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In guten wie in schweren Tagen - Sometimes Happy, Sometimes Sad

Klassische Bollywood-Komödie über einen Sohn, der sich seinem Vater und den indischen Traditionen widersetzt.


In guten wie in schweren Tagen - Sometimes Happy, Sometimes Sad

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Erhältlich seit:
12.04.2005

Originaltitel: Kabhi khushi kabhie gham...

Drama/ Musical

Indien 2001
Laufzeit: 210 Min.
FSK: ab 6

Amitabh Bachchan
Jaya Bachchan
Shah Rukh Khan

Regie: Karan Johar
Rapid Eye Movies HE

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Klassische Bollywood-Komödie über einen Sohn, der sich seinem Vater und den indischen Traditionen widersetzt.

Rahul singt seiner Angebeteten ein Ständchen (Foto: Rapid Eye Movies) Großansicht

Rahul singt seiner Angebeteten ein Ständchen (Foto: Rapid Eye Movies)

Als Rahul (Shahrukh Khan), der adoptierte ältere Sohn der Multimillionärs-Familie Raichand, sich der arrangierten Heirat widersetzt und die nicht standesgemäße Anjali (Kajol) ehelichen möchte, wird er von seinem despotischen Vater Yash (Amitabh Bachchan) verstoßen.

Rahul zieht nach London und beginnt dort ein neues Leben, während seine Mutter am Verlust ihres Kindes zu zerbrechen droht. Also versucht der jüngere Sohn Rohan (Hrithik Roshan), nachdem er die Schule abgeschlossen hat, die Familie wieder zusammenzuführen.

Liebe auf den ersten Blick: Rahul und Anjali (Foto: Rapid Eye Movies) Großansicht

Liebe auf den ersten Blick: Rahul und Anjali (Foto: Rapid Eye Movies)

Landsitz und Luxuskarossen

Der Regisseur Karan Johar genießt in seiner Heimat Kultstatus. Sein "Kuch kuch hota hai" avancierte 1999 auf dem asiatischen Subkontinent zum Straßenfeger. Entsprechend hoch gesteckt waren die Erwartungen an Johars Nachfolgeprojekt, das mit angeblich rund zehn Millionen Dollar Budget bis dato teuersten indischen Filmproduktion aller Zeiten.

Dafür gibt es aber in den dreieinhalb Stunden Spielzeit auch viel zu sehen - wunderschöne, edel ausgestattete Landsitze, chromblitzende Luxuskarossen, aparte, glutäugige Frauen und natürlich auch wohlgepflegten Rasen, auf dem dem Nationalsport Cricket und dabei der alten Rivalität England - Indien gefrönt wird. "SHSS" ist Eskapismus pur, Kino in seiner reinsten Form und ein idealer Einstieg für Bollywood-Neulinge.

In guten wie in schweren Tagen - Sometimes Happy, Sometimes Sad

Ein Top Ten Platz in den US-Charts in der ersten Spielwoche, Platz drei in den britischen Charts, sechs Monate Laufzeit in den indischen Lichtspielhäusern - die Hindi-Produktion "Sometimes Happy Sometimes Sad" hat Kinogeschichte geschrieben und bietet alles, was Bollywood ausmacht: flotte Musik, aufwändige Tanzeinlagen, jede Menge Herzschmerz und Kitsch sowie satte 210 Minuten Laufzeit. Indien ist in. In puncto Musik, in puncto Mode, in puncto Film, siehe "Monsoon Wedding" oder "Der Super-Guru". Gute Aussichten also für den umtriebigen Verleih Rapid Eye Movies, dem endlich ein solider Kassenerfolg zu wünschen ist.

Der Regisseur Karan Johar genießt in seiner Heimat Kultstatus. Sein "Kuch kuch hota hai" - für Eingeweihte: "KKHH" avancierte 1999 auf dem asiatischen Subkontinent zum Gassenfeger. Entsprechend hoch gesteckt waren die Erwartungen an Johars Nachfolgeprojekt "Kabhi khushi kabhie gham..." ("K3G"), der mit angeblich rund zehn Millionen Dollar Budget bis dato teuersten indischen Filmproduktion aller Zeiten.

Gedreht wurde "Sometimes Happy Sometimes Sad", so der deutsche Verleihtitel, in Indien, Großbritannien und - für eine Traumsequenz - vor den Pyramiden Ägyptens, als Schauspieler verpflichtete man veritable Superstars. Darunter, für die reiferen Kinofans, Amitabh Bachchan und Jaya Bachchan, die beiden Neunziger-Jahre-Ikonen Shah Rukh Khan und Kajol Shomu Mukherji sowie, für die Kids, der indische Leo DiCaprio Hriithik Roshan und das sexy Energiebündel Kareena Kapoor, die in einer sehr witzigen Szene eine wunderbare Alicia-Silverstone-(in-"Clueless")-Parodie absolviert.

Die Geschichte selbst ist Bollywood pur: Als Rahul, der ältere Sohn der Multimillionärs-Familie Raichand, sich der arrangierten Heirat widersetzt und die nicht standesgemäße Anjali ehelichen möchte, wird er vom despotischen Vater Yash verstoßen. Rahul zieht nach London und beginnt dort ein neues Leben, während seine Mutter am Verlust ihres (adoptierten!) Kindes zu zerbrechen droht. Also macht sich der jüngere Sohn Rohan, nachdem er die Schule abgeschlossen hat, auf, die Familie wieder zusammenzuführen.

Ein Film, der im Inhalt das moderne Indien, ein Land - zerrissen zwischen Tradition und Fortschritt, widerspiegelt und dabei formal die Brücke nach Hollywood schlägt. Typische "Drei-Wetter-Taft"-Werbebilder mischen sich mit klassisch lang(weilig)en Einstellungen, Hubschrauber-Rotorblätter werden auf wild wirbelnde Tänzerinnen geschnitten und dann singt der Bräutigam seiner Angebeteten wieder ein anrührendes Lied.

Formal makellos und mit Hilfe wohl komponierter, farbenprächtiger Breitwandbilder gelingt Johar der Spagat zwischen MTV und Masala-Movies, wobei er seinen sechs vorzüglich choreografierten, teilweise sogar an Busby Berkeley erinnernden Musical-Nummern viel Platz einräumt. Besonders hier wird das schwungvoll-schmalzige Melodram geradezu schwerelos und man verzeiht ihm - als typisch westlicher Hochgeschwindigkeitsseher - die umständliche, allzu ausführlich entwickelte Story.

Dafür gibt es aber in den dreieinhalb Stunden Spielzeit auch viel zu sehen - wunderschöne, edel ausgestattete Landsitze, chromblitzende Luxuskarossen, aparte, glutäugige Frauen und natürlich auch wohlgepflegte Rasen, auf denen dem Nationalsport Cricket und dabei der alten Rivalität England - Indien gefrönt wird. "SHSS" ist Eskapismus pur, Kino in seiner reinsten Form und ein idealer Einstieg für Bollywood-Neulinge. geh.

Darsteller:  Amitabh Bachchan   als Yash Raichand
  Jaya Bachchan   als Nandini Raichand
  Shah Rukh Khan   als Rahul Raichand
  Kajol   als Anjali Sharma
  Hrithik Roshan   als Rohan Raichand
  Kareena Kapoor   als Pooja Sharma
  Rani Mukherjee   als Naina
  Simone Singh  
  Himani Shivpuri  
 
Regie:  Karan Johar  
Buch:  Karan Johar  
Musik:  Jatin-Lalit  
  Sandesh Shandilya  
Kamera:  Kiran Deohans  
Produzent:  Yash Johar  
 

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