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In the Bedroom

Packendes Drama über eine Kleinstadtfamilie, die durch eine Tragödie auseinandergerissen wird.


In the Bedroom

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Erhältlich seit:
22.05.2003

Drama

USA 2000
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12

Tom Wilkinson
Sissy Spacek
Nick Stahl

Regie: Todd Field
Universal Pictures Germany

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In the Bedroom

Als der Sohn des Ehepaars Matt und Ruth Fowler vom Ex-Mann seiner Freundin getötet wird, bricht für die beiden eine Welt zusammen. Der Verlust des Kindes entfremdet das Paar, emotional wie verbal herrscht Eiszeit. Weil der Täter zwar vor Gericht gestellt wird, aber nicht die erhofft harte Strafe erhält, sinnt Matt auf Drängen seiner Gattin auf Rache. Doch selbst als die Vergeltungsaktion schließlich vollzogen ist, erweist sie sich nicht als der erhofft befreiende Akt. Denn zum alten Schmerz gesellen sich nun tiefe Schuldgefühle...

Das beklemmende Regiedebüt des Schauspielers Todd Field ("Eyes Wide Shut") erhielt fünf Oscar-Nominierungen und Sissy Spacek gewann - wohl stellvertretend fürs gesamte Ensemble - dank ihrer fantastischen Leistung als trauernde Mutter zumindest einen Golden Globe. Das dialoglastige, exzellent bebilderte und überaus intelligente Drama gehört zum Besten, was das US-Independent-Kino in dem letzten Jahr hervorbrachte. Wegen des sperrigen Themas werden aber wohl nur Anhänger des anspruchsvollen Kopfkinos zugreifen.

In the Bedroom

Fünf Oscar-Nominierungen, darunter als bester Film des Jahres, ein US-Boxoffice von bisher über 30 Mio. Dollar und umfassende Umarmung durch die Filmkritik machen dieses Regiedebüt neben "Monster's Ball" zur Indie-Erfolgsstory des jungen Kinojahres. Eine überwältigende Zwischenbilanz für einen kleinen Film, der eine Familientragödie mit erstaunlicher emotionaler Zurückhaltung in Richtung Vergeltungsthriller führt und für Diskussionen sorgen wird.

Schauspieler Todd Field (der Barpianist in "Eyes Wide Shut"), beginnt seinen Erstling romantisch und sanft, lässt den Wind mit Gras und Blättern spielen, während sich ein Pärchen unter freiem Himmel zärtlich erforscht. Eine Ouvertüre wie eine Hommage an David Leans "Ryan's Tochter" als Kontrast zu einem kalten Finale, das ein Familientrauma durch Gewalt zu lösen scheint, tatsächlich aber seelische Last nur auf eine andere Schulter lädt. 45 Minuten stellt der Film behutsam das Leben der Fowlers (Tom Wilkinson, Sissy Spacek) vor, deren Sohn (Nick Stahl) mit einer allein erziehenden Mutter (Marisa Tomei) eine Affäre begonnen hat, die Spacek, vor allem aber dem unberechenbaren Ex-Mann Tomeis ein Dorn im Auge ist. Auf kleiner Flamme treibt das Dreiecksdrama auf seine Explosion, auf den Tod des Jungen durch seinen frustrierten Rivalen zu. Die Regie verlegt ihn ins Off, vermeidet im Folgenden jede melodramatische Spitze und blendet immer wieder ins Schwarz aus. Die Verlusterfahrung entfremdet die Eltern, Schweigen zieht ein, wo Schuldvorwürfe ausgesprochen werden sollten. Momente von unerträglicher Spannung deuten den inneren Horror an, ohne ihn durch Worte zu banalisieren. Spaceks Gespräch mit einer Freundin, die über ihre 11 Enkelkinder scherzt, ist einer der vielen zwischenmenschlich-atmosphärischen Höhepunkte, Wilkinsons Pokerpartie mit seinen Freunden, die fast in eine emotionale Entladung mündet, ein anderer. Das Rechtssystem, das den Täter mehr als das Opfer schützt, treibt die Eltern auf eine besonders in der Tradition Amerikas begründete Konfliktlösung zu, die Vergeltung an die Stelle von Trauerarbeit setzt. Nach einer explosiven, für das Gewicht der Vorwürfe aber zu schnell versöhnlichen Aussprache setzt Wilkinson gewissenhaft seine Strafaktion um, die für immer an seinem Gewissen haften wird. Die unerbittliche Richtungsänderung zum Thriller überrascht, endet aber nur scheinbar in Erlösung, wenn Spacek befreit Kaffee kocht, Wilkinson aber das Bild von Tomeis einst glücklicher Ehe nicht verlassen will. So ist die gewalttätige Antwort nur Tür zu vielen Fragen, mit denen dieser reife, präzise, aber nicht für die Galerie gespielte Film, der Wilkinson, Spacek und Tomei Oscar-Nominierungen einbrachte, ethische und psychologische Debatten eröffnen wird. kob.

Darsteller:  Tom Wilkinson   als Matt Fowler
  Sissy Spacek   als Ruth Fowler
  Nick Stahl   als Frank Fowler
  Marisa Tomei   als Natalie Strout
  William Mapother   als Richard Strout
  William Wise   als Willis Grinell
  Celia Weston   als Katie Grinnel
  Karen Allen   als Marla Keyes
  Frank T. Wells   als Henry
  W. Clapham Murray   als Carl
  Justin Ashforth   als Tim
  Terry A. Burgess   als Bezirksanwalt
  Jonathan Walsh   als Pater McCasslin
  Diane E. Hamlin   als Davis' Assistentin
  Camden Munson   als Jason Strout
  Christopher Adams   als Duncan Strout
  Henry Field   als junger Frank
  Deborah Derecktor   als Janelle
  Harriet Dawkins   als Alma Adamson
  Bill Dawkins   als Elwyn Adamson
 
Regie:  Todd Field  
Buch:  Rob Festinger  
  Todd Field  
Musik:  Thomas Newman  
Kamera:  Antonio Calvache  
Produzent:  Graham Leader  
  Ross Katz  
  Todd Field  

Tom Wilkinson auf dreifachem Indi-Trip

Erhielt eine Oscar-Nominierung für "In the Bedroom": Tom Wilkinson

Erhielt eine Oscar-Nominierung für "In the Bedroom": Tom Wilkinson

Nicht umsonst wurde Tom Wilkinson für seine Rolle in "In the Bedroom" für den Oscar nominiert - der Mann zählt zu den größten Schauspielern auf der Insel.

Auch sein komödiantisches Talent hat der Brite in "Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie" oder in "Ganz oder gar nicht" eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Jetzt zieht es ihn wieder "Back to the Roots". Der Star aus "Ernst sein ist alles" wird demnächst in drei Independent Filmen mitwirken:

in Gillian Armstrongs "Seventh Heaven", in "Living and Breathing" von den Filmemachern Keith Fulton und Louis Pepe ("Lost in La Mancha") und auch in Regisseur Peter Webers Drama "Girl With a Pearl Earring", in dem auch Colin Firth and Scarlett Johansson zu sehen sein werden.

Wilkinson spielt den reichen Van Ruijven, der dem Maler Vermeer alias Colin Firth Geld zur Verfügung stellt. Dieser findet in einer Hausmagd, dargestellt von Johansson, das geeignete Model für ein Bild, das später als eines der berühmtesten Vermeer-Gemälde in die Geschichte eingehen wird: "Girl with a Pearl Earring".

 

In the Bedroom in der Fotoshow

 

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Features

 

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Tom Wilkinson

Er strahlt eine unerschütterliche Ruhe und eine natürliche Autorität aus, die von seiner massiven Erscheinung und der sonoren Stimme...

 

Star

Sissy Spacek

Ihre eigentliche Heimat ist das Melodram der gequälten Herzen. Zart, gebrechlich und leicht trotzig wirkend, gehörte die 1949 geborene Sissy...