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Kaufvideo
Erhältlich seit:
21.08.2009
Irland/Großbritannien 2002
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 12
Samantha Morton
Paddy Considine
Djimon Hounsou
Regie: Jim Sheridan
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Die traurigschöne Geschichte einer irischen Einwandererfamilie in New York erzählt Jim Sheridan ("Mein linker Fuß", "Im Namen des Vaters") hier als halbautobiographisches Märchen aus der Sicht eines zehnjährigen Mädchens und beweist sich mit seinem bislang persönlichsten Film wieder als virtuoser Meister emotionaler Gratwanderungen und als genialer Schauspielerregisseur. "In America", der beim Filmfestival von Toronto das Publikum rührte, ist von einer Wahrhaftig- und Warmherzigkeit erfüllt, die man selten auf der Leinwand spürt.
Gemeinsam mit seinen Töchtern Naomi und Kristen schrieb Jim Sheridan das Drehbuch, das aus Kinderaugen auf eine vierköpfige irische Einwandererfamilie blickt, die ohne einen Penny in den achtziger Jahren nach New York übersiedelt. Ihr zukünftiges neues Zuhause in reichlich heruntergekommener, asozialer Nachbarschaft steht für den Versuch und die Möglichkeit eines glücklichen Lebens - in einem Land, das jedem eine zweite Chance bietet. Am Tod ihres an Gehirntumor erkrankten zweijährigen Sohnes Frankie gibt sich Sarah (Samantha Morton) in ihren niedergeschlagensten Momenten selbst die Schuld, während Johnny (Paddy Considine aus "24 Hour Party People") seit der Tragödie seinen Glauben und seine Fähigkeit zu Fühlen gänzlich verloren hat. Weshalb alle Bemühungen um ein Bühnenengagement ohne Erfolg bleiben. "Tu so, als wärst du glücklich, Johnny, für die Kinder" drängt Sarah, aber selbst vor dem dankbarsten Publikum versagt der Schauspieler.
So engagiert und sympathisch wie Morton und Considine ihre Figuren ausfüllen - die Schwestern Sarah und Emma Bolger in den Rollen der Töchter Christy und Ariel stehlen tatsächlich beiden beinahe die Show. Besonders die Ältere, Christy, legt so berührend viel Tapferkeit und Klugheit an den Tag, dass sie als Erzählerin ein kleines Wunder ist wie Linda Manz in Terrence Malicks "In der Glut des Südens". Mit ihrem Camcorder fotografiert sie jeden Schritt in das neue Leben im Wechsel der Jahreszeiten - und immer wieder wechselt dabei auch die Perspektive spielerisch in die der Handkamera, mit der das Mädchen die Geschichte zusammenhält wie die Familienbande, die man selten so glaubhaft und stark auf der Leinwand empfunden hat wie hier. So gelungen sind die intimen emotionalen Momente zwischen den Familienmitgliedern, so involviert sämtliche Darsteller, so authentisch das New Yorker Milieu - und zugleich doch so voller Magie: Wenn Sarah einen Job in einem Diner namens "Heaven" findet, Johnny auf heldenhafte Weise eine Klimaanlage ins Dachgeschoss schleppt, um Sarah einen Lufthauch zu verschaffen; wenn er dann mit einem atemberaubenden Risikoakt versucht, bei einem Glücksspiel für die Kinder zu gewinnen - mit hinreißender Leichtigkeit zaubert der irische Filmemacher aus den geschilderten Momenten eine Liebeserklärung an den Alltag in der Großstadt und verliert auch hier nie das Schicksal der Immigranten und sein soziales Anliegen aus den Augen.
Als Christy und Ariel an Halloween an der verriegelten Tür unter ihnen hämmern, brechen die Mädchen gar den Widerstand des dahinter lebenden, zornigen schwarzen Mannes und ebnen den Weg für eine enge Freundschaft zwischen der Familie und dem geheimnisvollen Künstler Mateo (Djimon Hounsou). "Ich liebe alles, was lebt", sagt dieser einmal, und lässt Johnny vermuten, dass sein neuer Freund - an welcher Krankheit auch immer - sterben wird. Als der Frühling beginnt, enden die schwangere Sarah und Mateo zur selben Zeit im Krankenhaus. Und wieder ist es Christy, die der Konvergenz von Leben und Tod einen beruhigend tiefen Sinn abzugewinnen vermag. Bei aller Tragik und aller Emotion läuft die so amüsante wie bewegende, so wunderschön geschriebene und brillant gespielte Geschichte auch hier nicht Gefahr, sich in Sentimentalität zu verlieren. Selten wurde der schmerzhafte Prozess, mit dem hier vor allem Johnny wieder Vertrauen in sich selbst und den Glauben an das Leben zurückgewinnt, effektiver erzählt - gerade vor dem Hintergrund der nach dem 11. September wieder ins Leben zurückfindenden Metropole NYC. "In America" beschreibt den Traum, das Schicksal, den Tod, das Verlassenwerden und die Realität ertragen zu können - ohne dass diese, so zerrissen und märchenhaft sie bisweilen erscheint, in einer Scheinwelt verschwindet. Kein kleines - ein großes Leinwandwunder hat Sheridan damit geschaffen. cm.
In Amerika liegt die Zukunft! Hier wollen Johnny (Paddy Considine) und Sarah (Samantha Morton) einen neuen Anfang wagen. Einen Anfang ohne ihren kleinen Sohn, der zu Hause in Irland unter tragischen Umständen starb. Einen Anfang aber mit ihren Töchtern Ariel und Christy, die ihre neue Heimat New York mit staunenden Augen betrachten und aufnehmen. In der magischen Welt der Kinder sind das schäbige Mietshaus in Manhattan und die exzentrischen Nachbarn ein einziges geheimnisvolles Abenteuer, das entdeckt werden will.
Quelle: Fox
" Audio-Kommentar von Regisseur Jim Sheridan
" 10 unveröffentlichte Szenen
" Making-of: "A Personal Journey"
Quelle: Fox
| Darsteller: | Samantha Morton | als Sarah | |
|---|---|---|---|
| Paddy Considine | als Johnny | ||
| Djimon Hounsou | als Mateo | ||
| Sarah Bolger | als Christy | ||
| Emma Bolger | als Ariel | ||
| Michael Tighe | als Frank | ||
| Regie: | Jim Sheridan | ||
| Buch: | Jim Sheridan | ||
| Naomi Sheridan | |||
| Kirsten Sheridan | |||
| Musik: | Gavin Friday | ||
| Maurice Seezer | |||
| Kamera: | Declan Quinn | ||
| Produzent: | Jim Sheridan | ||
| Arthur Lappin | |||
In America in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Audiokommentar, Entfallene Szenen, Making of
" Audio-Kommentar von Regisseur Jim Sheridan
" 10 unveröffentlichte Szenen
" Making-of: "A Personal Journey"
Star
Samantha Morton
Verborgene Phantasien und emotionale Leere stehen im Zentrum der Rollen von Samantha Morton, deren kleine Statur und kindliches Gesicht...
Star
Djimon Hounsou
Mit der Rolle des stolzen Sklaven Cinque gelang dem Schwarzafrikaner Djimon Hounsou, geboren am 24. April 1964 im westafrikanischen Benin,...
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