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Im Tal von Elah

Packendes Kriegsdrama nach einer wahren Geschichte über einen jungen US-Soldaten, der kurz nach seiner Rückkehr aus dem Irak spurlos verschwindet.


Im Tal von Elah

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Erhältlich seit:
14.08.2008

Originaltitel: In the Valley of Elah

Drama

USA 2007
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12

Tommy Lee Jones
Charlize Theron
Susan Sarandon

Regie: Paul Haggis
Concorde Home Entertainment

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Oscar-Chance für Tommy Lee Jones auf den Spuren seines nach dem Irak-Einsatz vermissten Sohns.

Die Suche nach dem vermissten Sohn lässt Vater Hank explodieren (Foto: Concorde) Großansicht

Die Suche nach dem vermissten Sohn lässt Vater Hank explodieren (Foto: Concorde)

Hank Deerfield hat seinem Land gedient, ist seinen Überzeugungen auch im Alter treu geblieben. Bis sein Sohn aus dem Irakkrieg zurückkommt und unter mysteriösen Umständen verschwindet. Auf dem Militärstützpunkt erwartet Hank eine Mauer des Schweigens, auf einem Stück Wüste eine Entdeckung, die seine Welt zusammenstürzen lässt.

Mit Hilfe einer couragierten Polizistin (Charlize Theron) versucht er aufzuklären, was hier geschah und wie es soweit kommen konnte. Die spannende Spurensuche führt ins Drogenmilieu, aber auch in den Irak, wo Menschen sterben oder für immer verwundet werden.

Emily Sanders unterstützt Hank bei seiner Suche (Foto: Concorde) Großansicht

Emily Sanders unterstützt Hank bei seiner Suche (Foto: Concorde)

Die Schrecken des Krieges

Der neue, berührende Film von Oscarpreisträger Paul Haggis ("L.A. Crash") beleuchtet die Schrecken des Krieges, der auch fern der Front Opfer kostet. Ohne demonstrative Anklagen, aber mit einer Starbesetzung, die keinen falschen Ton anschlägt. Wie auch der Film, der Tommy Lee Jones seine erste Oscarnominierung als Hauptdarsteller beschert.

Im Tal von Elah

Unter der Regie von Oscar-Preisträger Paul Haggis wird die Suche eines Vaters nach seinem aus dem Irak zurückgekehrten und in der Heimat grausam ermordeten Sohnes zur Abrechnung mit einem sinnlosen Krieg, der ganz normale Menschen verrohen lässt.

Mike Deerfield ist einer von vielen, die für Freiheit und Demokratie kämpfen wollten, erst in Bosnien, dann im Irak. Und für die es irgendwann nur noch darum geht, die eigene Haut zu retten in einem fremden Land. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in eine Kaserne nahe Mexiko ist er nach einem feucht-fröhlichen Abend einfach weg. Die Militärpolizei entdeckt nur noch wenige Überreste von ihm, ein paar angekohlte Knochen, einen verbrannten Kopf, rund 40 Messerstiche rekonstruiert der Arzt. Wahrscheinlich Drogengeschäfte mit Mexikanern. Damit gibt sich Mikes Vater, ein verknöcherter Vietnam-Veteran, nicht zufrieden. Während seine Frau (Susan Sarandon) zu Hause unruhig wartet, macht er auf eigene Faust Recherchen und entdeckt, wie der militärische Einsatz aus seinem geliebten Boy einen Sadisten ohne jegliches Mitgefühl machte, der den Geboten eines schmutzigen Krieges keinen persönlichen Widerstand entgegensetzen konnte. Wie ein Puzzle setzt sich die Lösung des Falls zusammen. Da sind Videoaufnahmen von der Front, Schnipsel eines brutalen Alltags, in dem überforderte GIs die Apokalypse erleben, von ständiger Gefahr zermürbt und innerer Angst aufgefressen werden. Auf einer wahren Geschichte basierend, erzählt Haggis verhalten und dennoch mit archaischer Wucht von der Entmenschlichung des Individuums, das mit der Wirklichkeit kollidiert, dessen Hemmschwelle zur Gewalt auf Null sinkt und von in der Seele eingegrabenen Traumata. Der konservative Law-and-Order-Anhänger, der Zeit seines Lebens das Sternenbanner verehrte und bereit war, dafür zu sterben, verliert durch den Tod seines Jungen die letzten Illusionen. Gemeinsam mit einer zivilen Polizistin (Charlize Theron) stößt er auf ein Lügengespinst und ein Netz unbequemer Wahrheiten, erkennt den Verlust jeglicher Werte und Normen. Das klassische Gut- und Bösemuster relativiert sich unter dem Druck, in einer Ausnahmesituation funktionieren zu müssen.

Mit dieser bewegenden Tragödie, die keine vorgefertigten Antworten liefert, sondern unangenehme Fragen stellt, reiht sich Haggis ganz ohne Action und an der Heimatfront ein in die Tradition von Antikriegsfilmen wie Die durch die Hölle gehen. Noch nie wurden die Stars and Stripes trauriger gehisst als durch einen in sich erstarrten Tommy Lee Jones. Die Flagge hängt upside down, Zeichen einer aus den Angeln geratene Welt und nicht nur Symbol für die Zerstörung eines Einzelnen, sondern für den moralischen Niedergang eines ganzen Landes. mk.

Im Tal von Elah

18 Monate kämpft Mike Deerfield im Irak, überlebt den Krieg, wird aber nach seiner Rückkehr in die Heimat plötzlich vermisst. Mikes Vater (Oscar[r]-Preisträger Tommy Lee Jones), stellt an Mikes Armeestützpunkt Nachforschungen an, um das Verschwinden seines Sohnes aufzuklären. Mit Unterstützung von Det. Emily Sanders (Oscar[r]-Preisträgerin Charlize Theron) kommt er einem Netz aus Korruption und Lügen auf die Spur. Der spannende Kriegsfilm des Oscar[r]-gekrönten Regisseurs und Drehbuchautors Paul Haggis wurde von der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden FBW mit dem Prädikat Besonders Wertvoll prämiert.
Eine Kleinstadt in Tennessee. An einem tristen Novembermorgen erfährt Vietnamveteran Hank Deerfield, dass sein Sohn Mike zwar von seinem Kriegseinsatz im Irak in die USA zurückgekehrt ist, seit einigen Tagen jedoch als vermisst gilt. Hank und seine Frau Joan sind sehr beunruhigt, unverzüglich bricht Hank nach New Mexico zum Stützpunkt seines Sohnes auf.
In der Militärbasis Fort Rudd scheint keiner Mikes Verschwinden ernst zu nehmen. Nicht ungewöhnlich sei so etwas nach Kriegseinsätzen, beschwichtigt der verantwortliche Offizier. Auch Mikes Zimmergenosse Gordon Bonner und die anderen Kameraden aus seiner Irakeinheit bagatellisieren das Rätsel um Mike, hinter dem wohl nur eine besonders attraktive Frau stünde. Doch Hank Deerfield bleibt misstrauisch, beginnt nach Spuren seines Sohns zu suchen. Die einzigen Anhaltspunkte liefert Mikes beschädigtes Handy. Ein paar Adressen von Bars und Strip-Clubs finden sich im Speicher, wie auch einige defekte Videodateien aus dem Irak, die ein Computerspezialist für Deerfield wiederherstellen soll. Und dann sind da noch Fotos, Momentaufnahmen eines Krieges, Bilder von Kameraden und Zivilisten, Bilder vom Leben im Irak und dem Tod, der an jeder Ecke lauert. Was ist dort passiert? Welche Rolle hat Mike dabei gespielt?
Als Hank Deerfield bei der Polizei eine Vermisstenanzeige aufgeben will, verweist ihn Detective Sanders, eine attraktive, alleinerziehende Mutter aus dem Team von Chief Buchwald, entnervt an die Militärpolizei. Sein Sohn, der sein Leben für sein Land eingesetzt hat, verdiene eine bessere Behandlung, protestiert er vergeblich.
Noch in der Nacht werden Mikes Überreste in der Wüste gefunden, verstümmelt und verbrannt. Für die Army ist die Sache klar: Mike nahm Drogen, hatte Kontakte zu Dealern und Gangs, die ihn das Leben kosteten. Am Telefon überbringt Hank seiner Frau die tragische Nachricht. Geschockt bricht sie zusammen, macht Hank bittere Vorwürfe.
Nach einer Tatortbesichtigung mit Deerfield kommen Detective Sanders immer mehr Zweifel an der offiziellen Version des Tathergangs. Beschwörend bittet sie ihren Chef, dem Fall nachgehen zu dürfen, ihn der Militärgerichtsbarkeit zu entziehen. Schließlich gibt dieser nach. Erste Ermittlungserfolge stellen sich schnell ein. Mike soll kurz vor seinem Verschwinden mit zwei Kameraden in einem Fast-Food-Laden gewesen sein. Und in einem Strip-Club, wo es zu einem heftigen Streit kam. Damit konfrontiert, müssen Penning, Bonner und Long zugeben, Mike in der Tatnacht doch gesehen zu haben. Mit dem Mord allerdings, behaupten sie, hätten sie nichts zu tun. Gemeinsam suchen Deerfield und Sanders nach Unstimmigkeiten in den Aussagen. Ein Weg, der den schweigsamen Veteranen und die resolute Polizistin langsam einander näher bringt.
Obwohl die Army die Nachforschungen des Duos weiterhin behindert, machen Sanders und Deerfield eine neue überraschende Entdeckung. Aus Mikes Einheit wird ein weiterer, jetzt in Fort Rudd stationierter Soldat vermisst. Ein Soldat, der Verbindungen zu mexikanischen Gangs besitzen soll. Deerfield selbst sorgt mit hartem Gewalteinsatz dafür, dass der Flüchtige verhaftet werden kann. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Erst erschüttert ein Selbstmord den Stützpunkt, dann legt ein Geständnis das hässliche Gesicht des Krieges auch in der Heimat offen. Jetzt fügen sich Mikes Bilder aus dem Irak zur schrecklichen Wahrheit zusammen ...
Packender Kriegsfilm nach einer wahren Begebenheit - aktueller denn je.
Tommy Lee Jones wurde für seine grandiose schauspielerische Leistung in "Im Tal von Elah" für einen Oscar[r] in der Kategorie Bester Hauptdarsteller nominiert.

Quelle: Concorde

- Making of mit Interviews Betroffener
- Interviews mit Tommy Lee Jones, Susan Sarandon, Charlize Theron und Paul Haggis
- Deutscher und englischer Kinotrailer
- Programmtipps

Quelle: Concorde

Darsteller:  Tommy Lee Jones   als Hank Deerfield
  Charlize Theron   als Det. Emily Sanders
  Susan Sarandon   als Joan Deerfield
  Jason Patric   als Lieutenant Kirklander
  Jonathan Tucker   als Mike Deerfield
  James Franco   als Sergeant Carnelli
  Frances Fisher   als Evie
  Josh Brolin   als Chief Buchwald
  Mehcad Brooks   als Specialist Ennis Long
  Jake McLaughlin   als Specialist Gordon Bonner
  Wes Chatham   als Corporal Penning
  Victor Wolf   als Private Robert Ortiez
 
Regie:  Paul Haggis  
Buch:  Paul Haggis  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Roger Deakins  
Produzent:  Paul Haggis  
  Patrick Wachsberger  
  Steven Samuels  
  Darlene Caamano  
  Laurence Becsey  

Zweite Oscar-Chance für Stewart

Bissig, spitzbübisch und hintergründig - so spottet sich Jon Stewart in seiner "Daily Show" in den USA durchs politische Tagesgeschehen.

Hoffentlich diesmal mit mehr Biss: Oscar-Moderator Jon Stewart (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hoffentlich diesmal mit mehr Biss: Oscar-Moderator Jon Stewart (Foto: Kurt Krieger)

Doch genau das, was Stewart einen millionenstarke Fangemeinde einbrachte, ließ der Comedian bei seiner recht bieder ausgefallenen Premiere als Oscar-Moderator 2006 weitgehend vermissen. Dass er nun erneut ran darf, ist wohl nur mit den noch bedeutend schlechteren Kritiken zu erklären, die seine Nachfolgerin Ellen DeGeneres für ihre entspannte bis langweilige Moderation in diesem Jahr bekam.

Und wer weiß: Wenn Stewart Anfangsnervosität und Respekt vor dem Moloch Filmgeschäft ablegt, zeigt er diesmal ja vielleicht sogar vor der versammelten Hollywood-Prominenz seine gewohnte Scharfzüngigkeit.

Einen Vorgeschmack, wer dann die heißesten Kandidaten auf die Goldstatuetten sein könnten, gab es kürzlich in Venedig. Das dortige Filmfestival hat sich inzwischen als Auftakt zur so genannten "Award Season" etabliert, der Zeit der großen US-Preisverleihungen, die in der Oscar-Show am 24.2.2008 ihren Höhepunkt findet.

Oscar-Tipps

So werden einige der Preisträger vom Lido schon jetzt hoch auf Oscars gewettet - allen voran der Festival-Gewinner "Gefahr und Begierde" von Ang Lee, Darsteller Brad Pitt für seinen ungewöhnlichen Westen "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" sowie die mutige Huldigung an Bob Dylan "I'm Not There". Und da Hollywood politisch links steht, wird Kritik am Irak-Krieg wie in Brian De Palmas "Redacted" oder "In the Valley of Elah" von Paul Haggis ebenfalls Hochkonjunktur haben. Wer bis Februar in den deutschen Kinos noch mögliche Oscar-Kandidaten sehen will, der sollte sich zudem schon mal folgende Filme vormerken:

 

Im Tal von Elah in der Fotoshow

 

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