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In einer besseren Welt

Preisgekröntes Ensembledrama über Glaube an Gerechtigkeit und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse - erzählt von der Macherin von "Open Hearts" anhand der Freundschaft zweier Jungs aus komplizierten familiären Verhältnissen.


In einer besseren Welt

Leihvideo

Erhältlich seit:
03.08.2011

Originaltitel: Hævnen

Drama

Dänemark/Schweden 2010
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12

Mikael Persbrandt
Trine Dyrholm
Ulrich Thomsen

Regie: Susanne Bier
Universum Film

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In einer besseren Welt

Elias wird in der Schule gemobbt, erst die Freundschaft mit dem neuen durchsetzungsfähigen Schulkameraden Christian, der ihn vor den Attacken beschützt, holt ihn aus der Isolation. In der Ehe von Elias' Eltern kriselt es, der Vater arbeitet lange in Afrika. Christian wirft seinem Vater den Tod der Mutter vor und spricht nicht mit ihm. Als Elias sieht, wie sein Daddy geohrfeigt wird und den Konflikt vermeidet, packt ihn der Zorn. Mit seinem Freund heckt er einen gefährlichen Racheplan mit einer selbst gebastelten Bombe aus.

Susanne Bier lotet nach "Open Hearts", "Brothers" und "Nach der Hochzeit" auch in ihrem neuem Drama emotionale und moralische Grenzsituationen aus. Brillant gelingt ihr die Zeichnung der Beziehung zwischen den Jungs, ihr Zwiespalt zwischen Aufruhr und Unsicherheit, und die zwischen dem entfremdeten Ehepaar. Und sie kann sich auf ihre exzellente Besetzung verlassen, die jungen Darsteller der Söhne Markus Rygaard und William Johnk Nielsen ebenso wie die der Väter, Mikael Persbrandt und Ulrich Thomsen.

In einer besseren Welt

Mit dem Golden Globe ausgezeichnetes Drama über Glaube an Gerechtigkeit und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.

Susanne Bier gilt als Garant für emotionale und moralische Grenzsituationen und sichere Kandidatin für internationale Preise. In den Familiendramen "Open Hearts - Für immer und ewig", "Brothers - Zwischen Brüdern" und "Nach der Hochzeit" zeigte sie Fingerspitzengefühl für heikle Themen, sie lässt immer Gefühle zu. In ihrem neuen Film, nach dem Golden Globe hoch gehandelt für den Auslandsoscar, erzählt sie von zwei Jungs und ihren komplizierten familiären Bindungen.

Elias wird in der Schule gemobbt, erst die Freundschaft mit dem neuen durchsetzungsfähigen Schulkameraden Christian, der kürzlich seine Mutter verloren hat, holt ihn aus der Isolation. Christian verteidigt ihn gegen seine Peiniger und lehrt ihn sich zu wehren. Die geleugnete Messerattacke auf den Gegner schweißt sie noch mehr zusammen. Beide kämpfen zu Hause mit Schwierigkeiten. Elias Vater arbeitet als Arzt Monate lang in einem afrikanischen Flüchtlinslager, daheim kriselt es in der Ehe. Christian wirft seinem Vater den Tod der Mutter vor und verweigert jedes Gespräch. Als Elias sieht, wie sein Daddy nach einer versuchten Schlichtung auf dem Kinderspielplatz vom Vater eines fremden Jungen geohrfeigt wird und den Konflikt vermeidet, packt ihn Zorn. Mit seinem Freund heckt er einen gefährlichen Racheplan mit einer selbst gebastelten Bombe aus.

Brillant gelingt Bier die Zeichnung der Beziehung zwischen den Jungs, ihr Zwiespalt zwischen Aufruhr und Unsicherheit, und die zwischen dem entfremdeten Ehepaar getragen von Zärtlichkeit und Abwehr. Weniger eindringlich wirken die Szenen am staubigen Handlungsort Afrika mit seinen Stereotypen, die das Vorurteil von Armut und Gewalt bestätigen, mittendrin der europäische Arzt als Heilsbringer, der in einem Nebenstrang einen brutalen Schlächter seinem Schicksal überlässt, wenn auch mit schlechtem Gewissen. Erwachsene wie Heranwachsende sind bei Bier beschädigte Seelen. Die exzellente Besetzung - vom ängstlichen Mobbing-Opfer (Markus Rygaard) über seinen verschlossenen, aber schlagkräftigen Kumpel (William Johnk Nielsen) bis zu den Vaterfiguren, der pazifistischen (Mikael Persbrandt) und der in Trauer erstarrten (Ulrich Thomsen) - lassen jede kleine Schwäche vergessen. Bier maßt sich nicht an, moralische Fragen zu beantworten. Der Impuls allein genügt, ob in einer besseren oder schlechteren Welt. mk.

Darsteller:  Mikael Persbrandt   als Anton
  Trine Dyrholm   als Marianne
  Ulrich Thomsen   als Claus
  Markus Rygaard   als Elias
  William Jøhnk Nielsen   als Christian
  Bodil Jørgensen   als Schulleiter
  Elsebeth Steentoft   als Signe
  Martin Buch   als Niels
  Anette Støvelbæk   als Hanne
  Kim Bodnia   als Lars
 
Regie:  Susanne Bier  
Buch:  Anders Thomas Jensen  
Musik:  Johan Söderqvist  
Kamera:  Morten Søborg  
Produzent:  Sisse Graum Jørgensen  

Die Oscar-Nominierungen stehen fest

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat die Nominierungen für die 83. Oscarverleihung bekannt gegeben. An der Spitze: "The King's Speech" mit Colin Firth

Zwölf Mal nominiert: "The King's Speech" mit Colin Firth (Foto: Senator) Großansicht

Zwölf Mal nominiert: "The King's Speech" mit Colin Firth (Foto: Senator)

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat die Nominierungen für die 83. Oscarverleihung bekannt gegeben. "The King's Speech" führt das Feld der Nominierten mit zwölf Nennungen an, gefolgt von "True Grit" mit zehn Nominierungen. "Inception" und "The Social Network" kommen auf je acht Nennungen, "The Fighter" auf sieben, "127 Hours" auf sechs, "Black Swan" und "Toy Story 3" auf je fünf und "The Kids Are All Right" und "Winter's Bone" auf je vier Nominierungen.

Erneut wurden zehn Filme in der Kategorie Bester Film nominiert. Neben den "üblichen Verdächtigen", die schon mit zahlreichen Kritikerpreisen und Globes bedacht wurden, ist nun doch der zuletzt meist geschmähte "127 Hours" ganz vorne mit dabei, auch der Indie "Winter's Bone" hat noch einmal an Fahrt gewonnen. Zudem hat es "Toy Story 3" nicht nur in der Animationskategorie, sondern auch in der Königskategorie Bester Film zu einer Nominierung geschafft. Das Feld komplettieren: "Black Swan", "Inception", "The Fighter", "The Kids Are All Right ", "The King's Speech", "The Social Network" und "True Grit".

Bei den Regisseuren gehen Darren Aronofsky, David Fincher, Tom Hooper, Ethan und Joel Coen sowie David O. Russel - jedoch nicht Christopher Nolan - ins Rennen.

Wenig Überraschungen bei den nominierten Hauptdarstellern: Jeff Bridges, Javier Bardem, Jesse Eisenberg, Colin Firth und Oscar-Moderator James Franco repräsentieren die Herren. Bei den Damen ist überraschenderweise Michelle Williams (mit "Blue Valentine") dabei, neben den beiden Favoritinnen Natalie Portman und Annette Bening sowie Nicole Kidman ("Rabbit Hole") und Jennifer Lawrence ("Winter's Bone").

In der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film ist der jüngst noch auf der Shortlist aufgetauchte Oliver Schmitz mit "Geliebtes Leben" nicht mehr im Rennen. Stattdessen konkurrieren hier: "Biutiful" (Mexiko), "Dogtooth" (Griechenland), " In einer besseren Welt" (Dänemark), "Incendies" (Kanada) und "Hors la loi" (Algerien).

Ganz ohne deutsche Beteiligung muss auch die kommende Oscarverleihung nicht vonstattengehen: Bei den animierten Kurzfilmen ist auch "Der Grüffelo" nominiert worden, eine Auftragsproduktion für die BBC des Ludwigsburger Regieduos Jakob Schuh und Max Lang. Bei den abendfüllenden Animationsfilmen konkurrieren neben "Toy Story 3" der französisch-britische "L' illusionniste" und "Drachenzähmen leicht gemacht".

Bei den Dokumentarfilmen kamen folgende Filme unter die letzten fünf: "Banksy - Exit Through the Gift Shop", "Gasland" von Josh Fox, "Inside Job", "Restrepo" und "Waste Land".

Die 83. Academy Awards werden am 27. Februar im Kodak Theatre im Hollywood & Highland Center vergeben.

 

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