenauftritt, der von seiner umfänglichen Fangemeinde mit Begeisterung quittiert werden dürfte.

Im Sumpf des Verbrechens

Nicht zum ersten Mal verhilft die charismatische Präsenz des Superstars Sean Connery einem nicht immer überzeugenden Thriller zu unerwarteter Aufwertung. Da ihm als Opponent auch noch der exzellente Larry Fishburne gegenübergestellt wird, kann man bei "Im Sumpf des Verbrechens" problemlos über kleine Logik-Unebenheiten hinwegsehen. Basierend auf dem Kriminalroman von John Katzenbach, ist Arne Glimcher ("Mambo Kings") ein grundsolider Reißer mit Hitpotential gelungen. Sorgfältig, spannend und überzeugend baut Glimcher in den ersten 45 Minuten die Spannung auf. Systematisch beweist der pazifistische Harvard-Professor Paul Armstrong (Connery) die Unschuld des wegen Vergewaltigung und Mord an einem weißen Mädchen zum Tode verurteilten Schwarzen Bobby Earl (Blair Underwood). Ein Unterfangen, das Armstrong als unerwünschten Eindringling in ein kleines Provinznest in den Everglades führt. Dort macht er die Bekanntschaft des fiesen Brutalo-Cops Tanny Brown (Fishburne). Der hat seinerzeit das Geständnis aus Earl herausgeprügelt. Als tatsächlich Schuldiger kommt Earls Mithäftling Sullivan (Ed Harris in Konkurrenz mit Anthony Hopkins als überzeugendster Psychokiller der Filmgeschichte) in Frage. Doch wie es sich für einen guten Thriller gehört, ist nur wenig das, was es auf den ersten Blick scheint. Um das Intrigennetz zu einem packenden Showdown im "Kap der Angst"-Stil zu führen, werden auch Armstrongs Frau (Kate Capshaw) und seine Tochter in einen unerwarteten Rachemorast hineingezogen. Fragwürdig erscheint dabei die relativ unverhohlene Suggestion, daß die Todesstrafe und Polizeibrutalität im Interesse der Gerechtigkeit durchaus ihre Berechtigung haben. Wenn Regisseur Glimcher auch eine Reihe von Ungereimtheiten bemüht, beherrscht er doch die Handgriffe, ein Publikum zu bannen und im Kinosessel zusammenzucken zu lassen. Die bedrückende Atmosphäre von Floridas Sümpfen hätte allerdings noch intensiver genutzt werden können. Wettgemacht wird dies von den beiden Ausnahmedarstellern Connery und Fishburne, der hier Schicht für Schicht den psychologischen Facettenreichtum seines zunächst stereotyp anmutenden Charakters offenbart. Die Mischung aus Orson Welles' "Im Zeichen des Bösen", "Kap der Angst" und "Das Schweigen der Lämmer" konnte beim US-Publikum am Startwochenende reges Interesse verzeichnen und sollte in Deutschland dank des Kassenmagneten Connery gute Umsätze bringen. ara.

Darsteller:  Sir Sean Connery   als Paul Armstrong
  Laurence Fishburne   als Sheriff Tanny Brown
  Kate Capshaw   als Laurie Armstrong
  Blair Underwood   als Bobby Earl
  Ed Harris   als Blair Sullivan
  Christopher Murray   als Detective T.J. Wilcox
  Ruby Dee   als Evangeline
  Scarlett Johansson   als Kate Armstrong
  Daniel J. Travanti   als Warden
  Ned Beatty   als McNair
  Liz Torres   als Delores Rodriguez
  Lynne Thigpen   als Ida Conklin
  Taral Hicks   als Lena Brown
  Victor Slezak   als Sgt. Rogers
  Kevin McCarthy   als Phil Prentiss
  Hope Lange   als Libby Prentiss
  Chris Sarandon   als Lyle Morgan
  George Plimpton   als Elder Phillips
  Brooke Alderson   als Dr. Doliveau
  Colleen Fitzpatrick   als Staatsanwältin
  Richard Liberty   als Chaplin
  Joel S. Ehrenkranz   als Richter
 
Regie:  Arne Glimcher  
Buch:  Jeb Stuart  
  Peter Stone  
Musik:  James Newton Howard  
Kamera:  Lajos Koltai  
Produzent:  Lee Rich  
  Arne Glimcher  
  Steve Perry  
 

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