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In jeder Sekunde

Ensembledrama über sechs Personen und ihre persönlichen Erfahrungen mit der Liebe.


In jeder Sekunde

Leihvideo

Erhältlich seit:
19.06.2009

Drama/ Episodenfilm

Deutschland 2008
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12

Sebastian Koch
Barbara Auer
Mina Tander

Regie: Jan Fehse
Warner Home Video Germany

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Ensemble-Drama über sechs Personen und ihre persönlichen Erfahrungen mit der Liebe.

Dr. Frick kann sich nicht von Anna trennen (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Dr. Frick kann sich nicht von Anna trennen (Foto: X Verleih (Warner))

Zwei unterschiedliche Personen - der Psychiatriefacharzt Dr. Frick (Sebastian Koch) und seine wohlgeordnete Welt, sowie das exzessive, spontane Dasein der DJane Sarah (Mina Tander) - aber fast die gleiche Situation: Beide sind unglücklich und halten ihre Beziehung nicht mehr aus.

Doch während Sarah ihrem schwer drogensüchtigen Freund (Wotan Wilke Möhring) den verdienten Laufpass gibt, kann sich Frick nicht einfach von seiner kranken Tochter und der depressiven Gattin (Barbara Auer) trennen. Auch nicht, als er die Galeristin Luisa (Jenny Schily) kennen lernt und zwischen Gefühl und Verantwortung verzweifelt.

Sarah hat genug von Christoph (Foto: X Verleih (Warner)) Großansicht

Sarah hat genug von Christoph (Foto: X Verleih (Warner))

Das Auf und Ab der Liebe

Kameramann Jan Fehse gibt mit dem Episodenfilm sein Regiedebüt über sechs verschiedene Menschen, die ihre Auf und Abs in Sachen Liebe durchleben. Neben stimmungsvollen Bildern überzeugt ein erstklassiges Schauspiel-Ensemble.

In jeder Sekunde

Der erfahrene Kameramann Jan Fehse ("Tattoo") stellte in Hof sein Regiedebüt vor, in dem ein Ensemble mit der Suche nach Glück und Liebe eine Tragödie heraufbeschwört.

Im Kopf hatte Fehse und Koautor Christian Lyra die zeitgenössischen Dramen eines Fatih Akin ("Gegen die Wand") und Alejandro González Iñárritu ("21 Gramm"), in denen die Protagonisten einen Kampf mit dem Leben und dem Schicksal aufnehmen, der alles von ihnen abverlangt. Stilistisch allerdings nimmt sich das moderne Großstadtdrama (München ohne sonderlichen Wiedererkennungswert) enorm zurück und konzentriert sich auf die Geschichte, die von zwei parallel verlaufenden Beziehungen erzählt, die sich erst am Ende schicksalhaft kreuzen. Nichts Großspuriges also, sondern Skizzen von Alltagsmenschen, die ihren Sehnsüchten emotional nicht gewachsen sind.

Zwei unterschiedliche Personen - der Psychiatriefacharzt Dr. Frick (Sebastian Koch) und seine vordergründig wohlgeordnete Welt, sowie das exzessive, spontane Dasein der DJane Sarah (Mina Tander) - aber fast die gleiche Situation: Beide halten ihre Beziehung nicht mehr aus. Doch wo Sarah prompt ihrem schwer drogensüchtigen Freund, dem egozentrischen Partyveranstalter Christoph (Wotan Wilke Möhring) den verdienten Laufpass gibt, kann sich Frick nicht einfach von seiner mukoviszidosekranken, achtjährigen Tochter und der depressiven Gattin Anna (Barbara Auer) trennen. Auch nicht, als er die Galeristin Luisa (Jenny Schily) kennen lernt und zwischen Gefühl und Verantwortung verzweifelt. Sarah hingegen will mit dem arbeitslosen Fotografen Ben (Ronald Zehrfeld) neu anfangen, kann sich aber nicht vom schlechten Einfluss ihres skrupellosen Ex befreien.

Originell ist das zwar nicht ersonnen oder inszeniert, aber es soll auch mitten aus dem Leben stammen und handelt nicht von souveränen Menschen, die alles im Griff haben, sondern solchen, die sich mühsam vortasten und immer wieder dieselben Fehler begehen. Wenn sie die Unsicherheiten der eigenen Gefühlswelten auskosten und sie langsam erforschen, entstehen die stärksten Momente. Dank einer Kamera, die sich den Befindlichkeiten der Figuren stilistisch anpasst, gelingt es Fehse, tief in ihr jeweiliges Milieu einzutauchen. Die Ausschnitte aus diesen Biografien und die Übergänge in eine neue Beziehung korrespondieren mit winterlich-frostigen Stimmungslagen, bis sich die Handlung am Schluss zu einem Gemenge aus Trauer, Unglück, Schuld und Verlust verdichtet. Davor verfinstert sich der Film gehörig, weiß aber auch: das Leben geht weiter.

tk.

Darsteller:  Sebastian Koch   als Dr. Frick
  Barbara Auer   als Anna Frick
  Mina Tander   als Sarah Arles
  Wotan Wilke Möhring   als Christoph Zach
  Ronald Zehrfeld   als Ben Weissner
  Jenny Schily   als Luisa Engels
  Zoe Thurau   als Ina Frick
  Charly Hübner   als Hübner
 
Regie:  Jan Fehse  
Buch:  Jan Fehse  
  Christian Lyra  
Musik:  Andreas Helmle  
Kamera:  Philipp Kirsamer  
Produzent:  Sven Burgemeister  
  Andreas Schneppe  
  Bernd Burgemeister  
 

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