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In 3 Tagen bist du tot

Nach J- folgt nun der A-Horror! Hochklassiger Schocker Made in Austria.


In 3 Tagen bist du tot

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.08.2007

Thriller/ Horror

Österreich 2006
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 16

Sabrina Reiter
Julia Rosa Stöckl
Michael Steinocher

Regie: Andreas Prochaska
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Eine Abiturienten-Clique wird eiskalt dezimiert, Hollywood zittert vor der Ösi-Konkurrenz.

Noch ist die Stimmung ausgelassen (Foto: Delphi) Großansicht

Noch ist die Stimmung ausgelassen (Foto: Delphi)

Mit dem Abitur in der Tasche heißt es für die ausgelassene Clique von Nina (Sabrina Reiter), Martin (Laurence Rupp), Clemens (Michael Steinocher), Alex (Nadja Vogel) und Mona (Julia Rosa Stöckl) feiern bis zum Anschlag. Doch dann schlägt eine SMS ein wie eine Bombe: "In drei Tagen bist du tot."

Erst einmal lacht das Quintett über den schlechten Scherz, bis der Erste von ihnen mit einem Beton-Schirmständer am Bein aus dem Traunsee gezogen wird. Natürlich mausetot. Und er soll auch nicht das letzte Opfer bleiben. Noch während der Verdächtige Patrick (Julian Sharp) verhört wird, muss bereits der nächste dran glauben.

Mona und Nina hoffen, dass sie nicht die nächsten sind (Foto: Delphi) Großansicht

Mona und Nina hoffen, dass sie nicht die nächsten sind (Foto: Delphi)

Einer nach dem anderen

Hier geht der Österreicher Andreas Prochaska mörderisch gut à la "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" zur Sache.

Auch die Alpenrepublik ist nicht mehr so schön wie sie mal war, im romantischen Salzkammergut wird nicht mehr gesungen, gebusselt und getanzt, sondern heimtückisch gemeuchelt, vor Angst gebibbert und vor Verzweiflung geheult. Ein brutaler Schocker aus der Provinz mit Spannungsfaktor 100.

In 3 Tagen bist du tot

Die Hollywoodvorbilder gut studiert und anschließend überholt hat der nicht nur handwerklich hochklassige Teenschocker aus der Alpenrepublik, wo ein Unbekannter eine Abiturientenclique dezimiert.

Die realistische Variante von "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" hat seinen US-Vorbildern tatsächlich einiges voraus: Äußerst normale Jugendliche statt aufgesexter Models, viel Lokalkolorit von Locations bis zur Mundart, greifbare Alltagsnähe sowie ein schlichter Look statt poliertem Hochglanz erden den ohnehin vergleichsweise glaubwürdigen Plot, der erst spät haarsträubend wird. Vor allem aber schafft es TV-Routinier Andreas Prochaska dem abgenutzten Sujet des Teenie-Slashers einen ernsthaften, bisweilen knallharten Thriller abzugewinnen, der ein düsteres Alpenpanorama bietet.

Ausgangspunkt ist eine fünfköpfige Clique, die seit der Volksschule zusammenhält und nun in der von Bergen umsäumten Gemeinde Ebensee trotz gestottertem Panther von Rilke ausnahmslos die Matura besteht. Sogleich löst sich der Prüfungsstress in Partystimmung auf, die zunächst nur kurz unterbrochen wird, als sie im Jubeleifer mit ihrem Jeep ein Reh plätten, wobei sich bereits der feige Fluchtreflex zeigt, der den Kern der Geschichte ausmacht. Als man sich des Abends zur Feier trifft, erhalten Nina (Sabrina Reiter) und die anderen eine SMS mit dem titelgebenden Inhalt, den sie zunächst nicht weiter beachten. Dann verschwindet ihr Freund Martin (Laurence Rupp) spurlos, doch die Gendarmerie will abwarten. Derweil wird er gefesselt und geknebelt im örtlichen See ertränkt und am nächsten Tag von Nina gefunden. Gerade in der traumatischen Entdeckung zeigt sich eine große Stärke des Films: Die Emotionen der Figuren wirken echt, vor allem Ninas Angst und Alpträume sind gut nachzuempfinden. Sie überlebt einen Mordversuch nur knapp und kommt durch polizeiliche Unterstützung mit ihren Freunden bald selbst auf den möglichen Täter, der sein vorgegebenes Mord-Soll unbeeindruckt zu erfüllen gedenkt.

Statt der üblichen Effekthascherei bleibt die Inszenierung so nüchtern, dass ein Hauch von "Wolf Creek" durchs Alpental weht. Durch seinen Realismus ist Prochaskas Thriller psychisch härter als andere Vertreter des Fachs und die blutigen Tode weisen durchweg internationale Härte auf. Nichts Übernatürliches lenkt vom kalten Hass des Mörders ab, angenehm ironiefrei bringt dieser von Österreichs raren Ausflügen ins Genre (vgl. "Kaliber Deluxe") frischen Wind in den eintönigen Alltag des Teenhorrors - so erfolgreich, dass ein Sequel bereits vorbereitet wird. tk.

Darsteller:  Sabrina Reiter   als Nina
  Julia Rosa Stöckl   als Mona
  Michael Steinocher   als Clemens
  Nadja Vogel   als Alex
  Laurence Rupp   als Martin
  Julian Sharp   als Patrick
  Andreas Kiendl   als Kogler
  Karl Fischer   als Berger
  Michou Friesz   als Elisabeth
  Amelie Jarolim   als Kerstin
 
Regie:  Andreas Prochaska  
Buch:  Thomas Baum  
  Andreas Prochaska  
Musik:  Matthias Weber  
Kamera:  David Slama  
Produzent:  Helmut Grasser  
 

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