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Imaginary Heroes

US-Independent-Film um eine Familie und die Probleme der einzelnen Mitglieder nach dem Selbstmord des ältesten Sohnes.


Imaginary Heroes

Leihvideo

Erhältlich seit:
25.04.2006

Drama/ Komödie

USA 2004
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 12

Sigourney Weaver
Emile Hirsch
Jeff Daniels

Regie: Dan Harris
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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US-Independent-Film um eine Familie und die Probleme der einzelnen Mitglieder nach dem Selbstmord des ältesten Sohnes.

Sandy liebt die Gespräche mit ihrem Sohn (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Sandy liebt die Gespräche mit ihrem Sohn (Foto: Sony Pictures)

Nach dem Selbstmord ihres ältesten Sohnes, eines viel versprechenden Schwimmtalents, sieht das Leben in der Familie Travis in etwa so aus: Tochter Penny (Michelle Williams) flüchtet ins College, Teenagersohn Tim (Emile Hirsch) verweigert sich der Anteilnahme seiner Mitmenschen und will sein eigenes abgekapseltes Leben einfach weiterleben.

Vater Ben (Jeff Daniels) zieht sich völlig zurück und sucht die Schuld in der eigenen Familie. Und Mutter Sandy (Sigourney Weaver) entdeckt ihre Hippieseele wieder und plagt sich mit einem dunklen Familiengeheimnis herum. Diese ungewohnte Situation steuert zielstrebig auf einen großen Crash zu.

Jeff und Sigourney haben als Ben und Sandy ein schweres Schicksal (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Jeff und Sigourney haben als Ben und Sandy ein schweres Schicksal (Foto: Sony Pictures)

Nach dem Eissturm

Debütregisseur Dan Harris erzählt in diesem US-Indie-Familiendrama mithilfe eines hervorragenden Schauspielerensembles von der wahrhaftigen Bedeutung der Familie an sich und findet dabei eine sympathische Balance aus Pathos, schwarzem Humor und berührender Sentimentalität. Vor allem Sigourney Weaver glänzt wie seit "Der Eissturm" nicht mehr.

Imaginary Heroes

Debütregisseur Dan Harris erzählt in diesem typischen US-Indie-Familiendrama im Stil, aber nicht ganz mit der Klasse von "Moonlight Mile", mit Hilfe eines hervorragenden Schauspielerensembles von der wahrhaftigen Bedeutung der Familie.

Harris hat zuvor mit Fantasy-Figuren und Comic-Helden Erfahrungen gemacht und die Drehbücher für "X-Men 2", "Superman", "Logan's Run" und "Fantastic Four" geschrieben. Jetzt inszenierte der 24-Jährige sein erstes Drama mit ganz normalen, sterblichen Menschen - überhaupt schreibt er "sterblich" in seiner Geschichte groß: Nach dem Selbstmord des ältesten Sohnes stirbt in der typischen dysfunktionalen Mittelklasse-Ami-Familie Travis jedes übrig gebliebene Mitglied mehr oder weniger seinen eigenen Tod. Das Sterben reicht von der völligen Selbstaufgabe und Distanzierung von allem Lebenden beim Vater (Jeff Daniels), über die Rückkehr in die eigene, nie wirklich ausgelebte Hippievergangenheit bei der Mutter (Sigourney Weaver), bis zum Verabschieden von der eigenen Kindheit beim jüngeren Sohn (Emile Hirsch). Dabei schleppt die Familie Travis ganz nebenbei noch ein bitteres Geheimnis mit sich herum, das bis dato nur die verfeindete Nachbarin teilt, und das Mutter Sigourney Weaver letztlich beinahe wirklich mit ins eigene Grab nimmt.

Aber - Harris ist versöhnlich und belässt es bei einem einzigen Todesfall in seinem melancholischen Drama, wenngleich er den sympathischen kleinen Film gen Ende mit reichlich Pathos und Sentimentalität überlastet und dafür auf schwarzen Humor verzichtet, der anfangs sitzt, aber nie so treffend und schockierend platziert ist wie bei seinem offensichtlichen Vorbild "Moonlight Mile". An den Schauspielern liegen die Schwächen von "Imaginary Heroes" jedenfalls nicht: Vor allem Sigourney Weaver glänzt in ihrer sarkastischen Mutterrolle wie seit "Der Eissturm" nicht mehr, Jeff Daniels zerbrochene Vaterfigur erlebt eine schier atemberaubende Wandlung, und Emile Hirsch sieht man immer gerne zu, wenngleich er als Rebell in "Dogtown Boys" weitaus stärker war als in seiner lethargischen Position hier. Merken sollte man sich Ryan Donowho, der Hirschs besten Freund spielt und ironischerweise der wohl selbstzerstörerischste, wenngleich lebendigste Charakter des Films ist. "Imaginary Heroes" ist letztlich genau die Sorte ordentlicher, intelligenter Filme, die man beim Filmfestival in Sundance erwartet - nicht mehr, aber auch nicht weniger. deg.

Darsteller:  Sigourney Weaver   als Sandy Travis
  Emile Hirsch   als Tim Travis
  Jeff Daniels   als Ben Travis
  Michelle Williams   als Penny Travis
  Kip Pardue   als Matt Travis
  Deirdre O'Connell   als Marge Dwyer
  Ryan Donowho   als Kyle Dwyer
  Suzanne Santo   als Steph Connors
  Jay Paulson   als Vern
  Luke Robertson   als Jack Johnson
 
Regie:  Dan Harris  
Buch:  Dan Harris  
Musik:  John Ottman  
  Deborah Lurie  
Kamera:  Tim Orr  
Produzent:  Illana Diamant  
  Art Linson  
  Frank Hübner  
  Gina Resnick  
  Denise Shaw  
 

Imaginary Heroes in der Fotoshow

 

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Features

 

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Sigourney Weaver

Mit der Rolle der Astronautin Ripley in Ridley Scotts "Alien", die im Lauf dreier Fortsetzungen zur Mutter der Aliens wird, wurde...

 

Star

Emile Hirsch

Amerikanischer Schauspieler. In Rollen jugendlicher Rebellen, Außenseiter, Entführer, traumatisierter Teenager, politischer Aktivisten, Tramps...